Titelaufnahme

Titel
Transnationale Arbeitsvermittlung im Pflegesektor : die Rolle von Arbeitsmarktintermediären am Beispiel der häuslichen Pflege durch EU8-MigrantInnen / Sabrina Franczik
Weitere Titel
Transnational job placement in the care sector : the role of labor market intermediaries using the example of home care performed by EU8 migrants
Verfasser/ VerfasserinFranczik, Sabrina
Begutachter / BegutachterinOrtlieb, Renate
ErschienenGraz, August 2016
Umfang80 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Hauspflege / Arbeitsvermittlung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-105731 Persistent Identifier (URN)
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Transnationale Arbeitsvermittlung im Pflegesektor [1.52 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die enorme Pflegenachfrage in Österreich wird häufig durch Pflegekräfte aus dem EU8-Raum gedeckt, welche 24h-Betreuung in Haushalten mit Pflegebedarf ausüben. Arbeitsmarktintermediäre führen dieses Pflegeangebot und die Pflegenachfrage über geografische, bürokratische und gesellschaftliche Hürden hinweg zusammen. In vorliegender Arbeit wird die Rolle von Arbeitsmarktintermediären als Bindeglied zwischen EU8-Pflegekräften und österreichischen Haushalten mit Pflegebedarf für Migrationsprozesse ermittelt. Als theoretischer Bezugsrahmen dient die Netzwerktheorie als Migrationstheorie sowie das „Migration Business“-Modell von Salt und Stein, welches bereits explizit Arbeitsmarktintermediäre als Akteure in Migrationsprozessen darstellt. Durch leitfadengestützte Experteninterviews sowie Internet-Recherche konnten die Leistungen und Funktionen betrachteter Arbeitsmarktintermediäre im Pflegesektor erhoben werden, was eine vergleichende konzeptionelle Auseinandersetzung mit der vorherrschenden Theorie zu Arbeitsmarktintermediären ermöglicht. Die Ergebnisse vorliegender Arbeit machen deutlich, dass die bisher in der Literatur diskutierten Kategorien von Arbeitsmarktintermediären für den hier betrachteten Kontext der 24h-Betreuung nur unzureichend anwendbar sind. Aus diesem Grund wird eine neue Kategorie von Intermediären speziell im Pflegesektor angedacht, sogenannte „Consultants“. Diese tragen zur Reduktion von Risiken und Kosten bei, die sowohl für Pflegekräfte mit der Beschäftigung in einem fremden Land als auch für Haushalte mit der Inanspruchnahme von 24h-Betreuung einhergehen. Damit beeinflussen sie nicht nur individuelle Migrationsprozesse, sondern forcieren durch erleichterte Abläufe vielmehr das EU8-Pflegeangebot sowie die Nachfrage nach dieser Pflege und ermöglichen damit gewissermaßen erst den Markt für 24h-Betreuung durch EU8-Pflegekräfte.

Zusammenfassung (Englisch)

The huge demand for care in Austria is often met by care workers from EU8 countries who perform 24h-care for households with care needs. Labor market intermediaries are matching that care supply with the care demand in Austria by overcoming geographical, bureaucratic and societal obstacles. This paper analyzes the role of labor market intermediaries as a link between EU8 care workers and austrian households with care needs for migration processes. The „Network Theory“ as a migration theory as well as the „Migration Business“ model from Salt and Stein, which explicitly describes labor market intermediaries as actors in migration processes, both serve as theoretical frame. By guided expert interviews as well as online research, the activities and functions of examined labor market intermediaries in the care sector were surveyed and a comparing examination of the prevalent existing literature of labor market intermediaries was possible. The results of this paper reveal that the in existing literature discussed categories of labor market intermediaries are only deficiently applicable to the very special context that is considered here. For that reason, a new category of intermediaries for the care sector in particular, so called „consultants“, is contemplated in this paper. Consultants as mentioned above contribute to a reduction of risks and costs that come along for care workers with the employment in a foreign country as well as for households with employing care workers for 24h-care. By doing so, they are not only affecting individual migration processes of care workers but also accelerate the care supply from EU8 countries on the one hand and the demand for that supply on the other hand. That, to some extent, facilitates the market for 24h-care executed by EU8 care workers in the first place.