Titelaufnahme

Titel
Potenziell vermeidbare Krankenhausaufenthalte für Frauen und Männer mit Demenz / Mag.a Annemarie Doppler
Weitere Titel
Potentially avoidable hospitalizations for women and men with dementia
Verfasser/ VerfasserinDoppler, Annemarie
Begutachter / BegutachterinMaierhofer, Roberta
ErschienenGrünbach, Mai 2016
Umfang84 Blätter
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Demenz / Krankenhausaufenthalt
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-102954 Persistent Identifier (URN)
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Potenziell vermeidbare Krankenhausaufenthalte für Frauen und Männer mit Demenz [0.79 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Problemstellung: Ältere Patientinnen/Patienten mit Demenz werden dreimal so oft in ein Krankenhaus eingewiesen, als die gleiche Altersgruppe ohne Demenz. Krankenhausaufenthalte führen zu einer kognitiven Verschlechterung der Betroffenen. Personen mit einem niedrigen MMST-Wert (Mini-Mental-Status-Test) haben ein hohes Risiko, ein postoperatives Delirium zu erleiden. Einweisungsgründe sind vor allem Stürze, Verhaltensauffälligkeiten, Herz-, Atem- oder gastrointestinale Erkrankungen, Infektionen, Komorbiditäten, aber auch strukturelle Probleme in der Betreuung dieser Patientinnen/Patienten. Krankenhäuser sind strukturell nicht angepasst und die Mitarbeiterinnen/-arbeiter nicht geschult, um auf diese Personengruppe adäquat einzugehen und es fehlt an spezifischen Behandlungs- und Betreuungskonzepten. Der mobile geriatrische Konsiliar-/Liaisondienst, der hier Mängel abfedern könnte, ist kaum ausgebaut.Fragestellung: Wie muss die Primärversorgung gestaltet sein, um einen Krankenhausaufenthalt zu vermeiden oder zumindest zu verkürzen, ohne demenzerkrankten Frauen und Männern die notwendige medizinische Behandlung vorzuenthalten?Hypothesen: Durch einen niederschwelligen Zugang zur Primärversorgung können potenzielle Krankenhausaufnahmen von demenzerkrankten Frauen und Männern vermieden werden. Der Einsatz von geriatrischen und psychiatrischen Konsiliar-/Liaisondiensten kann die Überweisung von Pflegeheimbewohnerinnen/-bewohnern mit der Diagnose Demenz in ein Krankenhaus reduzieren helfen.Methodik: Die Fragestellungen wurden über eine Literatursuche und analyse beantwortet. Für die Literatursuche wurden die Datenbanken PubMed und Embase verwendet. Ergebnisse: Potenzielle Krankenhausaufenthalte lassen sich vermeiden, wenn die primäre Versorgung Demenzerkrankte umfassend versorgt. Es bedarf einer medizinischen Versorgung, die der Multimorbidität der Betroffenen gerecht wird. Mit Unterstützung eines gerontopsychiatrischen oder geriatrischen Konsiliar-/Liaisondienstes können Demenzerkrankte auch außerhalb des Krankenhauses, fachärztlich versorgt werden. Pflegende Angehörige brauchen eine laufende Begleitung/Betreuung, damit ein vorhandenes, gutes und soziales Netz bestehen bleiben kann. Ein integrativer Versorgungsansatz führt, wie internationale Modellprojekte zeigen, zu den besten Ergebnissen.

Zusammenfassung (Englisch)

Problem Definition: Elderly patients with dementia are admitted three times more often to a hospital than people of the same age group without dementia. Hospital stays lead to a cognitive decline of the parties concerned. People with a low MMST rate (Mini-Mental-Status-Test) are at high risk to suffer from postoperative delirium. Reasons for hospital admissions are especially falls, behavioral problems, heart, lung and gastrointestinal diseases, infections, comorbidity, but also structural problems in the care for these patients. Hospitals are structurally not adept for these situations, the staff has not been trained to respond to these special needs, and specific care and treatment competence is missing. The mobile geriatric consultation-liaison service, which could absorb this insufficiency, has been barely developed. Question: How does primary care have to be in order to avoid or at least shorten hospital stays without withholding necessary medical treatment from men and women with dementia?Hypothesis: By providing simple access to primary care, potential hospital admissions of men and women with dementia can be avoided. The implementation of geriatric and psychiatric consultation-liaison services can help to reduce transfers of nursing home residents with the diagnosis of dementia to a hospital. Methodology: The questions were addressed by a literature analysis. For the literary research the databases PubMed and Embase were used. Results: Potential hospital stays can be avoided, if primary care provides enough support for dementia patients. It requires medical aid which satisfies the multi-morbidity of the people concerned. By providing support by a geropsychiatric or a geriatric consultation-liaison service, dementia patients can receive specific medical treatment outside of a hospital. Caring relatives need continuous support to maintain an existing good social network. As international model projects have shown, an integrative approach to treatment leads to the best results.

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