Titelaufnahme

Titel
Die Entstehung und Vermarktung des Grazer "Annenviertels" / vorgelegt von Mag.phil. Katrin Staber
Weitere Titel
The "Annenviertel" of Graz : its development and marketing
Verfasser/ VerfasserinStaber, Katrin
Begutachter / BegutachterinErmann, Ulrich
ErschienenZusammenfassungen in Deutsch und EnglischGraz, Juni 2016
UmfangVII, 127 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Graz / Stadtviertel / Identitätsentwicklung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-103198 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Die Entstehung und Vermarktung des Grazer "Annenviertels" [11.3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Grazer „Annenviertel“ ist ein Viertel, das offiziell nicht als solches existiert und auch in keinen Plänen der Stadt Graz zu finden ist. Trotzdem gibt es das Viertel. Was hat es also mit diesem scheinbar neuen Begriff auf sich, der, so viel lässt sich vorab argumentieren, in Verbindung mit den Grazer Bezirken Lend und Gries steht? Die Blickrichtung verändert sich und man geht der Frage nach der Entstehung, sowie Größe und Abgrenzung dieses Viertels auf den Grund, da es kein historisch gewachsener Begriff zu sein scheint, sondern vielmehr als gesellschaftliches Konstrukt bezeichnet werden kann. Die Entstehung ist dabei meist intendiert und hat unterschiedliche Gründe. In diesem Zusammenhang wird auch ein immer häufiger auftretendes Merkmal unserer Gesellschaft relevant, nämlich die Suche nach Identität. Oftmals wird einem Viertel bewusst ein sogenanntes „Wir-Gefühl“ injiziert, manchmal aber passiert eine gesellschaftliche Identitätsbildung ganz unbewusst und es werden lediglich Impulse von Personen oder Institutionen gesetzt. Egal, ob man nun „SoHo“ in New York oder das Hamburger „Schanzenviertel“ liest, man assoziiert mit diesen Begriffen sofort Werte. Werte, die einerseits bewusst geschaffen werden können, vielleicht im Zuge von Marketingkonzepten oder Place-Branding-Prozessen, andererseits aber auch ganz unbewusst durch einzelne AkteurInnen des jeweiligen Viertels entstehen. Deshalb wird in dieser Diplomarbeit auch die Frage nach der Rolle der Identität in diesem Prozess, sowie die Vermarktung des Annenviertels relevant. Um die genannten Fragen zu beantworten, wurden auf Basis der Theorie sechs Interviews mit den wesentlichen Beteiligten im Entstehungsprozess des Annenviertels im Rahmen einer qualitativen Sozialforschung geführt. Daraus ging der Entstehungsprozess als nicht einheitlich intendiert und strategisch hervor, da viel eher die einzelnen Beteiligten (Kunstverein < rotor >, Stadtbaudirektion Graz, Verein „Stadtteilprojekt Annenviertel“) das Annenviertel durch ihre unterschiedlichen Zugänge und Intentionen jeweils individuell kreierten und sich aneigneten. Man folgte daher weder im Entstehungsprozess, noch in der Vermarktung einer einheitlich strategischen Vermittlung und hatte auch nicht zum Ziel, daraus eine Marke zu etablieren. Nichtsdestotrotz trugen die unterschiedlichen Aktivitäten der einzelnen Beteiligten aber zu einer Identitätsbildung bei und das Annenviertel wurde unbewusst zu einer Marke, die vielfältig interpretiert wird.

Zusammenfassung (Englisch)

The “Annenviertel” of Graz, a quarter that does not exist officially and can thus also not be found in any maps of the City of Graz. However, the quarter does exist. What does this apparently new term entail, which seems to be connected with the districts Lend and Gries? The perspective changes and questions of development, size as well as boundaries of this quarter are raised since it does not seem to be historically grown but can rather be defined as social construct. In this sense, the development of such a quarter often follows certain purposes and different reasons. A feature that occurs with increased frequency within our society in this context is the search for identity. This so-called “sense of unity” is often imposed on a quarter but sometimes, a social group identity also develops subconsciously through impulses of people or institutions. “SoHo” in New York City or the “Schanzenviertel” in Hamburg serve as examples in this context and are terms people associate certain values with. On the one hand, those values can be created on purpose, maybe as part of certain marketing concepts or place branding-processes but on the other hand also develop subconsciously through players of the specific quarter. This is why the marketing of the Annenviertel as well as the concept of identity in this process become important as well. In order to answer the questions already mentioned, six interviews with the main participants within the development of the Annenviertel have been conducted as part of qualitative research. Results do not show an intended, standardized and strategic process of development of the Annenviertel but rather an individual creation as well as acquisition by different players (Kunstverein < rotor >, Stadtbaudirektion Graz, Verein „Stadtteilprojekt Annenviertel“). This indicates that the Annenviertel was not strategically planned as far as development and marketing are concerned. Furthermore, it was not the players aim to create the brand “Annenviertel” but still, the quarter got an identity through different activities organized by the players and subconsciously became a brand that is interpreted variously.

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