Titelaufnahme

Titel
Strafrechtliche Aspekte des Phänomens Sexting unter besonderer Berücksichtigung einvernehmlich hergestellter pornographischer Darstellungen und vertraulichem Dirtytalk / vorgelegt von Rosula Reboly
Weitere Titel
Criminal aspects of the phenomenon sexting with particular reference to pornographic depiction made by mutual agreement and confidential dirty talk
Verfasser/ VerfasserinReboly, Rosula
Begutachter / BegutachterinBergauer, Christian
ErschienenGraz, 2016
UmfangVIII, 103 Blätter, Blätter IX-XX : 1 Blatt Zusammenfassung
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Cybersex / Strafrecht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-105312 Persistent Identifier (URN)
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Strafrechtliche Aspekte des Phänomens Sexting unter besonderer Berücksichtigung einvernehmlich hergestellter pornographischer Darstellungen und vertraulichem Dirtytalk [1.22 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Sexting bezeichnet das einvernehmliche Versenden und Empfangen von Nacktfotos, pornographischen Darstellungen oder Textnachrichten sexuell anstößigen Inhalts. Das Praktizieren desselben geht jedoch mit einigen Gefahren einher. Vor dem StRÄG 2015 setzten sich auch Jugendliche einer strafrechtlichen Ahndung wegen der Selbstproduktion pornographischen Materials aus. Mit der unerlaubten Zugänglichmachung oder Veröffentlichung von diskret erhaltenem Material ist auch eine Strafbarkeit verbunden. Im einführenden Teil dieser Diplomarbeit werden die Erscheinungsformen des Sexting beschrieben. Dabei wird auf die Unterscheidung von primärem und sekundärem Sexting eingegangen. Es wird aufgezeigt, dass Sexting und Cybersex miteinander verwandte Erscheinungsformen von Intimkommunikation sind. Der Hauptteil der vorliegenden Arbeit befasst sich zunächst mit der Frage, weshalb sich der Gesetzgeber veranlasst sah, den Rechtsgüterkatalog des § 74 Abs 1 Z 5 aF StGB durch das StRÄG 2015 um den höchstpersönlichen Lebensbereich zu erweitern. Anschließend werden jene Delikte in Anbetracht des Phänomens behandelt, die bestimmte Erscheinungsformen des Sexting und Cybersex unter Strafe stellen (können). Weiters wird eine Subsumtion ausgewählter Fälle unter die behandelten Strafbestimmungen durchgeführt. Zu den einschlägigen Bestimmungen zählen unter anderem die §§ 105, 107c, 207a, 208, 208a StGB sowie § 51 DSG 2000 und § 2 PornG. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Delikt der Pornographischen Darstellungen Minderjähriger nach § 207a StGB und der Entscheidung OLG Innsbruck 16.01.2015, 6 Bs 309/14p, welche allerdings noch auf der Rechtslage vor dem StRÄG 2015 beruht. Anschließend werden die wesentlichen Änderungen im Zusammenhang mit Sexting, die § 207a StGB durch das StRÄG 2015 erfahren hat, eingehend erörtert.

Zusammenfassung (Englisch)

Sexting refers to the consensual sending and receiving of nude and pornographic pictures or text messages of sexually explicit content. The practices do however present some dangers. Young people were exposing themselves to criminal penalties in the self-production of pornographic material before the Law Amandment Act 2015. Plus, a criminal offense is mainly engaged in the unauthorized access or disclosure of material received discretely. In the introductory part of this thesis, the manifestations of sexting are described. It discusses the distinction between primary and secondary sexting. Furthermore, it is shown that sexting and cybersex are related manifestations of intimate communication with each other. In the main part of this work, the question is first discussed why the austrian legislation decided to expand the terms of § 74 Abs 1 Z 5 (old version) StGB to the personal rights in the course of the Law Amandment Act 2015. Then the main offenses are discussed with regard to the phenomenom, which (could) penalize special manifestations of Sexting. In addition to that, a subsumption of selected cases under the penal provisions is being made. These offenses include inter alia §§ 105, 107c, 207a, 208, 208a StGB, furthermore § 51 DSG 2000 and § 2 PornG. The main focus lies on § 207a StGB and the judgement OLG Innsbruck 16.01.2015, 6 Bs 309/14p, which bases on the old legal framework. Subsequently, the material changes § 207a StGB has underwent regarding Sexting with the Law Amandment Act 2015 are discussed.