Titelaufnahme

Titel
Eine qualitative Studie zur Einstellung von Ortsansässigen zu AsylwerberInnen / Sina Kathrin Winkler
Weitere Titel
A qualitative study of locals attitudes toward asylum-seekers
Verfasser/ VerfasserinWinkler, Sina Kathrin
Begutachter / BegutachterinTanzer, Norbert
ErschienenGraz, Juli 2016
Umfang57 Blätter : Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Ländlicher Raum / Asylbewerber / Einstellung / Einheimischer
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-103831 Persistent Identifier (URN)
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Eine qualitative Studie zur Einstellung von Ortsansässigen zu AsylwerberInnen [0.82 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen der Migrationsforschung wird der Fokus häufig auf die Erfahrungen, Bedürfnisse und Probleme der Zuwanderer gelegt. Allerdings steht auch die Aufnahmegesellschaft vor Herausforderungen, wenn es um die Aufnahme und Eingliederung von MigrantInnen geht. Besonders im ländlichen Raum hat dies oft Auswirkungen auf die Einstellung der AnwohnerInnen gegenüber MigrantInnen. Daher sollte die vorliegende Studie klären, welche Einstellung bei AnwohnerInnen des ländlichen Raums gegenüber AsylwerberInnen vorherrscht und welche Schwierigkeiten in diesem Zusammenhang auftreten können, sowie die Ursachen die etwaigen Schwierigkeiten zugrunde liegen. Anhand des Beispiels einer Marktgemeinde in der Steiermark sollten die Forschungsfragen mittels qualitativer Analysemethoden, im Speziellen mit Hilfe der „Grounded Theory“, beantwortet werden. Dazu wurden 14 leitfadengestützte Interviews mit AnwohnerInnen der ausgewählten Gemeinde geführt und ausgewertet. Aus den Ergebnissen geht unter anderem hervor, dass bei den Befragten teilweise eine Tendenz zu einer ablehnenden Einstellung den AsylwerberInnen gegenüber besteht, die von Desinteresse, geringer Initiative der Einheimischen sowie einem Gefühl von Ungerechtigkeit in Bezug auf die AsylwerberInnen gekennzeichnet ist. Zudem wird die Integration der Zuwanderer als kaum bis gar nicht vorhanden empfunden und die Zuwanderungsgröße hierbei als hinderlicher Faktor gesehen. Des Weiteren besteht von der Mehrheit der Befragten eine Erwartungshaltung den AsylwerberInnen gegenüber, was den Spracherwerb, die Handlungsbereitschaft seitens der AsylwerberInnen und die Anpassung an den Lebensstil der Aufnahmegesellschaft angeht.

Zusammenfassung (Englisch)

Research in the field of immigration often focuses on the immigrants perspective. However, when it comes to integration of immigrants the receiving society faces challenges, too. Especially in the rural area, this impacts the locals attitudes towards immigrants. The current study examined the attitudes of locals towards immigrants on the basis of a small community in Styria. 14 interviews were held and have been analyzed with qualitative methods, specifically with “Grounded Theory”. The results revealed that there is a tendency towards negative attitudes against the immigrants living in the community. The interviewed persons showed characteristics like lack of interest for the immigrants, low initiative for integration and the feeling of inequity compared to their foreign peers. Accordingly, the locals shared the impression that integration was practically nonexistent and that the high number of immigrants contributed the most to this deficit. Furthermore, most of the interviewed individuals expressed expectations towards the immigrants with regards to improving their language skills, willingness to take action and adaption of the local lifestyle.