Titelaufnahme

Titel
Schönheit liegt im Auge des Betrachters : Wahrnehmung und Stellenwert der äußeren Erscheinung Fremder in europäischen Fernreiseberichten des 13. und 14. Jahrhunderts / vorgelegt von Denise Hochbaum
Weitere Titel
Beauty lies in the eyes of the beholder : perception and significance of others outward appearance in European long-distance travel reports from the 13th and 14th Century
Verfasser/ VerfasserinHochbaum, Denise
Begutachter / BegutachterinGiessauf, Johannes
ErschienenGraz, 2016
Umfang81 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Europa / Reisebericht / Fremdheit / Schönheit / Geschichte 1300-1400
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-105561 Persistent Identifier (URN)
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Schönheit liegt im Auge des Betrachters [1.05 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der menschliche Körper gilt seit jeher als Schauplatz der Kultur, welcher je nach Zeit und Raum auf vielfältige Art und Weise geprägt wird. Die äußere Erscheinung eines Menschen ist daher nicht nur Ausdruck des Individuums in der Gesellschaft, sondern gibt auch Einblick in die jeweilige Kultur. In der Begegnung mit Menschen aus fremden Kulturen waren Reisende zu allererst mit dem Aussehen der Fremden konfrontiert. Dies rief in ihnen unterschiedliche Reaktionen hervor, welche zugleich Einblick in die innewohnenden Vorstellungen bezüglich körperlicher Schönheit der Reisenden selbst geben. Daneben findet sich die Idee, dass die äußere Schönheit eines Menschen in direktem Zusammenhang mit einem moralisch-sittlich guten Charakter steht, bereits in der Antike und ist auch heute noch präsent.In dieser Arbeit werden die Berichte dreier europäischer Fernreisender Johannes von Piano del Carpine, Wilhelm von Rubruk und Odorich von Pordenone auf die Frage hin untersucht, wie die Reisenden die äußere Erscheinung der Fremden wahrnahmen. Welchen Stellenwert gaben sie dem Aussehen der Menschen in ihren Darstellungen? Handelte es sich um objektive Beschreibungen oder waren Wertungen impliziert? Zogen die Fahrenden anhand der äußeren Erscheinung der Menschen Rückschlüsse auf deren Wesen und inwieweit lassen ihre Darstellungen auf ihre eigenen Vorstellungen von körperlicher Schönheit schließen? Im ersten Teil dieser Arbeit werden zunächst allgemeine Aspekte bezüglich der Rahmenbedingungen mittelalterlicher Reisenden erläutert. Danach wird ein Blick auf die zeitgenössischen philosophisch- theologischen Theorien des Schönen geworfen und versucht, daraus ein konkretes männliches und weibliches Schönheitsideal der Zeit herauszufiltern. Abschließend wird auf die Kleidung und Mode in der mittelalterlichen Gesellschaft eingegangen. Im zweiten Teil werden die Reiseberichte auf die Fragestellung hin analysiert und die Ergebnisse miteinander verglichen.

Zusammenfassung (Englisch)

For Centuries the human body has been shaped in manifold ways according to time and place and, therefore, has often been considered to function as a cultural map. Thus, the outward appearance of a person is not only his/ her individual expression in society, but also sheds light on the culture he/she comes from. The physical appearance of the people was among the first things that travellers inevitably noticed when they made their way to foreign lands and cultures. The foreigners different looks caused various responses in the travellers minds, which allow insight into their own intrinsic ideas and expectations on physical beauty. The idea that the outward beauty of a person is a reflection of a morally good character dates back into ancient times. Although there has never been found any concrete evidence for such a connection, the assumption that a persons physical appearance is directly related to his/her character is still present today. The aim of this paper is to analyse the reports of three European long- distance travellers John of Pian de Carpine, William of Rubruck and Odoric of Pordenone regarding their perception of the physical appearance of the foreign people. What importance did they give to the outward looks of others in their reports? Were their descriptions objective or judgmental and opinionated? Did they draw conclusions from the foreigners outward appearance on their character? What do their accounts say about their own intrinsic ideas of physical beauty? The first part of this paper deals with some general aspects regarding the travel conditions in the middle ages as well as the contemporary theological-philosophical theories of beauty, which is followed by an attempt to identify a tangible ideal of male and female beauty of that time. Further, conventions of European medieval clothing and fashion will be outlined. The second part of this paper holds the analysis of the travel reports.

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