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Title
"Der Einfluss des Glaubens an einen freien Willen auf die verbale Gedächtnisleistung" / Nora Kurzmann
Additional Titles
The effect of a belief in free will on verbal performance
AuthorKurzmann, Nora
PublishedGraz, 2016
Description75 Blätter$$aDiagramme
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Annotation
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Willensfreiheit / Intelligenzleistung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-105439 Persistent Identifier (URN)
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"Der Einfluss des Glaubens an einen freien Willen auf die verbale Gedächtnisleistung" [1.95 mb]
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Abstract (German)

Zum Thema freier Wille gibt es einige interessante Erkenntnisse, wovon viele Studien die Wirkung des Glaubens an einen freien Willen auf das Sozialverhalten untersucht haben. Doch die Auswirkung dieses Glaubens auf menschliche Leistungen ist bis dato noch relativ unerforscht. Zwei Studien zum Einfluss des Glaubens an einen freien Willen auf das Lernen aus eigenen Erfahrungen von Stillman und Baumeister (2010), sowie auf Einstellungen zur Karriere und die Arbeitsleistung von Stillman, Baumeister, Vohs, Lambert, Fincham und Brewer (2010) erweckten das Interesse für die Auswirkung dieses Glaubens auf die menschliche Leistung, sowie eine Studie von Fischer, Sauer, Vogrinic und Weisweiler (2011), die belegte, dass bestimmte Gedankeninhalte die intellektuelle Leistung beeinflussen, die Frage für die vorliegende Untersuchung aufwarf, ob auch der Glaube an einen freien Willen die kognitive Leistungsfähigkeit des Menschen zu beeinflussen vermag.Um diese Frage empirisch zu untersuchen, wurde eine Fragebogenstudie mit 92 Personen durchgeführt. Es gab zwei Fragebogenversionen: eine induzierte den Glauben an einen freien Willen, die andere den Glauben an einen Determinismus. In Anlehnung an Studien ähnlichen Inhalts besteht die Annahme, dass Personen, die an einen freien Willen glauben, bessere kognitive Leistungen zeigen, sowohl tatsächlich erbrachte als auch gefühlte noch mögliche. Letztere wurden in Form des Auftretens von tip-of-the-tongue-Zuständen gemessen. Die Untersuchungsergebnisse bestätigen jedoch nur die erste Annahme. Der Glaube an einen freien Willen führte zu besseren tatsächlich erbrachten kognitiven Leistungen als der Glaube an einen Determinismus, nicht jedoch zu häufigeren tip-of-the-tongue-Zuständen. Allerdings zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Merkleistung und tip-of-the-tongue-Zuständen bei Personen, die an einen freien Willen glauben. Je höher die Merkleistung desto geringer die Anzahl der tip-of-the-tongue-Zustände und umgekehrt.

Abstract (English)

There are lots of interesting findings on the theme of belief in free will. Many studies have examined the effect of a belief in free will on social behavior but there are only very few which have examined its effect on human performance.There are two studies about the influence of a belief in free will on learning from ones experiences from Stillman and Baumeister (2010), and about the influence of this belief on attitudes towards ones career and on actual job performance from Stillman, Baumeister, Vohs, Lambert, Fincham und Brewer (2010), which awoke interest in the effect of a belief in free will on human performance. And another study from Fischer, Sauer, Vogrinic und Weisweiler (2011) which demonstrated that certain thoughts influence intellectual performance arose interest in the question if a belief in free will would have an inpact on cognitive performance too.To be able to answer this question it was empirically tested with a questionnaire. 92 people , 51 of them male and 41 of them female, were tested. There were two versions of the questionnaire: one induced the participants a belief in free will, the other one a belief in determinism.Based on studies of similar content the assumption is that people who believe in free will show better cognitive performance, both the actually provided one and the expected one that makes one feel that it will be possible soon. The latter was measured in terms of the occurrence of tip-of-the-tongue states.The results of the present study confirm only the first assumption. Belief in free will led to better actually provided cognitive performance than a belief in determinism, but not to more frequent tip-of-the-tongue states.However, there was a correlation between memory and the frequency of tip-of-the-tongue states for people who believe in free will. The higher the performance of the memory the lower the number of tip-of-the-tongue states and vice versa.

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