Titelaufnahme

Titel
Experimentieren im Chemieunterricht unter Berücksichtigung der kognitiven Entwicklungsstufen / vorgelegt von Monika Lippusch
Weitere Titel
Experimentation in chemical education in consideration of cognitive developmental stages
Verfasser/ VerfasserinLippusch, Monika
Begutachter / BegutachterinVoglhuber, Helga
ErschienenGraz, 2016
Umfang119, V Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-102299 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Experimentieren im Chemieunterricht unter Berücksichtigung der kognitiven Entwicklungsstufen [3.22 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Experimentieren im Chemieunterricht und dem Einfluss der kognitiven Entwicklungsstufen der Schülerinnen und Schüler.Der Stellenwert des experimentellen Unterrichtskonzepts als Lehr- und Lernmethode nimmt im naturwissenschaftlichen Unterricht stetig zu. Parallel zeigen jedoch empirische Untersuchungen, dass der Großteil der Schülerinnen und Schüler im Chemieunterricht überfordert ist und abstrakte Inhalte oft ohne Berücksichtigung des kognitiven Entwicklungsniveaus vermittelt werden. Das Ziel dieser Arbeit bestand darin, durch einen einfachen Schülerversuch einen Einblick in die kognitiven Entwicklungsstufen zu erhalten und die Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf diese Stufen zu ermitteln. Dazu wurden im Zusammenhang mit dem Schülerversuch gezielt Aufgaben erstellt, die überwiegend ohne chemisches Vorwissen lösbar sind. Die Untersuchung wurde in Unter- und Oberstufenklassen durchgeführt, um das Entwicklungsniveau und die damit verbundene chemische Denkweise im Hinblick auf das Alter und das Vorwissen durch den Chemieunterricht vergleichen zu können. Die Ergebnisse zeigen, dass der überwiegende Anteil der Schülerinnen und Schüler die formal-operationale Stufe noch nicht erreicht hat und abstrakte Aufgaben nur von einzelnen Schülerinnen und Schüler lösbar sind. Ferner geht hervor, dass naturwissenschaftlicher Unterricht in der Unterstufe sowie durchgehender und handlungsorientierter Chemieunterricht in der Oberstufe nicht nur die kognitiven Fähigkeiten und das abstrakte Denken fördern, sondern auch maßgeblich zur Entwicklung der Handlungskompetenzen beitragen. Darüber hinaus wird mit dieser Arbeit gezeigt, dass allein der Chemieunterricht durch gezielte Aufgabenstellungen eine Einsicht in die Verteilung der geistigen Entwicklungsstufen in einer Klasse ermöglicht, welche unumgänglich für einen guten und effektiven Unterricht ist.

Zusammenfassung (Englisch)

The following master thesis examines the conduct of experiments in chemical education and analyses the influence of the pupils stage of cognitive development. The importance of experimental teaching concepts as a teaching and learning method in science education is growing steadily. However, empirical studies reveal that the majority of pupils are overwhelmed in the subject Chemistry and abstract contents are imparted regardless of the students stage of cognitive development.This master thesis aims at providing an insight into the levels of cognitive development by conducting a simple student experiment. Also, the distribution of students concerning different developmental stages is presented. Therefore, specific tasks relating to the experiment, which mainly can be solved without pervious knowledge in chemistry, were created.The inquiry was carried out in lower and upper secondary classes in order to compare the stage of development and the chemical way of thinking with the age of pupils and their prior knowledge in chemistry. The results indicate that the major part of the students has not yet reached the formal-operational level of development. Abstract tasks, as are required in the curriculum, can accordingly be solved only by few pupils. Furthermore, it appeared that science education in lower secondary classes as well as continuous and action-oriented chemical education promote and improve cognitive skills as well as abstract thinking. In addition, this thesis shows that chemistry education itself enables the understanding of the developmental stages in a class by posing specific tasks. Having this knowledge is an essential condition for effective teaching.