Titelaufnahme

Titel
„Besuch & Buch” : soziale Bibliotheksarbeit der Grazer Stadtbibliothek für alte Menschen mit Hilfe freiwilliger BücherbotInnen / Petra Burkert
Weitere Titel
„Besuch & Buch” : Graz public library and its home library service for senior and homebound citizens
Verfasser/ VerfasserinBurkert, Petra
Begutachter / BegutachterinSimon, Gertrud
ErschienenGraz, März 2016
Umfang99 Blätter : 1 CD-ROM ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-103571 Persistent Identifier (URN)
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„Besuch & Buch” [1.15 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Herbst 2013 hat die Stadtbibliothek Graz ein Projekt gestartet, das in Österreich zurzeit einzigartig ist: freiwillig engagierte BücherbotInnen besuchen alte und mobilitätseingeschränkte Menschen in ihrem Wohnumfeld. Sie bringen Bücher aus der Bibliothek und Zeit für Gespräche mit und lesen auf Wunsch auch vor. Vorbild sind "Die Medienboten", ein sozio-kulturelles Projekt der Bücherhallen Hamburg. Diese Arbeit hinterfragt die drei Zielsetzungen von "Besuch&Buch": 1. eine bessere soziale und 2. kulturelle Teilhabe alter Menschen und 3. die Stärkung des freiwilligen Engagements im Hinblick auf den demographischen Wandel. Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, ob "Besuch & Buch" als Erfolgskonzept für soziale Bibliotheks-arbeit anzusehen ist und somit Beispielwirkung für andere öffentliche Bibliotheken in Österreich haben könnte.15 leitfadengestützte Interviews mit BücherbotInnen und zwei Expertinnen-Interviews mit den Projektleiterinnen von „Besuch&Buch" ergaben, dass die Forschungsfragen aus Sicht der sozialen Bibliotheksarbeit in jedem Fall mit einem Ja beantwortet werden können. Aus gerontologischer Sicht hat sich die direkte Befragung der besuchten alten Menschen als ein Forschungsdesiderat herausgestellt. Im Weiteren ist eine Neudefinition der Ziele anzudenken. Diese Überlegungen basieren auf den Ergebnissen der Bücherboten-Interviews und auf dem Leitbild der öffentlichen Bibliotheken Österreichs. Unter Beachtung der gerontologischen Perspektive sind Aspekte wie die Leseförderung im Alter, die Informationsbenachteiligung alter Menschen, die "digitale Kluft" und die Definition der Freiwilligenarbeit im Hinblick auf den sozialen Tausch in die Überlegungen mit einzubeziehen. In Zukunft wäre es wünschenswert, gemeinsam mit der Stadtbibliothek Graz ein österreichweites Konzept für soziale Bibliotheksarbeit öffentlicher Bibliotheken im gerontologischen Kontext zu entwickeln.

Zusammenfassung (Englisch)

In autumn 2013 Graz Public Library launched a currently unique library social project in Austria: volunteer book messengers visit senior and homebound citizens, take along books and other media from the library, spend their time with them in conversation and, if required, read to their clients. "Besuch&Buch" has been inspired by "Die Medienboten", a project started by Hamburg Public Libraries in 2007. This work analyses the three goals of "Besuch&Buch" which are: 1. the enhancement of cultural and 2. social participation of senior citizens and 3. the support of voluntary work with regard to demographic change. The ambition of this master the-sis is to find out if "Besuch&Buch" can be regarded as a best practice example of social library work and a model project for other public libraries in Austria.Guided interviews with 15 book messengers and two expert interviews with the pro-ject managers of "Besuch&Buch" clearly confirmed the research questions with relation to social library work. From a gerontological aspect, face to face interviews with the visited senior and homebound citizens have developed to be a target of further research. A second objective concerns a re-interpretation of “Besuch&Buch” goals. This fact is based on interview outcomes and the mission statement of Austrian public libraries as well. Goals will have to include from a gerontological angle considerations on reading promotion in old age, information disadvantages of older people, the "digital divide", and voluntary work with respect to social exchange.Future research could result in a model concept of social library work for Austrian public libraries, developed by Graz Public Library in a gerontological context.