Titelaufnahme

Titel
The trade-off between privacy and security in the age of surveillance / vorgelegt von Hristina Veljanova
Verfasser/ VerfasserinVeljanova, Hristina
Begutachter / BegutachterinStelzer, Harald
ErschienenGraz, 2016
Umfang128 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-105259 Persistent Identifier (URN)
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The trade-off between privacy and security in the age of surveillance [1.87 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Verfassen dieser Arbeit kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die Debatte über den umfassenden Einsatz von Überwachung ihren Höhepunkt erreicht zu haben scheint. Das schnelle und unaufhaltsame Tempo des technologischen Fortschritts sowie der verstärkte Einsatz von Überwachungstechnologien im Kampf gegen den Terrorismus und für die Verfolgung von Sicherheitsinteressen stellen ein großes Problem für die Befürworter der Privatsphäre dar. Die daraus resultierenden groben Verletzungen der Privatsphäre fordern eine kritische und umfassende Analyse der Privatsphäre-Sicherheit-Beziehung. In welcher Beziehung stehen die Privatsphäre und die Sicherheit als Menschenrechte zueinander und im Zusammenhang mit der Überwachung? Welches Recht ist unter welchen gegebenen Umständen als wichtiger einzustufen? Kann ein Gleichgewicht zwischen der Privatsphäre und der Sicherheit erreicht werden? Dies sind einige der Fragen, die den Privatsphäre-Sicherheitsdiskurs prägen und das Trade-Off-Modell umfassen. Diese Arbeit konzentriert sich auf das Modell selbst sowie auf seine vorherrschenden Argumente. Darüber hinaus werden im Rahmen des Modells einige bestehende ethische Herausforderungen, die aus dem Einsatz von Überwachung entstehen, berücksichtigt. Zudem wird auch das Trade-Off-Modell und die Tendenz der Sicherheit gegenüber der Privatsphäre eine höhere Priorität zuzuteilen aus der Perspektive der zwei ethischen Theorien Utilitarismus und Deontologie betrachtet, wobei aufgrund ihrer Schwächen sich die Idee ergibt, eine weitere dritte Theorie zu berücksichtigen, die den Mittelweg zwischen den beiden darstellt. Die Arbeit wird mit Referenz zur Verfahrens- und Verteilungsgerechtigkeit abgeschlossen und stellt im Rahmen dessen die Notwendigkeit heraus, die Fragen der (un)gerechten Verteilung von Nutzen und Schaden im Sinne der Überwachung sowie die (Un)Fairness der Verfahren bezüglich des Überwachungseinsatzes einzubeziehen. Denn diese sind Aspekte von entscheidender Relevanz für die gesamte Privatsphäre-Sicherheit Diskussion und damit ein Gegenstand der ethischen Analyse und Kritik.

Zusammenfassung (Englisch)

The writing of this thesis comes at a time when the debate on extensive surveillance deployment seems to have reached its peak. The fast and unstoppable pace of technological advancement as well as the increased use of surveillance technologies in the fight against terrorism and for pursuing security interests present a major problem for privacy proponents. The gross violations of privacy that come as a result thereof call for a more critical and profound analysis of the privacy-security relation. In what kind of relationship do privacy and security stand with one another as human rights and in the context of surveillance? Which one is considered to be more important and under what circumstances? Can a balance be achieved among the two of them? These are some of the questions that shape the privacy-security discourse and comprise the trade-off model. This thesis focuses on the model itself as well as on its prevailing arguments. Moreover, it suggests some existing ethical challenges that arise from surveillance deployment. The thesis also observes the trade-off model and the tendency of prioritizing security over privacy from the perspective of two ethical theories, utilitarianism and deontology, whereby due to their weaknesses it eventually arrives at the idea to reconsider another third theory which represents the middle way between these two. It concludes by referring to procedural and distributive justice and the need to deal with the issues of (un)fair distribution of benefits and harms of surveillance as well as the (un)fairness of the procedures regarding surveillance deployment, aspects which take an important place in the whole privacy-security discussion and are undoubtedly most prone to ethical analysis and criticism.