Titelaufnahme

Titel
Die Buchwertklausel im Gesellschaftsvertrag der GmbH / vorgelegt von Julia Abraham
Weitere Titel
The book value clause in the constitution of a LLC (GmbH)
Verfasser/ VerfasserinAbraham, Julia
Begutachter / BegutachterinNitsche, Gunter
ErschienenGraz, 2016
Umfang86 Blätter : 2 Blätter Zusammenfassung
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / GmbH / Gesellschaftsvertrag
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-102470 Persistent Identifier (URN)
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Die Buchwertklausel im Gesellschaftsvertrag der GmbH [0.41 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das GmbH-Recht räumt den Gesellschaftern bei der Gestaltung des Gesellschaftsvertrages einen großen Spielraum ein, so dass ergänzend zum zwingenden Mindestinhalt auch fakultative Bestimmungen in den Gesellschaftsvertrag aufgenommen werden können. Oftmals werden daher Ausschluss- und Kündigungsrechte, sowie Aufgriffsrechte und Abfindungsklauseln vereinbart. Zu letzteren zählen sogenannte Buchwertklauseln, bei denen sich der Abfindungsanspruch des ausscheidenden Gesellschafters aus dem Buchwert seiner Beteiligung ergibt. Hierbei gilt es zu bedenken, dass im Laufe des Bestehens eines Unternehmens der Buchwert vom tatsächlichen Wert des Unternehmens stark abweichen kann. Demnach sind laut OGH Buchwertklauseln „unzulässig und unwirksam, soweit sie mit zwingenden gesetzlichen Vorschriften oder außergesetzlichen Regeln unvereinbar sind, die dazu dienen ein Minimum an Chancengleichheit zwischen den verbleibenden Gesellschaftern einerseits und dem ausgeschiedenen Gesellschafter, seinen Erben und Gläubigern andererseits zu gewährleisten.“ Im Rahmen dieser Arbeit gilt es daher, die Frage zu beantworten innerhalb welcher Grenzen eine solche Vereinbarung nun überhaupt zulässig ist. Ausgehend von der Entscheidung 6 Ob 142/05h wird hierbei der Fokus auf die Vereinbarung von Aufgriffsrechten im Fall der Insolvenzeröffnung über das Vermögen eines Gesellschafters gelegt, wenn dessen Anteil lediglich zu Buchwerten aufgegriffen werden soll. Dem OGH zufolge muss, damit eine derartige Abfindungsbeschränkung nicht wegen Gläubigerbeeinträchtigung sittenwidrig ist, noch ein weiterer, mit diesem vergleichbarer Fall vorgesehen werden. Die Einräumung eines Kündigungsrechts sieht der OGH, anders als bei Personengesellschaften, allerdings nicht als einen gleichwertigen Fall an. In der Lehre wird dieser Ansicht jedoch widersprochen. Daher erfolgt durch eine Gegenüberstellung mit dem für OG und KG geltenden Recht, sowie unter Einbeziehung der deutschen Rechtslage eine umfangreiche Beurteilung.

Zusammenfassung (Englisch)

The shareholders have been given a considerable room for arranging their articles of association by GmbH law so that there is the possibility to incorporate an optional content in addition to the compulsory content. Therefore, it is not unusual that exclusion and termination clauses, as well as rights to demand assignment and paying off clauses are arranged.The book value clause is a special kind of paying off clause, because it follows the book value of the share of the association. Hence it has to be considered that the book value does not reflect the association's real value. Throughout the years of the association's existence there might be a huge discrepancy between those values. This is the reason why the OGH says that book value clauses are inadmissible and ineffective as far as they breach compulsive legal rules or general guilty non-legal rules that guarantee at least a minimum of equal chances to the staying shareholders as well as to the leaving shareholder, his heirs and his creditors. Thus, the aim of this diploma thesis is to examine under which circumstances a book value clause is admissible. The main focus is thereby put - according to the OGH decision 6 Ob 142/05 - on the exclusion of a shareholder due to declaring bankruptcy in combination with arranged rights to demand assignment and book value clauses. The OGH has in this decision declared that a book value clause is not inadmissible, as long as the articles of association include another comparable case whereas a termination clause - unlike the situation of general partnerships - does not comply with this demand. This point of view is however highly controversial. Throughout a comparison to general partnership law and consideration of the German legal situation an evaluation of this legal topic is given.