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Title
Von der Todsünde zu Tugend : wie gutartiger und bösartiger Neid unsere Doppelmoral beeinflussen / Victoria Elisabeth Egger
AuthorEgger, Victoria Elisabeth
CensorCorcoran, Katja
PublishedGraz, 10.10.2016
Description67 Blätter : Diagramme
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Annotation
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Doppelte Moral / Neid / Moralpsychologie
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-106699 Persistent Identifier (URN)
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Von der Todsünde zu Tugend [0.93 mb]
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Abstract (German)

Um miteinander in Gesellschaft zu leben ist es für uns Menschen entscheidend uns nach moralischen Werten und Normen zu verhalten. Da moralisches Verhalten jedoch mit persönlichen Kosten verbunden ist, besitzen wir eine Doppelmoral, d.h. wir sind mit uns selbst nachsichtiger als mit anderen. Da unsere Doppelmoral dem Einfluss unserer Emotionen unterliegt, wurde in der vorliegenden Studie erstmals untersucht wie sich gutartiger und bösartiger Neid auf diese auswirken. Da bösartiger Neid bedingt uns überlegenen Menschen schaden zu wollen, sollte sich hierdurch unsere Doppelmoral verstärken. Gutartiger Neid bedingt das Interesse sich selbst zu verbessern und sollte deshalb zu mehr moralischem Verhalten führen und somit zu einer Umkehr der Doppelmoral. Zudem wurde angenommen, dass die Aktivierung moralischer Werte, den Auswirkungen des bösartigen Neides entgegenwirkt. Hierzu wurde die unabhängige Variable Neid mit einem Leistungsfeedback manipuliert. 201 UntersuchungsteilnehmerInnen (M=25.3 Jahre) erhielten dabei immer ein negatives Feedback, das entweder gutartigen oder bösartigen Neid auslöste. Bei der Hälfte der UntersuchungsteilnehmerInnen wurden zusätzlich moralische Werte aktiviert. Um das Ausmaß der Doppelmoral zu erheben bewertete die eine Hälfte der UntersuchungsteilnehmerInnen wie fair sie ihr eigenes Verhalten empfindet, während die andere Hälfte bewertete wie fair sie dasselbe Verhalten bei einer anderen Person empfindet. Die Analysen konnten die Annahmen nicht bestätigen, zeigten jedoch eine komplexe Wechselwirkung aus Emotionen und Kognitionen, welche unser moralisches Urteil und Verhalten beeinflusst. Empfehlungen für die Definition und Operationalisierung der untersuchten Variablen werden diskutiert.

Abstract (English)

To live in a peaceful and caring society, it is crucial for us humans to inherit moral values, which guide our actions. As moral behaviour claims personal costs, we hold double standards for it. We are therefore more lenient with our own morals compared to those of others. Since moral values are influenced by emotions, this is the first study to distinguish the effects of begnin and malicious envy on our morals. Malicious envy promotes the wish to harm superior others and should therefore reinforce our double standards. Begnin envy promotes the wish for self-improvement and should lead to more moral behaviour and therefore to a reversal of our double standards. Moreover should the activation of moral values counteract the effects of malicious envy. For this purpose the independent variable envy was manipulated with a performance-feedback. 201 participants (x =25.3 years) always recieved a negative feedback, which should eighter trigger malicious or begnin envy. With half of the participants moral values were additionally activated. To measure the extent of their double standards, participants were eighter asked to rate how fair they percieve a behaviour done by themselves or to rate how fair they percieve the same behaviour when done by others. The analyses could not confirm the hypotheses. However they showed a complex interaction of emotions and cognitions which influence our moral judgement and behaviour. Recommendations for the definition and operationalisation of the examined variables are being discussed.

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