Titelaufnahme

Titel
Analyse des digitalen Patienten : eine quantitative Erhebung zum Rechercheverhalten von Patient_innen Grazer Allgemeinmediziner_innen / Gerlinde Janschitz
Weitere Titel
Analysis of the e-patient : a quantitative study about the online research behaviour of patients of Grazer general practitioners
Verfasser/ VerfasserinJanschitz, Gerlinde
Begutachter / BegutachterinMuckenhuber, Johanna
ErschienenGraz, Juli 2016
Umfang142 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Krankheit / Recherche / Internet
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-103743 Persistent Identifier (URN)
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Analyse des digitalen Patienten [1.99 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit geht es um die Analyse des digitalen Patienten. Dem Umstand, dass immer mehr Personen im Internet zu Themen der Krankheit recherchieren, wird im deutschsprachigen Forschungsraum erst seit wenigen Jahren Rechnung getragen. Obwohl es sich beim digitalen Patienten um ein hochaktuelles Thema handelt, ist dieser in Österreich noch weitestgehend unerforscht. Deshalb sollen die Motive für bzw. gegen Internetrecherchen zu gesundheitlichen Beschwerden oder einer Erkrankung in Erfahrung gebracht werden, das Rechercheverhalten von Patient_innen näher beleuchtet werden sowie ausgewählte Aspekte des Arzt-Patienten-Verhältnisses mithilfe standardisierter Patientenbefragungen untersucht werden. Es konnte festgestellt werden, dass patientenseitige Internetrecherchen zu gesundheitlichen Beschwerden ein weitverbreitetes Phänomen unter Patient_innen darstellen, wobei sich Recherchierende und Nicht-Recherchierende im Hinblick auf bestimmte Merkmale unterscheiden. Soziodemografisch gesehen ist die Gruppe der im Internet recherchierenden Personen jünger und höher gebildet als die Gruppe der Nicht-Recherchierenden. Zudem erhöhen eine vergleichsweise längere bisherige Interneterfahrung und eine höhere Bewertung der Vertrauenswürdigkeit von Onlineinformationen die Wahrscheinlichkeit der Durchführung einer Internetrecherche. Dabei dient die Recherche vorwiegend dem besseren Verständnis von eigenen Beschwerden, aber auch die Beschaffung von Informationen über Medikamente via Internet wurde von den Befragten häufig genannt. Im Zuge dieser Recherchen werden insbesondere allgemeine Suchmaschinen verwendet, aber auch Gesundheitsportale und Wikipedia sind beliebte Suchmethoden. Überraschend ist der Befund, dass patientenseitige Internetrecherchen sowohl von Ärzt_innen als auch von Patient_innen in Arzt-Patienten-Gesprächen größtenteils nicht angesprochen werden. Hier besteht demnach weiterer Forschungsbedarf.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis addresses the e-patient. The fact that more and more people do research on topics of disease and health on the Internet and the impact of this process on the doctor-patient relationship have become a relevant area of research only in recent years. Especially in German-speaking countries few research has been done on this subject. Although the e-patient is a current issue, it is still largely unexplored in Austria. Therefore, the presented master thesis explores the e-patient in Austria focusing on reasons why people use or do not use the Internet for doing research on health issues, the search behaviour of patients and selected aspects of the doctor-patient relationship using standardized patient surveys. Overall online research on health complaints is a widespread phenomenon among patients, whereby people who conduct such researches differ from people who avoid researching online. Regarding socio-demographic criteria especially younger and higher educated people use the Internet to do research on topics of disease. In addition, a relatively long previous Internet experience and strong confidence in information provided online increase the possibility to conduct online researches. Personal health complaints are the main reason for researching online, but also research on information about medication is quite common among patients. The most used search strategies are health portals, Wikipedia and search engines like Google. Furthermore it could be shown that online research on health complaints is for the most part no issue in doctor-patient conversations as neither patients nor doctors address it. This finding is surprising regarding the current relevance of the topic. Therefore, further research should be done in this field.

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