Titelaufnahme

Titel
Trennungskinder und ihre Väter : Situationsanalyse und Strategien der Bewältigung / vorgelegt von Verena Suschnig
Weitere Titel
Children of separation and their fathers : a situation analysis and coping strategies
Verfasser/ VerfasserinSuschnig, Verena
Begutachter / BegutachterinHopfner, Johanna
ErschienenGraz, 2016
Umfang228 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) + 1 CD-ROM
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Vater / Kind / Ehescheidung / Ehetrennung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-104701 Persistent Identifier (URN)
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Trennungskinder und ihre Väter [2.85 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit setzt sich mit der Vater-Kind-Beziehung nach einer Trennung bzw. Scheidung auseinander. Da die Kinder in den meisten Fällen bei der Mutter verbleiben, können Väter sie nicht mehr täglich sehen. Diese Veränderung hat sowohl auf Väter als auch auf deren Kinder große Auswirkungen, welche in dieser Arbeit aufzeigt werden. Das Ziel der empirischen Untersuchung ist es, herauszufinden, wie sich die Vater-Kind-Beziehung nach einer Trennung bzw. Scheidung gestaltet, mit welchen Problemen sich Kinder sowie Väter konfrontiert sehen und welche Strategien sie zur Bewältigung der Situation einsetzen. Mit Hilfe des leitfadengestützten Interviews wurden insgesamt drei Expertinnen vom Verein RAINBOWS und fünf Väter befragt. Als Auswertungsmethode dienten die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring und das computergestützte Programm MAXQDA von Udo Kuckartz. Die Ergebnisse der durchgeführten Interviews zeigen, der Kontakt einzelner Väter zu ihren Kindern gestaltet sich sehr unterschiedlich und wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Ausschlaggebend seien die von Vätern geschaffene Basis, deren Beruf sowie die Regelung der Obsorge. Aus Sicht der Väter liegen die Probleme in unpassenden Obsorge-Regelungen, haltlosen Anschuldigungen vor Gericht, dem Gefühl der Machtlosigkeit, unterschiedlichen Erziehungsstilen, finanziellen Sorgen, suizidalem Verhalten, elterlichen Konflikten sowie mangelnder Zeit mit den Kindern. Die Boykottierung des Besuchsrechtes, Entfremdung der Kinder und räumliche Distanz erleben Väter ebenfalls als hinderlich. Seitens der Kinder umfassen Probleme Verunsicherung, Verlustängste, Aggressionen, Zerrissenheit, Schlafstörungen, Unruhe, Müdigkeit, Kopf- und Bauchschmerzen, Durchfall sowie Ohren-schmerzen. Am meisten Entlastung bieten Vätern Familie, FreundInnen und professionelle Hilfe. Kinder greifen am häufigsten auf Eltern, lustige Aktivitäten mit FreundInnen und Großeltern zurück.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis deals with the father-child relationship after a separation or divorce. As in most cases, children stay with the mother, fathers do not get the opportunity to see them every day. This new situation has a great impact on fathers and their children, which will be shown in this thesis. The aim of the empirical study is to find out how the father-child relationship is arranged after a separation or divorce, what problems children and fathers are facing and which strategies they apply to cope with the situation. With the help of semi-structured interviews three experts from the association RAINBOWS and five fathers were interviewed. The qualitative content analysis from Mayring and the computerized program MAXQDA from Udo Kuckartz were used as analysis method. The results of the interviews show that the arrangement of contact of each father varies and is also influenced by many factors. Pivotal aspects are the emotional basis that fathers have already established with their children, their job and the arrangement of child custody. From the perspective of fathers, the problems lie in inappropriate arrangements of child custody, baseless allegations in court, the feeling of powerlessness, different parenting styles, financial problems, suicidal behavior, parental conflicts and a lack of time with their children. The boycott of visiting rights, alienation of children and physical distance are also considered problematic. Problems on the part of children include insecurity, fear of loss, aggressions, inner conflict, insomnia, restlessness, tiredness, headache, stomach ache, diarrhea and earache. Most relief is offered to fathers by their family, friends and professional help. Children rely mostly on parents, fun activities with friends and grandparents.