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Title
"Nun haben wir jemanden, der beide Kulturen kennt und versteht und so eine Verbindungsperson darstellt" : die Darstellung des Dolmetschens für Flüchtlinge und MigrantInnen am Beispiel der OÖN / vorgelegt von Veronika Anna Fuchshuber
Additional Titles
"Now we have found someone who knows and understands both cultures and who acts as a sort of a linking person" : how interpreting for refugees and migrants in Austria is depicted in the Austrian newspaper OÖN
AuthorFuchshuber, Veronika Anna
CensorGrbić, Nadja
PublishedGraz, 2016
Description169 Blätter : 1 CD-ROM, Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND) Oberösterreichische Nachrichten / Einwanderer / Flüchtling / Kommunaldolmetschen / Berichterstattung / Geschichte 1986-2015
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-103438 Persistent Identifier (URN)
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"Nun haben wir jemanden, der beide Kulturen kennt und versteht und so eine Verbindungsperson darstellt" [2.97 mb]
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Abstract (German)

Vor dem Hintergrund fehlender Studien untersucht diese Arbeit die Darstellung des Dolmetschens für Flüchtlinge und MigrantInnen in österreichischen Medien am Beispiel der Tageszeitung Oberösterreichische Nachrichten (OÖN) von 1986 bis 2015. Anhand einer Inhaltsanalyse nach Früh (2015) werden 283 Beiträge in Hinblick auf Fragestellungen zu thematischen Zusammenhängen, Einsatzgebieten, Aussagen in Bezug auf Community Interpreting (CI) sowie Relevanz und Wertschätzung des CI analysiert. Dabei werden auch mögliche Ursachen für die verstärkte Thematisierung einzelner Aspekte und für Veränderungen der Darstellung des CI aufgezeigt. Gericht und Ankündigungen sind die meistgenannten thematischen Zusammenhänge, in denen das CI in den OÖN behandelt wird. Die dargestellten Einsatzbereiche konzentrieren sich dabei v.a. auf die Settings Gericht, Soziales und Polizei. Der Großteil der Beiträge transportiert Aussagen über die Anwesenheit von DolmetscherInnen, häufig werden zudem LaiendolmetscherInnen, Maßnahmen zur Verbesserung des Dolmetschangebots und ehrenamtliches Dolmetschen thematisiert. Das CI spielt in den OÖN eine untergeordnete Rolle, trotzdem werden Informationen zu Berufsbild und Anforderungsprofil von CI vermittelt. Überraschenderweise wird in beinahe jedem zweiten Artikel dem CI mit eher hoher Wertschätzung begegnet. In den letzten Jahren ist ein Anstieg der Anzahl an Beiträgen zu beobachten, der in Verbindung mit weiteren Erkenntnissen der Studie auf ein steigendes Bewusstsein in der medialen Darstellung bezüglich des CI hinweist. Neben Einzelereignissen, die zu einer verstärkten Thematisierung des CI führen, ist v.a. die aktuelle Flüchtlingsthematik Hauptauslöser für viele Veränderungen in der Darstellung des Dolmetschens für Flüchtlinge und MigrantInnen.

Abstract (English)

Against the background of a research gap this thesis investigates the depiction of interpreting for refugees and migrants in the Austrian media by taking the example of the Austrian newspaper Oberösterreichische Nachrichten (OÖN). Drawing on Frühs content analysis model, a total of 283 articles published between 1986 and 2015 were examined with regard to thematic context, settings, messages about Community Interpreting (CI) and the relevance and appreciation of CI. At the same time the analysis tried to identify possible causes for the increased discussion of specific issues and for changes in the depiction of CI. In the OÖN, CI is most frequently mentioned in the contexts of legal procedures and announcements. The most covered CI settings are court, the social sector and the police. The majority of the articles comment on the presence of interpreters and often give information about lay interpreters, measures aimed at improving interpreting services and volunteer interpreting. Although CI plays only a marginal role in the overall reporting of the OÖN, information about the professional profile and requirements is provided. Surprisingly, in nearly half of the articles the topic of CI is shown high appreciation. Over the last few years an increasing amount of articles can be observed, which, together with other findings of this study, points towards a growing awareness of CI in the media. Apart from one-off factors leading to a larger presence of the topic of CI, the current refugee issue is the main trigger for changes in the depiction of interpreting for refugees and migrants.