Titelaufnahme

Titel
Franz Brentanos Bewusstseinsphilosophie : verschiedene Interpretationsweisen der Intentionalitätspassage aus Brentanos Psychologie vom empirischen Standpunkte / vorgelegt von Christiane Schreiber
Weitere Titel
Franz Brentanos philosophy of consciousness : various ways of interpreting the intentionality passage from Brentanos Psychologie vom empirischen Standpunkte
Verfasser/ VerfasserinSchreiber, Christiane
Begutachter / BegutachterinMarek, Johann
ErschienenGraz, 2016
Umfang104 Blätter : Zusammenfassungen (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Brentano, Franz <Psychologie vom empirischen Standpunkt> / Intentionalität
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-105002 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Franz Brentanos Bewusstseinsphilosophie [1.44 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Thema der vorliegenden Arbeit ist die bis heute viel diskutierte Intentionalitätspassage aus der Psychologie vom empirischen Standpunkte. Es werden die Interpretationen von Roderick Chisholm, Otis Kent, Mauro Antonelli und Carlo Ierna dargestellt, analysiert und miteinander verglichen. Dabei werden auch relevante Primärtexte Franz Brentanos einbezogen: Die Psychologie vom empirischen Standpunkte, die Deskriptive Psychologie, das Fragment ‚Das Seiende im Sinne des Wahren‘ und der Brief ‚Über das sogenannte immanente (intentionale) Objekt‘, den Brentano 1905 an Anton Marty schrieb. Im Fokus der Untersuchung steht das intentional inexistente Objekt. Dass Brentano den Ausdruck ‚Objekt‘ nicht im Sinne von ‚Außending‘ verwendet, verleitet Chisholm zu der Annahme, es handele sich um etwas im Geist Existierendes (das intentionale Korrelat). Diese Interpretationsweise wird von Kent und Antonelli zurückgewiesen. Laut ihnen bestimmt Brentano die psychischen Phänomene durch ihre Beziehung auf etwas als Objekt. Dies impliziert eine Unterscheidung zwischen der selbstbedeutenden und der mitbedeutenden Verwendungsweise des Ausdrucks ‚Objekt‘. Vor diesem Hintergrund zeigt sich die Zweideutigkeit der Frage nach dem intentionalen Objekt: Geht es darum, was man als Objekt hat; oder darum, was es heißt, etwas als Objekt zu haben? Diese Unterscheidung findet sich auch bei Ierna. Er geht davon aus, dass man das intentionale Korrelat als Objekt hat, indem man es abgesehen von seiner bewusstseinsimmanenten Existenz betrachtet. Antonelli wirft er vor, fälschlicherweise das existierende Außending als intentionales Objekt zu bestimmen. Dieser wiederum lehnt eine Identifikation des intentionalen Objekts mit dem Korrelat strikt ab. Die vorliegende Arbeit möchte zeigen, wie mittels der Unterscheidung zwischen dem Objekt im selbstbedeutenden und im mitbedeutenden Sinne zwischen diesen scheinbar unvereinbaren Positionen vermittelt werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

The topic of the present Masters thesis is the passage concerning intentionality from Psychologie vom empirischen Standpunkte, which is still greatly discussed to this day. It will present, analyse and compare the interpretations of Roderick Chisholm, Otis Kent, Mauro Antonelli and Carlo Ierna. Relevant primary texts written by Franz Brentano will also be incorporated: Psychologie vom empirischen Standpunkte, Deskriptive Psychologie, the fragment ‘Das Seiende im Sinne des Wahren and the letter ‘Über das sogenannte immanente (intentionale) Objekt, sent by Brentano to Anton Marty in 1905. The focus of this investigation shall be the intentionally inexistent object. The fact that Brentano does not use the expression ‘object in the sense of an ‘external thing, leads Chisholm to the assumption that it relates to something existing within the mind (the intentional correlate). This way of interpretation is rejected by Kent and Antonelli who posit that Brentano defines the mental phenomenon through its relationship to something as an object. This implies a difference between the autosemantic and synsemantic way of using the expression ‘object. With this in mind, it can be seen that the question pertaining to the intentional object is ambiguous: does it have to do with what somebody has as their object; or what it means to have something as an object? This differentiation also features in Iernas work whose standpoint is that one has the intentional correlate as their object through considering it independently of its existence within the mind. Ierna alleges that Antonelli incorrectly defines the existing ‘external thing as an intentional object. Antonelli, in turn, strictly rejects identifying the intentional object with the correlate. The present paper is aimed at arbitrating between these seemingly irreconcilable positions by means of differentiating between the object in an autosemantic and synsemantic sense.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 56 mal heruntergeladen.