Titelaufnahme

Titel
Sprachvarietäten in Übersetzung: ist priftošelj gleich Brieftasche? : eine Analyse des Übersetzens von Dialekt und Umgangssprache am Beispiel der deutschen Übersetzung von Lojze Kovačičs Prišleki / vorgelegt von Marjana Babšek, BA
Weitere Titel
Language varieties in translation: does priftošelj equal Brieftasche? : an analysis of the translation of dialect and colloquial language on the example of the German translation of Lojze Kovačič's Prišleki
Verfasser/ VerfasserinBabšek, Marjana
Begutachter / Begutachterinvan Lawick Brozio, Heike
ErschienenGraz, 2016
Umfang96 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kovačič, Lojze <Prišleki> / Übersetzung / Mundart / Umgangssprache / Deutsch
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-104972 Persistent Identifier (URN)
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Sprachvarietäten in Übersetzung: ist priftošelj gleich Brieftasche? [1.37 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Problematik des Übersetzens von Dialekt und Umgangssprache. Aus diesem Grund wurde eine Übersetzungsanalyse des zweiten Buches von Lojze Kovačičs Trilogie Prišleki und ihrer deutschen Übersetzung durchgeführt, mit dem Ziel unterschiedliche Strategien der Übersetzung sowie deren Auswirkung auf die Funktion der Sprachvarietäten festzustellen. Dabei wurden die Analysemodelle von Corrius und Zabalbeascoa sowie von Ramos Pinto verwendet. Zunächst wurde der Frage nach der Funktion von Dialekt und Umgangssprache in der Übersetzung nachgegangen. Außerdem wurde untersucht, welche Strategien beim Übersetzen dialektaler und umgangssprachlicher Elemente angewandt wurden und ob die Sprachvarietäten noch als solche im Zieltext erkennbar sind. Des Weiteren wurde ermittelt, ob der Zieltext durch Standardisierung beeinflusst wurde und welche Strategien zur Kompensation von Neutralisierungen angewandt wurden. Es wurde von der Hypothese ausgegangen, dass aufgrund der vorherrschenden Meinung über die Unübersetzbarkeit von dialektalen und umgangssprachlichen Elementen diese Wörter im Zieltext neutralisiert bzw. durch andere Stilmittel ersetzt wurden. Außerdem wurde angenommen, dass die gewählten Strategien den Lesefluss und die Verständlichkeit des Romans nicht beeinträchtigen, dass jedoch der von den Varietäten im Original erzielte Effekt im Zieltext verloren geht. Mit der Analyse konnte festgestellt werden, dass Dialekt und Umgangssprache ästhetische, mimetisch-referentielle und interkulturell-interlinguale Funktionen aufweisen. Diese blieben in der Übersetzung in den meisten Fällen unverändert. Als Übersetzungsstrategien wurden Substitution, Ergänzungen, Nicht-Übersetzen, die damit verbundene Exotisierung usw. sowie Standardisierung angewandt. Die Kompensation kam vor allem auf lexikalischer Ebene zur Anwendung. Die Verständlichkeit und der Lesefluss des Romans wurden durch die eingesetzten Strategien nur leicht beeinflusst.

Zusammenfassung (Englisch)

The present thesis deals with the problem of translating dialect and colloquial language. Therefore, an analysis of the second book of Lojze Kovačičs trilogy Prišleki and its German translation was carried out, with the aim of determining different translation strategies and their impact on the function of the language varieties. In order to do so, two analysis models were applied, one from Corrius and Zabalbeascoa and the second one from Ramos Pinto. A number of questions were asked, first of all about the functions of dialect and colloquial language in the translation, followed by the question about which strategies were used to translate dialectal and colloquial elements and if afterwards these language varieties were still identifiable as such in the target text. It was also investigated, whether or not the standardization had an impact on the target text and which strategies were used to compensate for the loss of a language variety. In the hypothesis it was assumed that dialectal and colloquial elements, because of the prevailing belief, that they cannot be translated, were neutralized in the target text or replaced with other stylistic elements. Furthermore, it was assumed that the chosen translation strategies didnt affect the reading flow nor the intelligibility of the novel, but that the effect, achieved in the original with the help of these varieties, is lost in the translated text. The analysis revealed that the dialect and the colloquial language have esthetic, mimetic-referential and intercultural-interlingual functions, which most of the time stay unchanged in the target text. It was also found that strategies such as substitution, addition, non-translation with exoticization and standardization were applied. Neutralized terms were mostly compensated on the lexical level. The applied strategies had only a slight effect on the reading flow and the intelligibility of the novel.