Titelaufnahme

Titel
Mythische Weltdeutungen mittel- und südamerikanischer Kulturen nach den anthropologischen Strukturen des Imaginariums von Gilbert Durand : eine religionsphilosophische Untersuchung / eingereicht von Mag. Hans Christian Weinelt
Weitere Titel
Mythological interpretation of the world of Central und South American civilisations following the anthropological structures of the imaginary of Gilbert Durand : a religio-philosophical research
Verfasser/ VerfasserinWeinelt, Hans Christian
Begutachter / BegutachterinGrabner-Haider, Anton ; Payer, Peter
ErschienenGraz, 2016
Umfang254 Seiten : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Dissertation, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers
Zusammenfassung in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Durand, Gilbert / Lateinamerika / Weltbild / Indigenes Volk / Kulturanthropologie / Ökologie
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-106036 Persistent Identifier (URN)
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Mythische Weltdeutungen mittel- und südamerikanischer Kulturen nach den anthropologischen Strukturen des Imaginariums von Gilbert Durand [7.74 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im ersten Teil der Arbeit wird das Hauptwerk des französischen Soziologie- und Anthropologieprofessors Gilbert Durand „Les Structures anthropologiques de limaginaire“ zusammenfassend dargestellt. Seine Theorie eines menschlichen „Imaginariums“, einer inneren „Vorstellungs- und Bilderbibliothek“, die uns individuell und kollektiv charakterisiert und bestimmt, lässt klare Parallelen zur modernen Gehirnforschung ziehen. Diese kommt ebenfalls zum Schluss, dass Menschen zu allen historischen Zeiten innere Bilder über die Welt entwickelt und benutzt haben, die als individuelle und kollektive Leitbilder die Lebens- und Weltgestaltung der Menschen auf dieser Erde bestimmen. Gilbert Durand hat in seinem Werk diese „Bilderbibliothek“ strukturiert.Im zweiten Teil der Arbeit geht es um die wesentlichen Symbole, Mythen und auch architektonischen Elemente der mittel- und südamerikanischen Kulturen, sowie eine Einordnung dieser in das strukturierte Imaginarium nach G. Durand. Dabei zeigt sich einerseits eine grundsätzliche Übereinstimmung all dieser Kulturen, andererseits werden deutliche Unterschiede im historischen Verlauf dieser Kulturen sichtbar. Mit derselben Methodologie wird das Aufeinandertreffen zweier vollkommen unterschiedlicher Kulturräume untersucht, als im Zuge der Konquista das christliche Europa auf die Kulturen Mittel- und Südamerikas trifft. Abschließend wird das Phänomen des trotz aller Ausrottungsversuche überlebenden indigenen Gedanken- und Kulturgutes untersucht, und die Frage gestellt, wie weit es uns heute in der Postmoderne mit ihren ökologischen und sozialen Problemen von Nutzen sein kann.

Zusammenfassung (Englisch)

The first part of the thesis summarizes the main work of the french Professor of Sociology and Anthropology Gilbert Durand „Les Structures anthropologiques de limaginaire“. His theory of human „imaginary“ as an inner „library“ of imaginations and images, which charaterizes and determines us individually and collectivly, allows to draw parallels to modern brain research. It concludes too that men of all times have been developing and using inner images of the world which determine as individual and collective models the way of life and world-shaping of human beings. Gilbert Durand structured this „library of images“. The second part is about the essential symbols, myths and arcitectural elements of the Central and South American civilisations as well as their classification into the structured imaginary following Gilbert Durand. It shows on the one hand the accordance in principle of all of these civilisations, on the other hand marked differences in historical progress turn up. With the same methodology the clash of two completely distinguished cultural regions will be examined when in the course of the Conquista christian Europe met the Central and South American civilisations. Despite all the trials of extinction the survival of indigenous ideas and culture is a phenomenon, which will be researched in the final part, and the question araises how this can be of use for our postmodern society with its ecological and social problems.

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