Titelaufnahme

Titel
Sucht im Alter : Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit bei Frauen über 65 Jahre im Langzeitpflegebereich in Oberösterreich / Ruth Maria Fenzl
Weitere Titel
Addiction and age : drug addiction and drug abuse of women 65+ in long-term care in Upper Austria
Verfasser/ VerfasserinFenzl, Ruth Maria
Begutachter / BegutachterinMaierhofer, Roberta
ErschienenGraz, April 2016
Umfang74 Blätter
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Frau / Alter / Arzneimittelabhängigkeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-102604 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Zahl älterer und alter Menschen in Österreich wird in den nächsten Jahren noch weiter steigen. Direkt proportional mit dem Alter steigen auch das Risiko der Multimorbidität und die Zahl der eingenommenen Medikamente. Je mehr Medikamente eingenommen werden, desto höher ist auch die Gefahr des Medikamentenmissbrauches und der Medikamentenabhängigkeit. Geschätzte 150.000 Österreicher sind arzneimittelabhängig, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Der erste Teil der vorliegenden Arbeit beruht auf einer Literaturrecherche. Es werden anhand dieser Literaturrecherche die Medikamentensucht und der Medikamentenmissbrauch im Zusammenhang mit älteren Personen, sowie Suchtentstehungstheorien dargestellt. Weiters werden Medikamente mit Sucht- und Missbrauchspotential erfasst und die Diagnosemöglichkeiten und Präventionsmaßnahmen dargestellt. Der zweite Teil beruht auf einer empirischen Untersuchung. Um zu erheben, wie hoch die Prävalenz der Einnahmen von Schmerz-, Schlaf und Beruhigungsmittel, wie auch von Laxantien und Stimmungsaufhellern in oberösterreichischen Langzeitpflegeeinrichtungen ist, wurden von August 2015 bis Oktober 2015, in 21 Pflege- und Betreuungseinrichtungen mittels teilstrukturierten Fragebögen, Daten von 210 Frauen über 65 Jahren erhoben. Zudem wurde auch analysiert, wie viele potentiell ungeeignete Medikamente für ältere Menschen täglich von diesen eingenommen werden. Die Erhebung zeigt, dass die Prävalenz bei Schmerzmitteln mit 51,4% vergleichbar mit bereits erhobenen Zahlen in Deutschland ist. Bezogen auf die tägliche Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmittel, sowie von Stimmungsaufhellern sind die erhobenen Zahlen mit 47,6%, 27,1% und 33,8% wesentlich höher als die im deutschen Suchtsurvey erhobenen Zahlen. Bei den potentiell ungeeigneten Medikamenten für ältere Personen liegt die erhobene Zahl mit 45,2% im internationalen Durchschnitt.

Zusammenfassung (Englisch)

In the next few years, the number of the elderly will further increase. In direct proportion to age, the risk of multimorbidity and the number of prescribed medication will increase as well. The more drugs are taken, the higher the risk is of drug abuse or drug addiction. In Austria, there are about 150.000 people suffering from drug addiction and women are more affected than men. The first part of this thesis is a literature review defining drug abuse and drug addiction in terms of the elderly, and reasons for drug addiction and drug abuse are presented. Medication that potentially leads to addiction and abuse is discussed, and potential steps for diagnosis and prevention are considered. The second part is an empirical study. From August to October 2015, data from 210 women 65+ was collected in 21 long-term care homes in Upper Austria through semi-structured questionnaires in order to investigate the prevalence of taking medication for pain, in order to sleep, to calm down, as well as laxatives and mood enhancer. Furthermore, the daily intake of potentially inappropriate medication in long-term care was analysed. The survey reveals that the prevalence of painkillers was 51,4%, which corresponds to the German numbers. The daily use of sleeping pills, sedatives, and mood enhancing drugs, the data was 47,6%, 27,1%, and 33,8%, was higher than the corresponding numbers in the German Addiction Survey. The potentially inappropriate medication rate for older people was 45,2%, which corresponds to the reported average rates of other countries.

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