Titelaufnahme

Titel
EU-Reform des Abschlussprüfungsmarktes : Analyse der Verordnung 537/2014 und der Richtlinie 2014/56/EU sowie deren Umsetzung in den Mitgliedsstaaten / Roman Rathausky
Weitere Titel
EU-Reform of the audit market : analysis of the regualation 537/2014 and the directive 2014/56/EU and its implementation in the member states
Verfasser/ VerfasserinRathausky, Roman
Begutachter / BegutachterinEwert, Ralf
ErschienenGraz, August 2016
UmfangV, 82 Blätter ; Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Jahresabschlussprüfung / Reform / Transformation / Mitgliedsstaaten
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-105860 Persistent Identifier (URN)
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EU-Reform des Abschlussprüfungsmarktes [0.93 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Bilanzskandale der letzten Jahre sowie die große Finanzkrise haben das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Wirtschaftsprüfung schwer belastet. Auch die EU-Kommission hat ihre Lehren aus der Krise gezogen und im Jahr 2014 den Prüfungsmarkt durch den Erlass der Verordnung 537/2014 sowie der Richtlinie 2014/56/EU reformiert. Ziel dieser Reform ist es, die Unabhängigkeit des Prüfers zu erhöhen und infolgedessen die Qualität der Abschlussprüfung zu steigern. Per 17. Juni 2016 mussten alle Mitgliedsstaaten die Anforderungen in das nationale Gesetz implementiert haben.Nachdem die Grundlagen der Abschlussprüfung dargestellt wurden, beschäftigt sich diese Arbeit mit den auffälligsten Punkten der Reform und untersucht, wie sich diese Änderungen auf die Prüfungsqualität auswirken werden. Nach der Analyse der Reform wird der Fokus im weiteren Verlauf der Arbeit auf die drei folgenden Themenschwerpunkte gelegt: „Externe Prüferrotation“, „Joint Audits“ und „Verbot von Nichtprüfungsleistungen“. Die Reform verpflichtet dazu, den Prüfer zwingend zu rotieren und spricht ein Verbot für eine Reihe von Nichtprüfungsleistungen aus, während die Durchführung von Joint Audits weiterhin auf freiwilliger Basis stattfindet.Durch die erlangten Erkenntnisse der Literaturrecherche wird festgestellt, dass die Vorteilhaftigkeit der EU-Reform durchaus zu bezweifeln ist. Die empirischen Studien zu den drei Themenschwerpunkten lassen keine Steigerung der Prüfungsqualität durch die Änderungen erwarten. Dessen ungeachtet kann durch eine zwingende Rotation und durch das Verbot von Nichtprüfungsleistungen sogar eine Reduktion der Prüfungsqualität erwartet werden. Die abschließende Untersuchung der Umsetzungsmaßnahmen zeigt, dass eine vollständige Umsetzung der Reform erst in sieben Mitgliedsstaaten erfolgt ist. Es bleibt also abzuwarten, wie die einzelnen Mitgliedsstaaten die eingeräumten Gestaltungsspielräume in der Gesetzgebung nutzen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The recent years consisting of accounting scandals and the big financial crisis heavily reduced the trust in auditing. As a result, the regulation 537/2014 and the directive 2014/56/EU were released by the European Commission to reform the european audit market. The reform targets the increase of the audit quality of the european public interest entities by building a framework which supports the independence of the auditor. Given laws have to be implemented into the national laws of all EU member states by June 17th 2016.The following paper will firstly present the basics of auditing. Secondly, the key standards of the new audit reform will be analysed. Additionally, the main issue of wether the mentioned reform causes the audit quality to increase or decrease will be discussed. The paper will then focus on the three major aspects of the audit reform: "auditor rotation", "joint audits" and "the ban of non-audit services". According to the reform, public interest entities are forced to rotate their auditor mandatorily. Furthermore the regulation contains a blacklist of prohibited auditor-provided non-audit services. The voluntarily assignment of joint audits is still permitted on the european audit market.To investigate the named issues this paper describes various empirical studies including and examining these three major aspects. The results of these studies implicate that the positive effect of the audit reform is to be questioned. The findings can not prove that the audit quality will be increased. In addition the mandatory auditor rotation and the ban of certain non-audit services show significant evidence of cutting the audit quality. To conclude, the investigation will show that the audit reform has so far only been implemented in seven EU member states. Therefore, it still remains to be seen how the EU member states are going to apply the new legislation.