Titelaufnahme

Titel
Grundfragen der collatio bonorum im römischen Recht / eingereicht von Heidrun F. Tyler
Weitere Titel
Basic questions of collatio bonorum in Roman law
Verfasser/ VerfasserinTyler, Heidrun Friederike
Begutachter / BegutachterinPennitz, Martin
ErschienenGraz, 13.06.2016
UmfangIX, 66 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
SpracheDeutsch ; Latein
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Erbfolge / Römisches Recht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-104237 Persistent Identifier (URN)
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Grundfragen der collatio bonorum im römischen Recht [0.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Thema der vorliegenden Diplomarbeit ist die im älteren römischen Recht begründete collatio bonorum. Dieses vom Prätor geschaffene erbrechtliche Rechtsinstitut, das die Ausgleichung von Vermögenswerten unter Miterben beabsichtigt, wird in nachklassischer Zeit weiterentwickelt und findet auch im heutigen ABGB Anwendung. Das ius civile korrigierend, wurden die emanzipierten Hauskinder vom Prätor unter der Voraussetzung zur Erbfolge zugelassen, dass sie ihre bona den in der väterlichen Gewalt gebliebenen sui in die Erbmasse einwerfen. Denn nur so konnte eine Gleichbehandlung aller Miterben erreicht werden. Während in der klassischen Zeit die Voraussetzung der collatio war, dass sowohl der suus als auch der emancipatus dieselbe bonorum possessio beantragt hatten, konnte die Kollation später auch ausgelöst werden, wenn beide in einem anderen ordo sukzedierten oder die bonorum possessio vom suus nicht erbeten wurde. Das bedingungslose conferre in medium, welches das Edikt vorsah, wurde von den römischen Juristen in weiterer Folge dahingehend beschränkt, dass die emancipati nur einwerfen mussten, wenn den sui durch deren Konkurrenz eine iniuria zugefügt wurde. Eine ausführliche Erörterung ist der Thematik gewidmet, welche Vermögenswerte zu den kollationspflichtigen bona des emancipatus gehören, wobei verschiedene Fallkonstellationen zu differenzierten Ergebnissen führen. Heftig umstrittene Themen sind die Verteilung des der collatio unterliegenden Vermögens und die cautio collationis. Während sich über den Teilungsmaßstab der heutigen herrschenden Lehre zufolge eine allgemein anerkannte juristische Meinung herausgebildet hat, ist noch nicht abschließend geklärt, ob die cautio collationis eine Vorbedingung oder eine Folge der Erteilung der bonorum possessio war. Am Schluss der Arbeit wird der Frage nachgegangen, ob die collatio emancipatorum durch Justinians Novellen 115 und 118 aufgehoben wurde und in der Deszendentenkollation ihr Ende fand.

Zusammenfassung (Englisch)

Topic of the present thesis is the founded in ancient Roman law collatio bonorum. This created by Praetor inheritance law institution which intends to equalization of assets under joint heirs will be further developed in the post-classical period and also finds application in today ABGB.The ius civile corrective the emancipated children were approved by the Praetor provided for succession to the left in the paternal power suis interject their bona in the gene pool. Only then the equal treatment of all co-heirs could be achieved. While in the classical period the condition of collatio was that both suus and emancipatus had sought the same bonorum possessio, the collation was also initiated later when both inherited in another ordo or bonorum possessio was not applied from suus. The unconditional conferre in medium, which provided the edict, was limited to the effect of the Roman jurists subsequently that emancipati had only confer if the suus was inflicted by their competitors a iniuria. A detailed discussion is the subject dedicated to which assets belong to the bona of emancipatus using various case constellations lead to differentiated results. Very controversial issues are the distribution of assets to be converted and the cautio collationis. While has evolved over the pitch scale of today's prevailing doctrine according to a generally accepted legal opinion, has not yet been definitively clarified whether the cautio collationis was a precondition or a consequence of the granting of bonorum possessio. At the end of the work the question will be whether the collatio emancipatorum was repealed by Justinian amendments 115 and 118 and came to an end in collatio descendentium or not.