Titelaufnahme

Titel
Cross-linguistic study of voicing in learners of English as a foreign language / vorgelegt von Lisa Kornder
Verfasser/ VerfasserinKornder, Lisa
Begutachter / BegutachterinMennen, Catharina Henrica Elisabeth
ErschienenGraz, 2016
Umfangvii, 99 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-102598 Persistent Identifier (URN)
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Cross-linguistic study of voicing in learners of English as a foreign language [5.13 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Zahlreiche Studien belegen, dass die Erstsprache beim Zweitsprachenerwerb eine zentrale Rolle spielt (Flege, Munro u. MacKay 1996). So lassen sich hinsichtlich Untersuchungen von Stimmtonbeteiligung in Plosiven in unterschiedlichen Sprachen bedeutsame Fortschritte beobachten (Chao u. Chen 2008). Diese Untersuchungen basieren zumeist auf der voice onset time (VOT), die als verlässlicher akustischer Wert verstanden wird (Lisker u. Abramson 1964). Eine Aussprachebesonderheit der österreichischen Varietät des Deutschen ist die Neutralisierung des Kontrastes zwischen stimmhaften und stimmlosen Anlautplosiven. Das Ziel der vorliegenden Studie war es, zu untersuchen, ob dieses Charakteristikum die Produktion der entsprechenden Laute im Englischen beeinflusst. Zu diesem Zweck wurden zehn österreichische Sprecher aus Graz, die Englisch als Fremdsprache in der Schule lernen, hinsichtlich ihrer Produktion von prävokalischen Anlautplosiven getestet. Die Realisierung des Stimmtonkontrastes in österreichischen (Testung 1) und englischen (Testung 1) Plosiven wurde anhand VOT Messungen untersucht. Die Ergebnisse der ersten Testung zeigten, dass die Mehrheit der Teilnehmer den Stimmtonkontrast in österreichischen bilabialen und alveolaren Plosiven neutralisierte, den Kontrast jedoch in velaren Plosiven realisierte. Bei einigen Teilnehmern konnte ein signifikanter VOT Unterschied in allen österreichischen Plosiven festgestellt werden. Eine ähnliche Beobachtung wurde im Rahmen der zweiten Testung gemacht: Einige Sprecher übertrugen die Neutralisierung des Stimmtonkontrastes auf die Produktion der entsprechenden Laute im Englischen; einige Teilnehmer hingegen konnten den Kontrast in allen Englischen Plosiven realisieren. Hinsichtlich der Realisierung der VOT zeigten die Ergebnisse jedoch eine signifikante Variabilität innerhalb einzelner Sprecher, die als eine Zwischenstufe im Erwerb des Stimmtonkontrastes in der Zweitsprache interpretiert wurde.

Zusammenfassung (Englisch)

There is mounting evidence which suggests that phonetic characteristics of the first language (L1) influence the way in which second language (L2) phonetic features are acquired (Flege, Munro, and MacKay 1996). Significant progress has been made in examining voicing in plosives in different languages on the basis of voice onset time (VOT) (Lisker and Abramson 1964; Chao and Chen 2008), which is regarded as a reliable acoustic cue for measuring the timing of voicing in plosives. A feature of plosive production by speakers of Austrian German is the neutralisation of voice contrast in word-initial position in conversational speech (Wiesinger 1996, 2008). The aim of the present study was to investigate if this neutralisation of voice contrast in Austrian German influences the production of the corresponding sounds in English. For this purpose, ten native Austrian German speakers from Graz (AGG) who learn English as a foreign language in school were tested on their production of prevocalic plosives in word-initial position. Their realisation of voice contrast in AGG (Experiment 1) and English (Experiment 2) plosives was examined by measuring VOT. The findings of Experiment 1 show that the majority of participants neutralised voice contrast in AGG bilabial and alveolar plosives while maintaining this contrast in velar plosives. Some participants were observed to produce a significant VOT difference between all voiced and voiceless AGG plosives. A similar observation was made in Experiment 2: Some speakers transferred the AGG characteristic of neutralising voice contrast to the production of the corresponding sounds in English while three participants managed to maintain voice contrast in all English plosives. However, the results in Experiment 2 showed significant intra-subject variability in terms of VOT production, which was interpreted to represent an intermediate stage to acquiring voice contrast in the L2.