Titelaufnahme

Titel
Vitamin D und Demenz : ein Zusammenhang? / vorgelegt von Katharina Busch
Weitere Titel
Vitamin D and dementia : a connection?
Verfasser/ VerfasserinBusch, Katharina
Begutachter / BegutachterinSchrammel-Gorren, Astrid
ErschienenGraz, August 2016
UmfangV, 88 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-105105 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Vitamin D und Demenz [2.13 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In den letzten Jahrzehnten ist die durchschnittliche Lebenserwartung in den meisten Industrieländern durch enorme Fortschritte in der Medizin angestiegen. In diesem Zusammenhang sind Demenzerkrankungen wie Morbus Alzheimer zu einem steigenden Problem geworden. Nach wie vor kann diese neurodegenerative Erkrankung nicht geheilt werden und die bestehenden Therapien verlangsamen höchstens der Verlust der kognitiven Fähigkeiten. Daher ist es wichtig, neue Strategien zum Schutz vor Alzheimer zu finden und potentielle Risikofaktoren zu identifizieren. Vitamin D (Cholecalciferol) und sein aktiver Metabolit Calcitriol könnten solche Faktoren sein. Die Identifikation des Vitamin D-Rezeptors und des Schlüsselenzyms 1-alpha-Hydroxylase in verschiedenen Geweben, haben den Weg für das Verständnis der potentiellen Vorteile für die Pharmakotherapie geebnet. Diese Diplomarbeit liefert Hintergrundwissen über klinische Studien und die Pathologie der verschiedenen Demenzformen, sowie Chemie und Physiologie von Vitamin D. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Frage zu beantworten, ob es eine Assoziation zwischen niedrigen Vitamin D-Spiegeln und der Inzidenz von Demenzerkrankungen, insbesondere von Alzheimer gibt. Zusätzlich soll der potentielle Effekt von Vitamin D auf kognitive Fähigkeiten untersucht werden. Dazu werden verschiedene Studien, Metaanalysen und Reviews ausgewertet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass niedrige Vitamin D-Serumspiegel tatsächlich mit einem erhöhten Risiko für Alzheimer assoziiert sind. Entgegen der Erwartungen scheint Vitamin D keinen modulierenden Einfluss auf das Erinnerungsvermögen zu haben, verbessert allerdings exekutive Fähigkeiten. Dieser Effekt scheint auf Personen älter als 60 Jahre beschränkt zu sein. Zukünftig sind weitere Studien über längere Zeiträume und mit größeren Studienpopulationen, idealerweise in Form von Interventionsstudien, ebenso notwendig wie eine gezielte Erforschung der molekularen Effekte von Calciferolen im menschlichen Gehirn.

Zusammenfassung (Englisch)

Within the last decades, the average life expectancy of the population in most First World countries has increased due to enormous progression in medicine. In this context, Alzheimers disease and other forms of dementia have become an increasing problem. There is still no cure for this neurodegenerative disorder and with existing therapies, one can only hope to slow down the decline of cognitive function. Therefore, it is even more important to find new protective strategies and to identify potential risk factors for dementia. Vitamin D (cholecalciferole) and its active metabolite calcitriol might be one of those factors. Identification of the vitamin D receptor and knowledge about its co-expression with the key enzyme 1-alpha-hydroxylase in various tissues paved the way for the understanding of potential benefits in pharmacotherapy. This diploma thesis provides background information on clinical trials on one hand and the pathology of different forms of dementia as well as the chemistry and physiology of vitamin D on the other hand. The objective of this paper is to answer the question, if there exists an association between low vitamin D levels and incidence of dementia, especially Alzheimers disease and to identify potential effects of vitamin D on cognitive function by analyzing various trials, meta-analysis and systematic reviews. The results indicate that low serum vitamin D levels are indeed associated with higher risk of Alzheimers disease. Contrary to expectations, vitamin D seems to have no modulating effect on memory but improves executive functions. This effect is apparently limited to patients over 60 years of age. Further investigations within a longer time frame and bigger study populations, ideally designed as interventional studies, together with forced research of the molecular effects of Vitamin D and its active metabolite in the human brain are necessary to clarify this issue in greater detail.