Titelaufnahme

Titel
Alter(n) im bäuerlichen Betrieb : eine empirische Studie über das Alltagserleben und die Alltagsstrukturierung von Bäuerinnen nach der Hofübergabe / vorgelegt von Silvia Maier
Weitere Titel
Aging and old age on farms : an empirical study on the everyday experience and daily structure of female farmers after the farm succession
Verfasser/ VerfasserinMaier, Silvia
Begutachter / BegutachterinKittl-Satran, Helga
ErschienenGraz, 2016
Umfang81 Blätter
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Altern / Bauernhof
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-102817 Persistent Identifier (URN)
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Alter(n) im bäuerlichen Betrieb [1.27 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der aktuellen Literatur gilt der Übergang in den Ruhestand bei Männern und Frauen noch immer als stärkste gesellschaftliche Zuschreibung von Alter. In bäuerlichen Betrieben ist die Pensionierung durch Hofübergaben gekennzeichnet. Mit der Übergabe des bäuerlichen Betriebs und der Pensionierung ergibt sich jedoch keine klare Freistellung von der zuvor durchgeführten Erwerbsarbeit. Die enge Verknüpfung von Arbeits- und Wohnraum bleibt bestehen. Die vorliegende Arbeit stellt das Leben von pensionsbeziehenden Bäuerinnen in den Mittelpunkt und zeigt auf, wie Bäuerinnen die Verknüpfung von Wohn- und Arbeitsraum in der Pension erleben, welche Veränderungen sich in der Alltagsstrukturierung nach der Hofübergabe ergeben und wie sie Alter(n) in einem bäuerlichen Betrieb erleben. Die Studie konzentriert sich auf die Region Südoststeiermark, welche im Vergleich zu anderen bäuerlichen Regionen in Österreich relativ spät strukturelle Wandlungsprozesse, wie z.B. Technisierung am Hof und Modernisierung des Wohnraums, durchlaufen hat.Im theoretischen Teil wird der strukturelle Wandel des ländlichen Raums dargestellt, verschiedene Zugänge zur Konstruktion des Alter(n)s, Alter(n)sbilder und Stereotypien alter Frauen sowie im Speziellen alter Bäuerinnen werden bearbeitet. Alter(n) wird als biografischer Prozess mit zunehmender Differenzierung und Heterogenität betrachtet. Daran anknüpfend wird Alter(n) in bäuerlichen Strukturen aus geschlechterspezifischer Perspektive behandelt und empirisch mithilfe von leitfadengestützten Interviews untersucht. Die Auswertung wurde unter Rückgriff auf die Methode der strukturierenden Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt und zeigte, dass die Beteiligung an der Arbeit auch in der Pension als etwas Selbstverständliches gesehen wird und die Übernahme von als sinnvoll erlebten Aufgaben als wichtiges Kriterium für die Zufriedenheit beschrieben wird. Das Wegfallen des Zeitdrucks wird als größte Entlastung im neuen Lebensabschnitt genannt. Den Prozess des Alter(n)s erleben die Bäuerinnen als etwas Unabänderliches und gleichzeitig als zufriedenstellende Lebensphase.

Zusammenfassung (Englisch)

In the contemporary literature, the transition to retirement is still considered both for men and women as the strongest social attribution of age. On agricultural holdings retirement is characterized by farm succession. With the succession of the farm and retirement, there is, however, no distinct release from the previously performed paid work. The close link between working and living space remains. This work focuses on the lives of pensionreceiving female farmers. It shows how retired female farmers experience the combined working and living space, which changes arise in their daily structure after farm succession and how they experience aging and old age on a farm. The study focuses on the region of Southeastern Styria, which compared to other rural regions in Austria relatively late experienced structural changes, such as the mechanization of farms and the modernization of living spaces.In the theoretical part of this work, the structural transformation of rural areas will be presented and different approaches to the construction of ageing and old age, images of old age and ageing as well as stereotypes of older women and especially old female farmers will be dealt with. Old age and ageing is considered as a biographical process of increasing differentiation and heterogeneity. Directly linked to this, old age and ageing within farm structures is examined from a gender perspective and empirically investigated by guided interviews. The evaluation was carried out by using the method of structuring content analysis according to Mayring. It showed that the participation in the farm work is regarded as a matter of course also during retirement, and the acquisition of meaningful tasks is described as an important criterion for satisfaction. Being no longer under time pressure is stated as the biggest relief in the new phase of their life. They experience the process of ageing and old age as something irremediable and at the same time as a satisfactory stage of life.