Titelaufnahme

Titel
Integrated solid waste management in Albania : a case study of MSW in Tirana / Odeta Jahaj
Verfasser/ VerfasserinJahaj, Odeta
Begutachter / BegutachterinFischer, Wolfgang
ErschienenGraz, 2016
Umfang100 Seiten : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-102550 Persistent Identifier (URN)
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Integrated solid waste management in Albania [3.89 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Als 1992 in der Rio-Erklärung die Grundpfeiler nachhaltiger Entwicklung erstmals niedergeschrieben wurden, beendete Albanien offiziell die Ära seines kommunistischen Regimes. Mehr als 23 Jahre später stellt die Abfallwirtschaft eines der größten Probleme in den Städten Albaniens dar. Abfall ist mittlerweile zu einem derartigen Problem geworden, welches die Städte und Gemeinden nicht länger ignorieren können: Städte wachsen und der steigende Wohlstand hat zu einem veränderten Konsumverhalten geführt. Der steigenden Konsum bedingt immer mehr an Abfall und wenn dieses Abfallproblem weiterhin keine Beachtung findet, könnten Albaniens geringe Abfallbeseitigungskapazitäten in den Städten demnächst zu einer erheblichen Wasserverschmutzung führen. Wie in vielen Entwicklungsländern fehlen auch in Albanien die finanziellen Mittel und fachliches Knowhow, um diesen Problemen wirksam entgegen zu stehen. Die Literaturrecherche zum Status der Abfallwirtschaft in vergleichbaren Entwicklungsländern zeigt einige mögliche Schritte auf, die auch in Albaniens Städten realisiert werden könnten.Diese vorliegende Arbeit behandelt die Abfallwirtschaft der Hauptstadt Tirana als Fallbeispiel. Mithilfe der verfügbaren Daten und Bewertungsindikatoren für eine integrierte nachhaltige Abfallwirtschaft (Integrated Sustainable Waste Management, ISWM) wurde die gegenwärtige Situation erfasst. Tirana ist deshalb Objekt der Untersuchung, weil gegenwärtig mehr als ein Drittel der Landesbevölkerung hier lebt und damit ein Abbild der aktuellen Probleme und Herausforderungen der städtischen Abfallwirtschaft in Albanien darstellt. Die ISWM Bewertungsindikatoren waren hilfreich, um die gegenwärtige Abfallsituation zu analysieren und die wichtigsten Probleme der städtischen Abfallwirtschaft zu identifizieren.Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass in Tirana beinahe 1kg pro Person und Tag anfallen. Mit einem solchen Wert ist Tirana als 'higher waste generating' einzustufen. Gegenwärtig liegt der Fokus der Stadt auf Lösungen am Ende der Abfallkette, wie zum Beispiel eine Erweiterung der existierenden Mülldeponie in Tirana. Aber es wird auch schon - zur Verringerung des Abfallaufkommens - basierend auf der Europäischen Abfallhierarchie vorgeschlagen, den Fokus auf die Abfallreduzierung und -wiederverwendung als wichtigste Maßnahmen zur Abfallvermeidung zu legen. Hier sollten die Anstrengungen auf Vermeidung von Abfall und Umweltverschmutzung sowie auf Bildungsmaßnahmen zu nachhaltigeren Lebensweisen gelegt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

AbstractWhen the pillars of sustainable development were set in the Rio Declaration of 1992, Albania officially ended the communist regime era. After more than 23 years urban waste management remains one of the most challenging problems in the cities. Waste management has become a problem that municipalities can no longer ignore. Cities are getting bigger as population is growing and the increasing economic welfare is directly influencing consumption patterns. Increased consumption results in more waste produced and considering Albanias urban waste management capacities, municipalities might face urban waste crisis in the near future, if actions are not taken. As is the case with developing countries, Albania lacks financial and human resources to tackle this issue adequately. However, literature reviews on the status of waste management in similar developing countries showed that there are affordable steps and techniques that can be used from Albanian municipalities. This thesis was conceptualized as a case study of Tirana municipality waste management practices where based on the available data, Integrated Sustainable Waste Management (ISWM) benchmark indicators were used to assess the current situation. Hence, the geographical boundary of this study is Tirana municipality. Tirana was selected as a case study because more than one third of the resident population lives here, representing the countrys profile of waste management problems and challenges. Meanwhile, ISWM benchmark indicators helped asses the current waste situation and determine the gravest problems of waste management practices of the city.The result of this study based on the indicators showed that Tirana municipality waste production is near to the threshold of ‘higher waste generating countries with 1kg waste/person/day. Therefore, the advisable way to tackle the problems based on the ‘waste hierarchy is focusing on reducing and reusing as the only practice to prevent waste generation. Currently, the municipality is focused in end of pipe solutions, such as upgrading the only available landfill in Tirana but the focus should be shifted to pollution prevention by educate people to live sustainably, use less and reuse more.