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Title
Die Verwendung von Terminologieprogrammen in der Dolmetschkabine : wertvolle Unterstützung oder zusätzliche Belastung? : eine Untersuchung mit Hilfe von Giles Effort-Modell / vorgelegt von Lucia Monti
Additional Titles
Use of electronic glossaries in the booth : a comparison between students in Geneva and Graz
AuthorMonti, Lucia
CensorStachl-Peier, Ursula
PublishedGraz, 2016
Description90 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, Diagramme
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Simultandolmetschen / Computerunterstützte Übersetzung / Wortschatz
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-105338 Persistent Identifier (URN)
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Die Verwendung von Terminologieprogrammen in der Dolmetschkabine [1.6 mb]
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Abstract (German)

In dieser Masterarbeit wird der Einsatz von Terminologieprogrammen beim Simultandolmetschen untersucht. Ausgehend von Daniel Giles Effort-Modell wurde hierbei vor allem darauf eingegangen, ob Studierende beim Simultandolmetschen vom Einsatz elektronischer Glossare Nutzen ziehen können oder ob diese als zusätzliche Quelle mentaler Beanspruchung eher zu einer Überlastung der kognitiven Ressourcen und somit einer Beeinträchtigung der Dolmetschleistung führen. Als Hypothese wird angenommen, dass der erfolgreiche Einsatz von elektronischen Glossaren in der Dolmetschkabine von der Vertrautheit der angehenden DolmetscherInnen mit Terminologieprogrammen abhängt. Zur Untersuchung dieser Fragen wurden zwei User-Tests durchgeführt, einer mit Dolmetschstudierenden an der Faculté xxx in Genf, die routinemäßig Terminologieprogramme in der Kabine verwendeten, und einer mit Dolmetschstudierenden am Institut für xxx in Graz, die zuvor noch keine Terminologieprogramme während des Einsatzes in der Kabine verwendet hatten. Bei beiden Tests war von den Studierenden ein fachspezifischer Vortrag zu dolmetschen; für die Studierenden war ein elektronischen Glossar mit den im Vortrag verwendete Fachtermini vorbereitet worden, das ihnen unmittelbar vor dem Test zur Verfügung gestellt wurde. In Genf wurden zwei verschiedene Terminologieprogramme verwendet. Das Programm, das sich als leichter handhabbar erwies, wurde für den User-Test in Graz eingesetzt. Die Qualität der Dolmetschungen wurden anschließend anhand verschiedener Kategorien bewertet; außerdem wurden die Studierenden mittels Fragebogen zur Benutzerfreundlichkeit der Terminologieprogramme befragt. Die Analyse der Resultate zeigt, dass bei den Genfer Studierenden die Verwendung der Terminologieprogramme keine negativen Auswirkungen auf ihre Leistung hatte. In Graz erwies sich die Suche im elektronischen Glossar für manche Studierende als zusätzliche Beanspruchungsquelle, die sich negativ auf die Dolmetschleistung auswirkte. Die Vertrautheit mit dem Einsatz von Terminologieprogrammen in der Kabine beeinflusste auch die Bewertung der Programme durch die Studierenden. Für den Dolmetschunterricht kann geschlossen werden, dass der Umgang mit Terminologieprogrammen entsprechend geübt werden muss, damit die Verwendung von elektronischen Glossaren Vorteile bringt und auch als effizientes Hilfsmittel wahrgenommen wird.

Abstract (English)

The present masters thesis explores the use of terminology software in the interpreting booth. Drawing on Daniel Giles “efforts model,” the study sought to ascertain whether digital glossaries can support interpreting students in the booth or whether these tools contribute, rather, to overloading the students attention, increasing the pressure on their cognitive resources and thus hindering rather than helping with the interpreting task. It was hypothesized that the successful use of digital glossaries in the interpreting booth depends on the interpreters level of familiarity with terminology software. Two user tests were carried out with a sample of students from the interpreting programs at the Faculté de traduction et dinterprétation (Geneva) and the Institut für Translationswissenschaft (Graz). While the Geneva students were used to handling terminology software in the booth, those at Graz had never used such a program while interpreting. In both tests, the students interpreted a technical speech. They were given a digital glossary, prepared specifically for them, that contained all of the technical terms used in the speech. Two different terminology programs were used in Geneva; in Graz, only the one found to be the easiest to operate was used. The quality of the students interpreting performance was evaluated against several criteria; students were also asked to assess the user-friendliness of the programs by means of a questionnaire. The analysis of the results shows that in Geneva, the use of terminology programs did not have any negative impact on the students performance. In Graz, however, the greater cognitive effort of handling digital glossaries did take a toll on some students' performance. Familiarity with the use of terminology software in the booth also had an influence on the students assessment of the program. In terms of teaching-related insights, the study shows that interpreting students should acquaint themselves with terminology programs through appropriate training if they are to benefit from digital glossaries and perceive these as a useful and efficient tool.