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Title
Alles Schulstoff? : zum Einfluss des schulischen Geschichtsunterrichts auf das NS - Geschichtsbewusstsein und das Wahlverhalten von Erstwählerinnen und Erstwählern / vorgelegt von Laura Pölzlbauer
Additional Titles
Nothing but subject material? : an empirical investigation on the influence of the teaching of history in school on the historical consciousness of first-time voters concerning National Socialism as well as on their voting behaviour
AuthorPölzlbauer, Laura
CensorMarschnig, Georg
PublishedGraz, 2016
Description125 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Diagramme
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-102408 Persistent Identifier (URN)
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Alles Schulstoff? [2.23 mb]
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Abstract (German)

Aufgrund der Erstarkung der rechtsorientierten, nationalkonservativen Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) und der Tatsache, dass die Distanz zum Nationalsozialismus, sei es auf zeitlicher, jedoch auch auf emotionaler und moralischer Ebene zunimmt, stellt sich die Frage, ob ein Zusammenhang zwischen einem Geschichtsbewusstsein über den Nationalsozialismus und der Parteienwahl besteht. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird nun versucht zu ergründen, inwiefern der schulische Geschichtsunterricht Einfluss auf die Bildung eines NS-Geschichtsbewusstseins unter jungen Menschen hat und ob es darüber hinaus eine Korrelation zwischen solch einem Geschichtsbewusstsein und dem Wahlverhalten von Erstwählerinnen und Erstwählern gibt. Es ist eine natürliche Gegebenheit, dass Zeitzeugen des Nationalsozialismus als wichtige Informationsquellen sterben, somit nicht mehr aus erster Hand von den Geschehnissen zu dieser Zeit berichten können und als bedeutende, das NS-Geschichtsbewusstsein „speisende“ Faktoren, vor allem von Menschen jüngerer Generationen wegfallen. Dies veranlasst nachzufragen, in welcher Weise diese Gegebenheit das historische Bewusstsein, sowie die soziale und politische Einstellung nächster Generationen beeinflusst, als auch inwieweit der schulische Geschichtsunterricht diese Zeitzeugen ersetzen kann und soll. Anhand einer empirischen Untersuchung, durchgeführt unter 1617-jährigen Grazer Erstwählerinnen und Erstwählern, die eine Allgemein bildende höhere Schule (AHS) besuchen, wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Ausprägung des NS-Geschichtsbewusstseins unter dem genannten Kollektiv vom Geschichtsunterricht beeinflusst wird und in welcher Weise sich dies in weiterer Folge auf ihre voraussichtliche Wahl einer Partei auswirkt. Konkret soll erforscht werden, ob bei geringerer Ausprägung jenes NS-Geschichtsbewusstseins eine größere Tendenz der Befragten besteht, eine rechtsorientierte Partei zu wählen und vice versa.

Abstract (English)

Due to the fact that the “Freiheitliche Partei Österreichs” (FPÖ), an Austrian right-wing party is gaining more and more strength in Austria, and that the temporal, emotional and moral distance to the National Socialism is increasing, the question arises if there is a connection between these factors. The aim of this diploma thesis is to investigate in how far the teaching of history in schools contributes to the development of a historical consciousness concerning National Socialism and whether there is a correlation between this kind of historical consciousness and the voting behaviour of first-time voters. The dying of contemporary witnesses as important “sources” of information is a natural phenomenon which causes the fact that sooner or later there is no person anymore who can report first-hand of their experiences during National Socialism. The questions are, in which way are the historical consciousness concerning National Socialism as well as the attitudes towards social and political matters of further generations influenced by the absence of contemporary witnesses and is the teaching of history in school able to replace these witnesses? By means of an empirical investigation, conducted among 16-17-year-old first-time voters attending grammar school (AHS) in Graz, there should be investigated whether a historical consciousness concerning National Socialism of these pupils is affected by the teaching of history in school and in which way this kind of consciousness correlates with their voting behaviour. Specifically this means that there should be examined whether a less “pronounced” historical consciousness concerning National Socialism among first-time voters can effect a stronger tendency to vote a right-wing party like the FPÖ and vice versa.