Bibliographic Metadata

Title
Ein Paradigma zur Veränderung der Integration des Kontextes bei der Bewertung von Gesichtsausdrücken von sozial ängstlichen Kindern mithilfe einer einmaligen Intervention unter Einbeziehung des Geschlechts / eingereicht von: Humpel Magdalena Maria
Additional Titles
A paradigm to change the context integration of social anxious children when evaluating facial expressions using a unique intervention including gender
AuthorHumpel, Magdalena
CensorSchienle, Anne
PublishedGraz, August 2016
Description104 Blätter : Illustrationen, Diagramme
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Annotation
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Kind <8-13 Jahre> / Sozialangst
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-104840 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
Files
Ein Paradigma zur Veränderung der Integration des Kontextes bei der Bewertung von Gesichtsausdrücken von sozial ängstlichen Kindern mithilfe einer einmaligen Intervention unter Einbeziehung des Geschlechts [2.21 mb]
Links
Reference
Classification
Abstract (German)

Die Soziale Angststörung wird meist im Kindes- und Jugendalter entwickelt und weist ohne Behandlung einen chronischen Verlauf auf (Keller, 2013). Da die Soziale Angststörung, unabhängig davon ob klinisch oder subklinisch, vor allem durch dysfunktionale Kognitionen aufrechterhalten wird, ist es naheliegend, dass diese durch die Veränderung dieser Aspekte reduziert werden kann. Einer dieser Aspekte ist die beeinträchtigte Integration des Kontextes in (für sozial Ängstliche bedrohlichen) sozialen Situationen. In der aktuellen Studie ging es darum, diesen Aspekt der Sozialen Angststörung mithilfe einer einmaligen Intervention zur Veränderung der Kontextintegration in sozialen Situationen zu beeinflussen. Zusätzlich wurde ein möglicher Transfer in alltägliche Situationen geprüft. 65 nicht klinische Jungen und 55 nicht klinische Mädchen (N=120; 64 niedrig ängstliche und 56 hoch ängstliche) im Alter von 8-13 Jahren wurden entweder in die Treatment- oder Wartegruppe eingeteilt. Um die Integration des Kontextes zu erheben, wurde ein Paradigma angewandt, bei dem insgesamt sechs Gesichtsausdrücke ohne Kontext dargeboten wurden und Ideen für das Zustandekommen dieser gefunden werden mussten. Zusätzlich wurde bei jedem Bild die Erwartungshaltung der Kinder erhoben. In der Mitte des Paradigmas erhielt die Treatmentgruppe eine Intervention, welche aus der Präsentation ähnlicher Gesichtsausdrücke zuerst ohne und danach mit Kontext sowie einem gemeinsamen Brainstorming, wodurch diese zustande gekommen sein könnten, bestand. Des Weiteren mussten die Kinder nach dem Paradigma einschätzen, wie sehr sie sich zwei soziale Herausforderungen zutrauten (gemessen mithilfe einer zehnstufigen Rangskala) und eine davon tatsächlich durchführen. Zusätzlich wurde das affektive Erleben der Kinder erhoben um mögliche Unterschiede zwischen den Bedingungen, sowie den Ausprägungen der Sozialangst zu identifizieren. Es konnte eine positive Wirkung der Intervention gefunden werden. Die Ideen der möglichen Ursachen der dargebotenen Gesichtsausdrücke, sowie die Erwartungshaltung veränderten sich nach der Intervention in eine positivere Richtung. Zusätzlich trauten sich sozial Ängstliche nach der Intervention in einer sozialen Situation mehr zu als Kinder ohne Intervention. In Bezug auf das Geschlecht konnten sehr differenzierte Unterschiede bezüglich der Wirkung der Intervention gefunden werden. Jungen hatten ein größeres Dominanzerleben als Mädchen. Allgemein kann gesagt werden, dass die durchgeführte Intervention eine gute Wirkungsweise zeigte und kognitive Aspekte der Sozialangst beeinflusste sowie direkt in alltägliche Situationen transferiert werden konnte.

Abstract (English)

Social anxiety mostly develops in childhood and adolescence and without treatment it shows a chronic course (Keller, 2013). Since especially dysfunctional cognitions maintain social anxiety it is obvious to consider that a change of these cognitive aspects could reduce social anxiety. One of these aspects is the impaired integration of context in social situations which are threatening for social anxious. The aim of the current study was to impact and reduce these cognitive aspects of social anxiety with a singular intervention. In addition a potential quick transfer of these changes into everyday life was tested. Since more girls than boys develop social anxiety possible sex differences were included. Altogether 120 children (64 low anxious and 56 high anxious) in the age of eight to 13 years were divided in either the treatment group or the waiting group. To test the context integration an existing but for the current study modified paradigm was applied. This paradigm consisted of six different facial expressions without any context. The children had to find possible reasons what could have caused the presented facial expressions. Also the expectation if the presented person felt bad was gathered. In the middle of the paradigm the treatment group got an intervention, which consisted of a presentation of similar facial expressions, first without and subsequent with context. Before the context appeared, the group brainstormed why the facial expression could have been emerged. After the paradigm social challenges were presented and the children had to bring them in a ranking based on the personal severity. Subsequent they had to estimate which challenge they would manage to perform now. Afterwards they actually had to accomplish the earlier indicated challenge. In addition the psychological well-being was measured six times to identify a possible difference between the groups and the grade of social anxiety especially before and after the challenge. A positive effect of the intervention was found. The valence of the ideas of the possible reasons of the facial expressions changed in a positive way after the intervention and so did the expectation. Additionally, after the intervention high social anxious children dared to accomplish a more difficult challenge than children without intervention. In respect of the sex, there were specified differences found in regard to possible effects of the intervention. Boys had a marked dominance in relation to girls. Taken together the applied intervention showed positive effects, the manipulated cognitions of social anxiety could be positively changed and this change could be transferred into everyday life.

Stats
The PDF-Document has been downloaded 57 times.