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Title
Principal Rules of the Italian Grammar (1550) von William Thomas : die erste in England publizierte Grammatik der italienischen Sprache / vorgelegt von Magdalena Felizitas Albert
Additional Titles
Principal Rules of the Italian Grammar (1550) of William Thomas : the first Italian grammar published in England
AuthorAlbert, Magdalena Felizitas
CensorSchneider, Stefan
PublishedGraz, 2016
Description109 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)England / Italienisch / Grammatik / Questione della lingua / Geschichte 1550
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-102547 Persistent Identifier (URN)
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Principal Rules of the Italian Grammar (1550) von William Thomas [1.08 mb]
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Abstract (German)

Im 16. Jahrhundert entfachte in Italien die Questione della lingua, ein intensiver Sprachenstreit, dessen Ziel darin bestand, ein italienisches Sprachmodell auszuwählen, das sich als überregionale Konversations- und Literatursprache eignete und auf diese Weise zur Gemeinsprache der gesamten Halbinsel werden konnte. Die verschiedenen Sprachformen, die dabei vertreten wurden, lassen sich grob auf drei zusammenfassen: erstens das Florentinisch der großen Autoren des Trecento; zweitens das fiorentino contemporaneo des 16. Jahrhunderts; drittens die lingua cortegiana, eine höfische Mischsprache. Die Ausgangsfrage, die der vorliegenden Arbeit zu Grunde liegt, beschäftigt sich damit, welches italienische Sprachmodell genau zu jener Zeit, in der man in Italien die eigene Idealsprache diskutierte, exportiert bzw. von ausländischen Autoren imitiert wurde. Die Principal Rules of the Italian Grammar (1550), die erste in England publizierte Grammatik der italienischen Sprache, erweist sich nicht nur durch ihr Erscheinungsdatum (1550) für diese Untersuchung als relevant, sondern vor allem durch die Informationen, die über ihren Autor William Thomas ausfindig gemacht werden können: Denn zum einen ist bekannt, dass Thomas für die Erstellung seiner Grammatik die Schriften Alberto Acharisios und Pietro Bembos also Befürwortern des Trecento-Florentinischen konsultiert hat; doch zum anderen geht aus seiner Biografie hervor, dass er ein Verehrer Machiavellis war, der in der Sprachenfrage wiederum das fiorentino contemporaneo propagierte. Da sich Thomas bei der Erstellung anderer seiner Schriften auf Machiavelli stützt, soll in der vorliegenden Arbeit gezeigt werden, ob sich auch in Thomas‘ Grammatik Spuren dessen Gedankenguts finden lassen. Durch eine genaue Analyse und Gegenüberstellung der Principal Rules mit den Texten italienischer Autoren wird demonstriert, welches Sprachmodell Thomas in seiner Grammatik übernimmt, von welchen Gründen seine Wahl beeinflusst wird und ob sich darin Hinweise auf die italienische Questione della lingua finden lassen.

Abstract (English)

During the 16th century the Italian Questione della lingua reached its culmination. The aim of this debate was to select or elaborate an Italian language model that was suitable for becoming a transregional conversational and literary language. The different language models proposed for this matter can roughly be summarized as three: first, the archaic Florentine of the authors of the Trecento; second, the fiorentino contemporaneo of the 16th century; third, the lingua cortegiana, a courtly mixed language. This thesis underlies the research question which Italian language model was exported to other countries and imitated from foreign authors while the Italians themselves were discussing their ideal language and speech. Concerning this matter, the Principal Rules of the Italian Grammar represent a promising object of study not only for its publishing date (1550), but also for the information that is given about its author William Thomas: while on the one hand it is known that for composing his grammar he consulted the writings of Acharisio and Bembo supporters of the archaic Florentine of the Trecento , on the other hand he is noted to have been an admirer of Machiavelli, who propagated the fiorentino contemporaneo in the Italian language debate. Since traces of Machiavellis thoughts can be discovered in other of Thomas texts, this thesis will show if Thomas also follows Machiavellis ideas about language composing his grammar. A detailed analysis and confrontation of the Principal Rules of the Italian Grammar with the texts of Italian authors will illustrate the language model adopted by Thomas. It will be pointed out how Thomas choice for one or another language model got influenced and if he gives opinions on the Italian Question of Language.