Titelaufnahme

Titel
Leistungsdiagnostische Kenndaten und körperlich schwere Arbeit / Patrick Josef Fasching, BSc MSc
Weitere Titel
Performance diagnostic parameters and heavy occupational work
Verfasser/ VerfasserinFasching, Patrick Josef
Begutachter / BegutachterinHofmann, Peter ; Schwaberger, Günther ; Wultsch, Georg
ErschienenGraz, 2016
Umfangvi, 216 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Dissertation, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassung in deutscher und in englischer Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Arbeiter / Körperliche Arbeit / Leistungsdiagnostik
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-106618 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Leistungsdiagnostische Kenndaten und körperlich schwere Arbeit [6.24 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Personen, die in Schwerarbeitsberufen tätig sind haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und möglicher Früh/Invaliditätspensionierung. Um Überbeanspruchungen zu vermeiden ist es wichtig Grenzwerte zu erstellen. Bestehende Grenzwerte wie Herzfrequenz (Hf), Sauerstoffaufnahme (VO2), oder Energieverbrauch (EE) haben Limitierungen.Ziel der Studie war es festzustellen, ob der erste Laktat Umstellpunkt (LTP1) ein geeigneter Grenzwert für Schwerarbeit ist. 167 männliche (m) und 52 weibliche (f) Personen aus sechs unterschiedlichen Arbeitsbereichen, die von der österreichischen Regierung als Schwerarbeit definiert worden sind, absolvierten einen Fahrradergometer-Test. Der LTP1 wurde mit einem linearen Break-Point-Regressionsmodell bestimmt und wurde als erster markanter Anstieg der Blut-Laktat-Konzentration (La) über dem Ruhe-Wert definiert. Die Hf wurde während der gesamten Arbeitszeit (Hf8h) aufgezeichnet, spirometrische Messungen wurden während repräsentativen Arbeitstätigkeiten durchgeführt. Die Analyse der Umstellpunkte der Atemgase und der LTPs ergab keine signifikanten Unterschiede, außer bei einzelnen La-Werten. Die Leistung am LTP1 zeigte einen signifikanten Zusammenhang mit der maximalen Leistung und der relativen Beanspruchung während der Arbeitszeit. Trotz unterschiedlicher Fitness-Zustände waren 97.6 % der Personen während der Schwerarbeit unter dem LTP1.Der LTP1 kann ein geeigneter Parameter sein, um eine individuelle Obergrenze für Beanspruchungen während Schwerarbeit zu definieren. Die SchwerarbeiterInnen sollten grundsätzlich unter dem Grenzwert des LTP1 während der Arbeitszeit liegen, um physiologische Prozesse, die die Dauer der Arbeit stark begrenzen, vermeiden zu können. Der individuelle Fitnesszustand hat einen direkten Einfluss auf die relative Beanspruchung während der Arbeitstätigkeit. Mit einer Mindestanforderung von 60 W (f) und 100 W (m) am LTP1 kann unter gegebenen Arbeitsbedingungen eine Überbeanspruchung vermieden werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Occupations and workers that require heavy physical demands have an increased risk for cardiovascular diseases, all-cause mortality and possibly early retirement.It is important to create safety limits to detect overloads. Existing limits such as heart rate (HR), oxygen uptake (VO2) or energy expenditure during work (EE) have limitations.The aim of this study was to evaluate if the blood lactate-turn point 1 (LTP1) is an appropriate indicator for assessing a threshold value for heavy occupational work. 167 male (m) and 52 female (f) workers from nine different occupations classified as “heavy work” by law performed an incremental cycle ergometer exercise test until voluntary exhaustion. The determination of the LTP1 was assessed by means of computer-aided linear regression breakpoint analysis and was defined as the first increase in blood lactate concentration (La) above baseline. HR recordings were obtained for a complete work shift and gas exchange measures were performed during phases of work. The analysis of the turn-points of the breathing gases and the LTPs showed no significant differences, except for individual La-values. The power output on the LTP1 showed a significant relationship with the maximum power output and the relative strain during work. Despite different fitness-levels, 97.6 % of the workers were found to perform below the LTP1 during work. That indicates that the LTP1 as an individual aerobic performance parameter could be a relevant factor for defining heavy work. The heavy workers should basically work below the LTP1 level to avoid physiological processes, which clearly restrict the duration of the work. The individual fitness-level has a direct influence on the relative strain during the working time. The study results suggest that with a minimum requirement of 60 W (f) and 100 W (m) at the LTP1 overload during heavy occupational work can be avoided.

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