Titelaufnahme

Titel
Schwierigkeit von Matrizentest-Aufgaben bei normaler versus gespiegelter Vorgabe / von Eva-Maria Christoph
Weitere Titel
Difficulty of vertically mirrored figural matrices versus original ones
Verfasser/ VerfasserinChristoph, Eva-Maria
Begutachter / Begutachterin2016-09
GutachterTanzer, Norbert
ErschienenGraz, September 2016
Umfang53 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Matrizentest / Schriftsprache
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-105878 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Schwierigkeit von Matrizentest-Aufgaben bei normaler versus gespiegelter Vorgabe [0.86 mb]
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Nachweis
Zusammenfassung (Deutsch)

Den Wiener Matrizen-Test (WMT) und seine Kulturfreiheit betreffend warfen Befunde den Verdacht auf, dass die Schriftrichtung der Muttersprache einen Einfluss auf die Leistung haben könnte. Demnach könnten Personen, deren Muttersprache von rechts nach links geschrieben wird durch die Regelrichtung beim WMT (von links nach rechts) benachteiligt sein (Hof, Tanzer, & Jackson, 2006). In westlichen Kulturen wird von links nach rechts und von oben nach unten geschrieben. Die vorliegende Untersuchung erhebt ob eine Umkehr der vertikalen Richtung auch einen Einfluss auf die Leistung der ProbandInnen hat.348 Personen bearbeiteten zwei veränderte Testformen des WMT. Ein Drittel der 24 Items wurde in beiden Testformen in originaler/normaler Form vorgegeben, ein Drittel wurde in der ersten Testform vertikal gespiegelt und in der zweiten Testform normal bearbeitet. Das letzte Drittel wurde in der ersten Testform normal und in der zweiten Testform gespiegelt dargestellt. Bei einem Drittel der Items konnte gezeigt werden, dass die ProbandInnen, die diese Items gespiegelt bearbeiteten weniger Items lösen konnten als Ihre KollegInnen, die die Items in normaler Form bearbeiteten. Umgekehrt zeigte sich dieser Effekt jedoch nicht bei den anderen acht Items, die auch von einer Hälfte der ProbandInnen normal und von der anderen Hälfte gespiegelt bearbeitet wurde. Es wird vermutet, dass die Erklärung dafür in den Lösungsregeln der Items selbst zu finden ist. Auf die Bearbeitungsdauer konnte durch die vertikale Itemspiegelung kein Einfluss festgestellt werden.Eine vertikale Spiegelung der WMT Aufgaben vermindert die Leistungsfähigkeit. Es wird jedoch vermutet, dass dieser Effekt nur Auftritt wenn eine Regel, die zur Lösung eines Items erkannt und angewendet werden muss nur senkrecht anzuwenden ist (im Vergleich zu: nur waagrecht oder senkrecht und waagrecht).

Zusammenfassung (Englisch)

In cross-cultural psychology, there has always been a need for culture-free measurements to be able to compare people from different cultural backgrounds without disadvantaging one culture. Recent work has shown that the Viennese Matrices Test (VMT), once believed to be culture-free, could disadvantage cultural groups with a right-to-left reading direction because of the incongruence with the left-to right solving direction (Hof, Tanzer, & Jackson, 2006, August). In Western culture, reading happens from left to right and from the top to the bottom. The current study evaluates whether a change in the vertical direction (from the bottom to the top) has an impact on peoples test performance. 348 people were tested online with two forms of the VMT. One third of the 24 items was presented normally in both test forms. The other 16 items were presented normally in one test form and mirrored in the other one and vice versa. The Qualtrics online software also measured the response time for each subject and item. Therefore, it was possible to evaluate the effect of vertically mirrored items by not only taking into account the score obtained by the subject, but also by considering their response time. One group showed significantly better performance when working on normal items in comparison to their colleagues who worked on mirrored ones. However, when the latter worked on normal items and the former on mirrored ones the above mentioned effect could not be observed. No effects were recorded with regard to the subjects`response time when working on mirrored items. It is presumed that one explanation for the difference in test performance between the two groups can found in the structure of the test items. Nearly all the mirrored items which caused an effect had to be solved by recognizing and applying vertical rules. The other group, however for which no effects were recorded was confronted with only one mirrored item which again hat to be solved by applying a vertical rule.

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