Titelaufnahme

Titel
Statistical Arbitrage : eine empirische Analyse der schwachen Markteffizienz am deutschsprachigen Aktienmarkt mittels der Pairs Trading Handelsstrategie / Steven L. Schönhoff
Weitere Titel
Statistical arbitrage - an empirical analysis of the weak-form market efficiency on the german-speaking equity market using the pairs trading strategy
Verfasser/ VerfasserinSchönhoff, Steven Lee
Begutachter / BegutachterinFischer, Edwin
ErschienenGraz, August 2016
Umfangix, 67 Blätter, x-xxix Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kreditmarkt / Arbitrage
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-105192 Persistent Identifier (URN)
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Statistical Arbitrage [1.8 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Sind die Finanzmärkte effizient? Diese Frage beschäftigt die Finanzwissenschaft seit Jahrzehnten, wobei noch keine klare Antwort gegeben werden konnte. Um die EMH Hypothese zu testen, greifen viele Wissenschaftler bisher auf Gleichgewichtsmodelle wie das CAPM zurück. Diese Modelle unterliegen jedoch dem Joint Hypothesis Problem: Die Effizienz kann nur im Rahmen des Modells überprüft werden; eine Übertragung auf die Realität ist dagegen schwierig. Eine andere Herangehensweise bietet die Analyse von modellunabhängigen, quantitativen Handelsstrategien, die Statistical Arbitrage Situationen versuchen auszunutzen, um das Problem gänzlich zu umgehen. Im Gegensatz zur herkömmlichen Arbitrage Situation liegt eine Statistical Arbitrage Situation bereits dann vor, wenn zwar Verluste möglich sind, das Gesamtportfolio dennoch eine positive, zu erwartende Rendite besitzt, wobei das Verlustrisiko im Zeitablauf (ver-)schwindet. Kann eine quantitative Handelsstrategie solch eine Situation hervorrufen, so widerspricht dies der schwächsten Effizienzform. Diesbezüglich analysierte diese Arbeit die risikoadjustierte Profitabilität der Pairs Trading Strategie. Ein Pairs Trader sucht dabei nach ähnlichen Aktien, die er relativ zueinander bewerten kann. Identifiziert er eine große, relative Falschbewertung eines Paares, so erstellt er ein selbstfinanzierendes Long/Short Portfolio bei dem er den relativen Verlierer kauft und den relativen Gewinner verkauft. Dieses Portfolio hält er bis die Aktien wieder zum langfristigen Gleichgewicht konvergieren. Unter der Verwendung der Distanzmethode nach Gatev et al. (1999) konnten dabei vor Transaktionskosten statistisch signifikante Überrenditen auf dem DACH-Aktienmarkt im Zeitraum von 1999 bis 2015 und im Vergleich zum 6m-Euribor festgestellt werden, was gegen die schwächste Effizienzform spricht. Nach Transaktionskosten erzielte die Strategie dagegen insgesamt Verluste und steht somit wieder im Einklang mit der EMH Hypothese.

Zusammenfassung (Englisch)

Are the financial markets efficient? This simple question has been debated in academia for decades, with no clear results so far. To test the EMH hypothesis many researchers rely on equilibrium asset pricing models such as the CAPM. However, these models are subject to the joint hypothesis problem as the model assumptions could possibly dilute the calculated results. An alternative, model-independent approach has increasingly become popular in the academic world. By analyzing historical prices and testing quantitative trading strategies which aim to exploit statistical arbitrage opportunities, a convenient way was found that avoids the joint hypothesis altogether.In contradiction to a conventional arbitrage opportunity, statistical arbitrage is less strict as it allows occasional losses. The only requirement is that the overall expected return of the portfolio still has to remain positive while the risk of a loss is declining and eventually converges to zero over time. If a trading strategy creates such excess returns over the long-run, this would challenge the weak-form market of the EMH hypothesis.This paper analyzed the risk-adjusted profitability of one of such strategies called pairs trading. A pairs trader tries to identify two similar stocks and values them relatively to each other in order to detect a relative mispricing. In such a case the trader enters into a self-financing long/short portfolio by buying the relative loser and selling the relative winner and holds this pair until it converges back to its long-term equilibrium.Using the distance method from Gatev et al. (1999) I focused on the german-speaking equities market and found statistically significant excess returns (compared to 6m Euribor) before considering the effect of transaction costs. After including transaction costs in the analysis, the pairs trading on the other hand experienced an overall loss which is consistent with the weak-form efficiency.