Titelaufnahme

Titel
Der Stand der Technik im Umweltrecht / vorgelegt von Julia Schreilechner
Weitere Titel
The best available techniques in environmental law
Verfasser/ VerfasserinSchreilechner, Julia
Begutachter / BegutachterinSchulev-Steindl, Eva
ErschienenGraz, im September 2016
UmfangVII, 95 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Umweltrecht / Stand der Technik
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-106159 Persistent Identifier (URN)
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Der Stand der Technik im Umweltrecht [1.07 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Erlassung der Industrieemissionsrichtlinie (IE-RL) bzw deren notwendige Umsetzung in nationales Recht war Anlass für die Aufnahme des Begriffs der „besten verfügbaren Technik“ in die österreichischen Gesetze. Neben der Übernahme dieser europäischen Technikklausel in österreichisches Recht war es ein Urteil des BVwG zum Thema „Erdkabel als neuer Stand der Technik?“, das Anlass gab, den Begriff des „Standes der Technik“ im Umweltrecht eingehend zu erläutern. Dass der Ausdruck „Stand der Technik“ in der österreichischen Rechtsordnung von Bedeutung ist, zeigt sich in seinem Vorkommen an 700 Stellen bundesrechtlicher Vorschriften sowie in zahlreichen Landesgesetzen. In der vorliegenden Arbeit soll zunächst geklärt werden, worum es sich beim Begriff „Stand der Technik“ im umwelt- bzw betriebsanlagenrechtlichen Sinn handelt und wie dieser ermittelt werden muss. Weiters soll diskutiert werden, inwiefern technische Begriffe, deren Verwendung eine gewisse Flexibilität aufgrund ständiger Weiterentwicklungen und Neuerungen erfordern, verfassungsrechtliche Problemstellungen aufwerfen können. Eine besondere Rolle spielt das Verhältnis des Begriffs „Stand der Technik“ zu weiteren Technikklauseln sowie den „besten verfügbaren Techniken“. Dabei sollen die Auswirkungen der Aufnahme der europäischen Technikklausel in das nationale Recht und die Bedeutung der damit einbezogenen BVT-Merkblätter und BVT-Schlussfolgerungen aufgezeigt werden. Schließlich ist die Frage zu beantworten, welche Gewichtigkeit dem „Stand der Technik“ als Genehmigungskriterium im Betriebsanlagenrecht zukommt. Insgesamt soll diese Arbeit zu einem besseren Verständnis der Technikklausel „Stand der Technik“ beitragen und deren Bedeutung im und für das Umweltrecht erörtern.

Zusammenfassung (Englisch)

The enactment of the Directive on Industrial Emissions, respectively the need to implement this directive into national law prompted the inclusion of the notion “best available techniques” into Austrian law. Besides the adoption of this European technical term into Austrian law, a verdict of the Supreme Administrative Court entitled “Buried cable as the state of the art?” provides an occasion to elucidate the technical notion “state of the art” as used in environmental law. The importance of the notion “state of the art” in Austrian legislation is exemplified by the fact that it is now employed more than 700 times in federal laws as well as in many state laws. This thesis first seeks to clarify the meaning of the notion “state of the art” in environmental law and other provisions covering businesses, thereby trying to discern the legal prerequisites for determining what is or is not considered to be “state of the art.” Second, it will be discussed to what extent technical terms that, by definition, are in constant flux due to technological progress can yield new ways of looking at problems of constitutional law. The relation of the notion “state of the art” to other technical provisions as well as to the notion of “best available techniques” will figure prominently in this discussion. In the process, the consequences of incorporating this European technical term into national law and the resulting relevance of Best Available Techniques Reference Documents (BREF) and Best Available Techniques Conclusions (BATC) will be highlighted. Lastly, the importance of the “state of the art” as a prerequisite for issuing permissions in the context of the legal provisions covering businesses will be established. Taken as a whole the work in hand is supposed to enhance our understanding of the technical notion “state of the art” and expound its meaning within and relevance to environmental law.