Titelaufnahme

Titel
Neues Spiel, neues Glück? : Dostojewskis Igrok in zwei deutschen Übersetzungen / vorgelegt von Kathrin Fahrleitner, BA
Weitere Titel
New game, new luck? : Dostoevsky's Igrok in two German translations
Verfasser/ VerfasserinFahrleitner, Kathrin
Begutachter / Begutachterinvan Lawick-Brozio, Heike
ErschienenGraz, 2016
Umfang115 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Dostoevskij, Fëdor Michajlovič <Igrok> / Übersetzung / Deutsch / Geschichte 1919-2009
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-103503 Persistent Identifier (URN)
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Neues Spiel, neues Glück? [2.55 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Masterarbeit behandelt Fjodor Michailowitsch Dostojewskis Roman Igrok (2012/1866) und zwei seiner deutschen Übersetzungen: den Text von Hermann Röhl (1995/1921), sowie den aktuellsten von Swetlana Geier (2014/2010). Zielsetzung der Arbeit war es, zu eruieren, warum es zu einer Neuübersetzung kam, wer diese initiiert hat und welche Veränderungen die Neuübersetzung mit sich gebracht hat. Es wird in Übereinstimmung mit der retranslation hypothesis von der Annahme ausgegangen, dass die Neuübersetzung aus persönlichem Interesse der Übersetzerin heraus entstanden ist, um den Text im Vergleich zur vorhergehenden Übersetzung durch die Vereinfachung des Sprachstils und den weitestgehenden Verzicht auf überflüssige Ausschmückungen und antiquierte Ausdrücke wieder mehr dem Ausgangstext anzunähern. Es wird des Weiteren angenommen, dass jener Bedeutungsstrang, der im Original durch die Verwendung des Russischen und Französischen sowie deutscher Begriffe in Kyrillisch, d.h. auch zweier Alphabete, geschaffen wurde, in der deutschen Übersetzung nicht gleich hergestellt werden kann. Zur Überprüfung dieser Annahmen wurden eine textexterne Analyse der am Übersetzungsprozess beteiligten Personen und Institutionen anhand der Theorie des Patronage-Systems von André Lefevere sowie ein textinterner Vergleich des Originals mit den beiden Übersetzungen anhand des komparativ-deskriptiven Modells von Kitty van Leuven-Zwart durchgeführt. Die Hypothesen konnten fast zur Gänze bestätigt werden. Swetlana Geier konnte sich in der Neuübersetzung, die von ihr ausging, wieder mehr dem Ausgangstext annähern und die Melodie bzw. den dynamischen, kompakten Stil des Originals aufgreifen. Allerdings gibt es auch in ihrer Übersetzung Abweichungen, die dem Stil des Ausgangstexts widersprechen, weshalb es für die eindeutige Verifizierung der Hypothese, dass die Neuübersetzung dem Stil des Originaltexts entspricht, einer detaillierteren Untersuchung der drei Texte bedarf.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis deals with Fyodor Dostoevsky's novel Igrok (2012/1866) and two of its German translations: the translation by Hermann Röhl (1995/1921) and the most recent translation by Swetlana Geier (2014/2010). The intention for writing this paper is to find out, why the novel was retranslated, who initiated the retranslation project and which shifts compared to the original the retranslation produced. According to the retranslation hypothesis it is assumed that the retranslation was motivated by the self-interest of the translator in order to bring the retranslation compared to the previous translation closer to the source text again by simplifying the speech and omitting unnecessary extra elements and archaic terms to the greatest possible extent. As Russian and French is used and German terms are written in Cyrillic, which means two alphabets are used, it is further assumed that part of the meaning of the original text can't be transported to the German translation. In order to verify these assumptions a text-external analysis was carried out examining all the people and institutions involved in the translation process with the help of the concept of patronage by André Lefevere, as well as a text-internal comparison of the original with the two translations with the help of the comparative-descriptive model by Kitty van Leuven-Zwart. The hypotheses could be verified almost entirely. Swetlana Geier was able to bring the retranslation initiated by her closer to the source text and keep the structure and the dynamic and compact style of the original. However, her translation also shows shifts which are contradictory to the style of the source text, it therefore becomes necessary to examine the three texts in a more detailed way in order to verify the hypothesis that the retranslation respects the style of the original text.