Titelaufnahme

Titel
Mit Leib und Seele : ein Vergleich der für Neurofeedback notwendigen Selbstregulationsfähigkeiten bei TriathletInnen und gesunden Kontrollpersonen / Angelika Stiegler, BSc.
Weitere Titel
With body and soul : a comparison of selfregulatory skills, that are required for neurofeedback, between triathletes and non-athletes
Verfasser/ VerfasserinStiegler, Angelika
Begutachter / BegutachterinWood, Guilherme
ErschienenGraz, 2016
Umfang154 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Neurofeedback / Sportler / Selbstregulation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-103179 Persistent Identifier (URN)
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Mit Leib und Seele [8.66 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ausgehend von den vielen positiven Effekten, die Sport zu haben scheint, und der Frage, warum dennoch nicht alle Leute Sport betreiben, sollen hier mögliche Hintergründe beleuchtet werden. Neben Unterschiede in Persönlichkeitsmerkmalen wird vermutet, dass Sportler über bessere Selbstregulationsfähigkeiten verfügen als Nicht-Sportler. Auf Grundlage, dass regelmäßiges Training zu Automatisierung führt, womit geringere Anstrengung und paralleles Verarbeiten einhergeht, sollen Sportler in der Lage sein, bessere Selbstregulation auszuüben; Das betrifft einerseits die Wahrnehmung innerer Zustände, die eher konkret und informationell (anstatt abstrakt und emotional) sein soll, und andererseits die Selbststeuerung, die mittels impliziter Strategien und vorwiegend unbewusst (anstatt expliziter und bewusster Strategien) funktionieren soll. So eine „optimale“ Selbstregulation wird als „hypo-egoisch“ bezeichnet und steht im Zusammenhang mit Flow und Achtsamkeit. Ziel dieser Studie ist es, herauszufinden, ob der Unterschied zwischen Sportler und Nicht-Sportler tatsächlich in diesen Selbstregulationsfähigkeiten liegt. Darüber sollen eine Neurofeedbackaufgabe, in der es darum geht, Kontrolle über die eigenen EEG-Wellen zu gewinnen (SMR-Power erhöhen, Beta- und Theta-Power niedrig halten), und eine strukturelle MR-Messung Aufschluss geben. Zusätzlich soll geprüft werden, ob sich Neurofeedback als Methode zur Messung der Selbstregulationsfähigkeit eignet. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass der Unterschied zwischen Triathleten und Nicht-Sportler tatsächlich auf die Selbstregulationsfähigkeiten zurückzuführen ist und diese durch Neurofeedback gemessen werden können. Obwohl kein struktureller Gehirnunterschied gefunden wurde, ergaben Zusammenhänge der Neurofeedback-Leistungen mit Dichte der grauen und weißen Substanz Aufschluss über mögliche zugrundeliegende Mechanismen.

Zusammenfassung (Englisch)

Based on the fact that sport apparently has many positive effects in life and the arising question why there are still so many people who are not exercising regularly this study should address underlying mechanisms. Beside differences in personality traits athletes are said to have better self-regulation skills than people who do not practice sports. Because regular exercising should lead to automatization, which is associated with decreased effort and parallel processing, athletes should be enabled to self-regulate in a better way; This concerns the perception of internal states, which is supposed to be processed concretely and informationally (in contrast to abstract and emotionally), and the self-regulation, where implicit and unconscious/automated strategies (instead of explicit and conscious strategies) are used. Such an “optimal” state of self-regulation is referred to as “hypo-egoic” and is associated with flow and mindfulness. Aim of this study is to test, if the difference between athletes and non-athletes is actually based on self-regulation skills. For that reason a neurofeedback task, where people are asked to gain control of their EEG-activity (increase SMR-power and decrease Beta- and Theta-power), and a structural MR-measure were conducted. Additionally it should be investigated whether neurofeedback is a proper instrument to measure self-regulation skills. The results support the hypothesis that athletes and non-athletes really differ in self-regulation skills and that neurofeedback is an adequate measure of self-regulation. Although no structural brain differences were found, relations between density of gray and white matter in specific brain regions and neurofeedback performance could give information about underlying mechanisms.