Titelaufnahme

Titel
Die Klagslegitimation von kollektiven Gruppen bei Ehrverletzungen nach § 1330 ABGB / von Sandra Grasser
Weitere Titel
The legitimate Claim of Collective Groups in Case of Violation of Honor under Section 1330 of the Austrian Civil Code
Verfasser/ VerfasserinGrasser, Sandra
Begutachter / BegutachterinKissich, Susanne
ErschienenGraz, 2016
UmfangV, 54 Blätter : 1 Blatt Zusammenfassung
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Ehrverletzung / Klage
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-104420 Persistent Identifier (URN)
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Die Klagslegitimation von kollektiven Gruppen bei Ehrverletzungen nach § 1330 ABGB [0.5 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wenn eine Person eine ehrenverletzende oder rufschädigende Äußerung gegen eine andere Person richtet, dann ist die betroffene Person berechtigt, eine Klage nach § 1330 ABGB zu erheben. Ein Problem ergibt sich dann, wenn sich die ehrenverletzende oder rufschädigende Äußerung gegen ein Kollektiv richtet. Es stellt sich somit die Frage, ob die Klagslegitimation bei ehrenrührigen oder kreditschädigenden Äußerungen, die gegen ein Kollektiv gerichtet sind, bejaht werden kann. Die nachfolgende wissenschaftliche Arbeit behandelt genau diese Problematik. Um die Thematik der Arbeit zu verstehen, wird zunächst ein Überblick über den Tatbestand des § 1330 ABGB gegeben. Dazu werden die einzelnen Tatbestandsmerkmale des § 1330 Abs 1 und Abs 2 ABGB erläutert. Das darauffolgende Kapitel gewährt einen Einblick über die Klagslegitimation im Zivilprozess und geht dabei auch auf die Eigenschaften ein, die eine Person aufweisen muss, um einen Prozess wirksam führen zu können. Im Hauptteil befasst sich diese Arbeit mit der Klagslegitimation von kollektiven Gruppen. Es wird zunächst erklärt, was man unter einer Kollektivbeleidigung versteht. Anschließend werden die Kriterien erläutert, die vorliegen müssen, um eine Klage nach § 1330 ABGB erheben zu können, wenn sich eine ehrenverletzende oder rufschädigende Äußerung gegen ein Kollektiv richtet. Anhand von Beispielen aus der Rechtsprechungen werden diese Kriterien auch veranschaulicht. Sodann wird eine Entscheidung analysiert, zu der es unterschiedliche Rechtsauffassungen des OGH, BVerfG und EGMR gibt. Abschließend werden die wichtigsten Ergebnisse dieser Arbeit in Form eines Thesenkataloges präsentiert.

Zusammenfassung (Englisch)

If a person says something defamatory or libelous to another person, the person who is concerned is entitled to bring an action according to § 1330 ABGB. A problem arises if the defamatory or libelous statement addresses a whole group. In this case the question will be if there is any right of action for the concerned person. The following scientific work deals exactly with this problem. To understand the subject matter of the work, an overview of the elements of § 1330 ABGB is given first. For this case the individual constituent elements of § 1330 article 1 and article 2 ABGB will be explained. The following chapter provides an insight on legitimate plaintiff in civil actions and also deals with the characteristics a person must have to effectively conduct a lawsuit. The main part of the following work deals with the legitimate plaintiff of collective groups. First, it is explained what is meant by collective insult. In the following chapters the criteria that must be present in order to bring an action according to § 1330 ABGB are described when a defamatory or libelous statement addresses a group. Using examples from the jurisdictions these criteria are additionally illustrated. Subsequently, a decision with different legal opinions of OGH, BVerfG and EGMR is analyzed. At the end the most important results of this work are presented in a list of thesis.