Titelaufnahme

Titel
Die Geschichte der jüdischen Gemeinden in Belgrad und Zemun im Zeitraum 1878 bis 1912 / vorgelegt von B.A. Silja Trimbuch
Weitere Titel
The history of the jewish communities in Belgrade and Zemun between 1878 and 1912
Verfasser/ VerfasserinTrimbuch, Silja
Begutachter / BegutachterinHermanik, Klaus-Jürgen
ErschienenGraz, 2016
Umfang129 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Belgrad / Zemun / Jüdische Gemeinde / Geschichte 1878-1912
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-104438 Persistent Identifier (URN)
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Die Geschichte der jüdischen Gemeinden in Belgrad und Zemun im Zeitraum 1878 bis 1912 [1.13 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Masterarbeit befasst sich mit den Veränderungsprozessen im alltäglichen Leben der Jüdinnen und Juden in Belgrad und Zemun im Zeitraum 1878 bis 1912. Sie beginnt mit einem Überblick über die Geschichte der jüdischen Gemeinden Belgrads im Osmanischen Reich und stellt das jüdische Viertel in der Mahala Jalija vor. Anschließend wird auf den rechtlichen und sozialen Status der jüdischen Gemeinden in Belgrad und Zemun eingegangen, auf deren Basis die Organisation und die Struktur der jüdischen Gemeinden, insbesondere die Satzungen der sephardischen Gemeinden und die wirtschaftliche Lage der jüdischen Gemeinschaft, analysiert werden. Dabei behandelt die Arbeit das kulturelle, gesellschaftliche und berufliche Leben der Jüdinnen und Juden, wobei die Vereine, die Synagogen, die Friedhöfe und die Berufsfelder besondere Beachtung finden. Außerdem werden wichtige jüdische Persönlichkeiten aus beiden Städten vorgestellt wie etwa Geca Kon, Leon Koen, Hajim Davičo, die Familie Amar, Avram Ozerović, Regina Jeliševa oder Aladar Polak. Ein weiterer Fokus der Arbeit liegt auf Veränderungen im alltäglichen Leben der jüdischen Frauen. Dabei werden die Belgrader Frauenvereine vorgestellt und Zeugnisse für eine mögliche Emanzipation der jüdischen Frauen geprüft. Hiernach folgen eine Vorstellung des jüdischen Schulsystems sowie der jüdischen Schulen in Belgrad und Zemun. Dabei findet die Zemuner jüdische Schule eine besondere Beachtung. Abschließend wird die nationale Einordnung der jüdischen Gemeinden sowie die zionistische Bewegung in Zemun und Belgrad behandelt. Diese Arbeit vergleicht vor allem das kulturelle, politische und soziale Leben der beiden jüdischen Gemeinden und geht dabei auch auf das ambivalente Verhältnis der Jüdinnen und Juden zur serbischen Mehrheitsgesellschaft ein, wobei unter anderem der Mythos einer immerwährenden tiefen Freundschaft zwischen Serben und Juden hinterfragt wird.

Zusammenfassung (Englisch)

This masters thesis explores the changes in the daily lives of Jews in Belgrade and Zemun between 1878 and 1912. It begins with an historical overview of the Jewish community in Belgrade during Ottoman rule, giving an introduction to the Belgrade Jewish neighborhood of Mahala Jalija. Subsequently, the legal and social status of the Jewish communities in Belgrade and Zemun, which in turn created a framework for the organization and structure of the Jewish communities (like the constitution of the Sephardic communities), and the economic situation of the Jewish society, will be analyzed. This work also deals with the cultural, social and professional life of the Jews, therefore special attention will be paid to cultural societies, synagogues, cemeteries and areas of employment. One of the aims of this work is to preserve the memory of these prominent figures of Jewish life. Thus, important Jewish persons from both cities, such as Geca Kon, the Koen family, Hajim Davičo, the Amar family, Avram Ozerović, Regina Jeliševa or Aladar Polak will be reviewed. Another focus of this work is the changes in the daily lives of Jewish women. Jewish womens societies from Belgrade will be discussed and references to their level of emancipation will be proven. Hereafter the Jewish educational system will be discussed and Jewish schools in Belgrade and Zemun reviewed. The Zemun Jewish school will be paid special attention. At the end, the national classification of the Jewish communities and Zionist movement in Zemun and Belgrade will be processed. This work compares especially the cultural, political and social life of the two Jewish communities, whilst simultaneously studying the ambivalent relationship of the Jews with the Serb society, questioning the myth of the everlasting deep friendship between Jews and Serbs.

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