Titelaufnahme

Titel
"... zu erzählen von dem, was ich am tiefsten geliebt habe" : Lou Andreas-Salomés Russlandbild im Vergleich zum Bild Russlands in historischen Quellen : eine imagologische Untersuchung / vorgelegt von Angelika Maria Sitzwohl
Weitere Titel
"... to tell about what I loved the most" : Lou Andreas-Salomé's image of Russia in comparison to historical sources : an imagological investigation
Verfasser/ VerfasserinSitzwohl, Angelika Maria
Begutachter / BegutachterinSpreitzer, Brigitte
ErschienenGraz, 2016
Umfang122 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Andreas-Salomé, Lou / Russlandbild
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-103982 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
"... zu erzählen von dem, was ich am tiefsten geliebt habe" [1.87 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die russische Heimat der Schriftstellerin, Philosophin und Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomé (18611937) findet sowohl als Schauplatz für Romanhandlungen als auch als Thema in ihren autobiografischen Schriften Eingang in ihre Werke. Beispielhaft dafür befasst sich diese Masterarbeit mit der Frage, inwieweit die um 1900 in Westeuropa, insbesondere in Deutschland, existierenden Russlandbilder das Reisetagebuch "Russland mit Rainer" (verfasst während der Russlandreise 1900 und aufgrund seiner Form als autobiografischer Text anzusehen) und den Roman "Ródinka" (verfasst unmittelbar nach der Reise, veröffentlicht 1923) beeinflusst haben. Die vergleichende Analyse untersucht einerseits die Unterschiede zwischen dem Russlandbild in ausgewählten historischen Quellen und Andreas-Salomés Russlandbild und behandelt andererseits die Frage, ob sich die Darstellung Russlands im Roman von derjenigen im Tagebuch unterscheidet. Für die Analyse wird auf den Ansatz der komparatistischen Imagologie zurückgegriffen. Diese Teildisziplin, um 1900 erstmals erwähnt und ab den 1950er-Jahren weiterentwickelt, befasst sich mit der Erforschung von Bildern des Fremden in der Literatur. Es ist zu vermuten, dass die bestehenden Bilder Andreas-Salomés Werke beeinflusst haben, und zwar das Tagebuch stärker, da der Roman als literarischer Text der Verfremdung unterliegt, was die Analyse bestätigt. Die wichtigsten um 1900 existierenden Bilder werden sowohl im Tagebuch als auch im Roman angesprochen. Das Tagebuch ist stärker durch die bekannten Bilder geprägt. Viele erfahren jedoch eine positive Umdeutung ihres ursprünglich negativen Inhalts. Insbesondere im Roman versucht Andreas-Salomé, eine Vielzahl an Bildern nicht nur positiv, sondern auch aus unterschiedlichen Perspektiven durch verschiedene Figuren darzustellen.

Zusammenfassung (Englisch)

Russia, home country of the writer, philosopher and psychoanalyst Lou Andreas-Salomé (18611937), not only is the setting for the plot of her novels but also subject in her autobiographical writings. In order to depict these two areas, this master thesis investigates how the existing images of Russia in about 1900 in Western Europe, especially in Germany, influenced the travel diary "Russia with Rainer" (was written during the journey to Russia in 1900 and can be viewed as autobiographical text due to its form) and the novel "Ródinka" (written shortly after the journey and published in 1923). The comparing analysis examines the differences of the image of Russia in selected historical sources and Andreas-Salomés image of Russia and deals with the question whether the description of Russia in the novel differs from the autobiographical travel report. The approach of the comparative imagology is used for the analysis. This sub-discipline of comparative literature which has been mentioned for the first time around 1900 and which has been further developed in the 1950ies deals with the investigation of images of the foreign in literature. It can be assumed that the existing images are part of Andreas-Salomés novels. They have more influence in the diary because the novel as literary text is subject to alienation which has been confirmed in the analysis. All important existing images around 1900 are treated in the diary as in the novel but in modified form. The diary is more influenced by familiar images. Nevertheless, many of them experience a positive reinterpretation of their originally negative content. Especially in the novel Andreas-Salomé tries to depict a multitude of vivid imaginations not only in a positive way but also with different figures which alternately take their perspective.