Titelaufnahme

Titel
Beeinflusst die Selbstwertbedrohung die kreative Leistung und das Selbstkonzept? : Wirkung negativen Feedbacks auf die weitere Bearbeitung eines Kreativitätstest und der Zuschreibung persönlichkeitsbezogener positiver und negativer Eigenschaften / Ines Wachschütz
Weitere Titel
Has self-threat an impact to creative performance and the self-concept?
Verfasser/ VerfasserinWachschuetz, Ines
Begutachter / BegutachterinAthenstaedt, Ursula
ErschienenGraz, 2016
Umfang93 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Narzisstische Kränkung / Kreativität / Selbstbild
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-104685 Persistent Identifier (URN)
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Beeinflusst die Selbstwertbedrohung die kreative Leistung und das Selbstkonzept? [0.8 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit dem Einfluss von Selbstwertbedrohung auf kreative Leistung und dem (kreativen) Selbstkonzept. Die durch die Selbstwertbedrohung ausgelösten Strategien zum Selbstschutz sollten zu einer verringerten kognitiven Zugänglichkeit bezüglich negativer selbstbezogener Informationen führen. Dies wird auf einen Fehler in der Informationsverarbeitung zurückgeführt und wird mnemic neglect genannt. Mit der Selbstwertbedrohung sollte auch der State Selbstwert und mit diesem die Stimmung sinken. Diese genannten Folgen sollten im Weiteren zu einer geringeren kreativen Leistung führen. 93 TeilnehmerInnen erhielten nach einem Kreativitätstest entweder negatives, positives oder gar kein Feedback. Danach wurde den Personen ein weiterer Kreativitätstest vorgesetzt und Selbstbeurteilungen hinsichtlich positiver und negativer Kreativitäts- bzw. Persönlichkeitseigenschaften erhoben. Die Reaktionszeiten auf die Zustimmungen und Ablehnungen wurden miterfasst. Die Ergebnisse zeigten, dass die Selbstwertbedrohung keinen signifikanten Einfluss auf den State Selbstwert, die kreative Leistung und die Stimmung hatte. Es konnte bestätigt werden, dass Personen auf positive Eigenschaften schneller reagierten als auf negative. Vor allem nach einem positiven Feedback wurde tendenziell schneller auf positive Kreativitätseigenschaften reagiert als in den beiden anderen Feedbackbedingungen. Letztendlich konnten zwei Moderationen nachgewiesen werden: Personen mit niedrigem Trait Selbstwert reagierten nach einer Selbstwertbedrohung langsamer auf positive Persönlichkeitsattribute als Personen mit hohem Trait Selbstwert. Personen mit einer niedrigen Trait Kreativität schrieben sich nach einer Selbstwertbedrohung weniger positive Kreativitätseigenschaften als Personen mit hoher Trait Kreativität. Diese Ergebnisse sprechen dafür, dass sowohl Trait Kreativität als auch Trait Selbstwert die Wirkung des Feedbacks moderieren.

Zusammenfassung (Englisch)

The present study investigated the influence of self-threat on creativity on the one hand and the (creative) self-concept on the other hand. Self-threat leads to self-protection-strategies, which are linked to a decreased cognitive accessibility when dealing with negative self-related information. The decreased accessibility is traced back to an error in information processing called mnemic neglect. Self-threat was supposed to lead to a decreased self-esteem and also to a negative mood, which should further influence the creative performance negatively. After finishing a creativity test 93 participants received either a self-threatening feedback, a self-enhancing feedback, or no feedback to their performance at all. Following the threat manipulation participants performed another creativity test and a list of self-related attributes (creativity and personality items) in terms of how typical the personality traits are for themselves. For the latter task the reaction times were additionally recorded. The results of the study showed, that self-threat had no significant impact on self-esteem, creativity performance and mood. The results acknowledged that people reacted faster to positive items than to negative ones. Mainly after receiving a positive feedback the reaction time to positive creativity items was by trend faster than in the other two feedback conditions. Finally two moderations were detected: After self-threat participants with low trait self-esteem showed slower reaction times on positive personality items than did persons with high trait self-esteem. Also after self-threat people with low trait creativity referred themselve less positive creativity items than did people with high trait creativity. These results lead to the assumption that both trait self-esteem and trait creativity moderate the outcome of feedback.

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