Titelaufnahme

Titel
Paradoksi u jeziku u Zbirci pripovijedaka Bojana Krivokapića Trči Lilit, zapinju demoni / vorgelegt von Lara Vuković, BA
Weitere Titel
Paradoxes in “Trči Lilit, zapinju demoni” by Bojan Krivokapić
Verfasser/ VerfasserinVuković, Lara
Begutachter / BegutachterinTošović, Branko
ErschienenGraz, 2016
Umfang118 Blätter : Zusammenfassung (3 Blätter) ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheKroatisch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-102169 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Paradoksi u jeziku u Zbirci pripovijedaka Bojana Krivokapića Trči Lilit, zapinju demoni [1.34 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit geht es um Paradoxa im Werk TRČI LILIT, ZAPINJU DEMONI des jungen Schriftstellers Bojan Krivokapić, der in Serbien geboren wurde und dort derzeit lebt. Die Erzählungsgeschichte wurde im Jahr 2013. veröffentlicht und zwar in einer gemischten Sprache, zum Teil Serbisch und zum Teil Kroatisch. Ziel dieser Arbeit war, alle Paradoxa zu ergründen, wobei das Hauptaugenmerk darauf liegt, ob das Werk für die serbischen bzw. kroatischen Leser verständlich ist. Die Erzählungsgeschichte wurde nur sprachlich, ohne Verknüpfung von Politik, analysiert. Obwohl sich die Sprachwissenschaftler über die Unterschiede zwischen dem Kroatischen und Serbischen widerspüchliche Meinungen teilen, gibt es einen hohen Grad an Verschiedenheiten. Die Unterschiede treten auf lexikalischen, morphologischen, syntaktischen, phonologischen Ebene auf. In unserem Werk haben wir die phonologischen Unterschiede nur erwähnt, da sich diese zum größten Teil auf die unterschiedlichen Reflexion des urslawischen Lautes jat beziehen, beziehungsweise, die ekawische und ijekawische Aussprache. Ijekawica ist ein Norm in der kroatischen Sprache, aber die Ekawica und Ijekawica kommen beide in der serbischen Sprache vor. Dadurch ist der Jat nicht ein Parameter, nach welchem wir die serbische und kroatische Standardsprache unterscheiden können. Wir haben uns an den lexikalischen Unterschiede und Ungleichkeiten angesichts der Grammatik orientiert. Die Analyse wurde mittels der elektronischen Korpora, des kroatischen Nationalkorpus Kro-Korp, serbischen Serb-Korp und Gralis-Korpus, sowie von Wörterbüchern und den jeweiligen Standardgrammatiken durchgeführt. Die lexikalischen Unterschieden zwischen dem Serbischen und Kroatischen scheinen am deutlichsten heutzutage, da besonders im zeitgenösischen Kroatischen viele neue Wörter entstanden sind. Diese Neologismen sind den serbischen Lesern völlig unbekannt, und viele sind in diesem Werk vorhanden (razvojačeni branitelj, inžinjer, osebujna, postrojba etc.). Weiters kennen viele serbische Muttersprachler allgemein nicht typische kroatische Ausdrücke, welche der Autor verwendet, zum Beispiel die Monatsnamen im Kroatischen. Andererseits kennen nur wenige kroatische Muttersprachler typische serbische Ausdrücke, wie etwa: pirinačni, džigerica, oder nedelja was so viel bedeutet wie die Zeitperiode von sieben Tagen. Solche Differenzen führen von Seiten der typischen serbischen und kroatischen Leser zum Unverständnis des Werkes. Es wurde ein Diagramm mit dem Anteil der typischen serbischen, typischen kroatischen und neutralen Lexemen vorgezeigt.Grammatikalisch betrachtet werden die Nichtübereinstimmungen stark ausgeprägt. Diese beziehen sich auf die morphologischen und syntaktischen Unterschiede. Der Autor verwendet in Kapiteln, je nachdem wo die Handlung stattfindet (Zagreb, Novi Sad) die grammatikalische Regeln der jeweils geltenden Standards. Es ist paradoxal zum Beispiel, dass das Futur in einem Kapitel nach der kroatichen Grammatik gebildet wird (bit ću), und dann gleich in dem anderen, nach serbischen (otvoriću), welches im Kroatischen falsch wäre. Dieses fürht zur Verwirrtheit, man fragt ob das Werk überhaupt lektoriert wurde. Es ist notwendig zu betonen, dass es dank des hohen Grad an Übereinstimmungen(Ähnlichkeiten) zwischen dem Serbischen und Kroatischen scheint, dass so eine Art des Mischens möglich ist, aber gleichzeitig wegen der verschiedenen Normen, welche in diesen Sprachen herrschen, sowie manchmal ganz verschiedener Lexeme, realisiert man dass es Paradox ist, diese Sprachen zu verknüpfen. Am Ende der Arbeit befindet sich ein Anhang mit den Beispielen aus dem Werk, welche sich auf lexikalischen, morphologischen und syntaktischen Ebene unterscheiden.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper focuses on the paradoxes in the short stories TRČI LILIT, ZAPINJU DEMONI of Serbian writer Bojan Krivokapić, published in 2013. The author wrote these stories by playing with the established standards and by mixing Serbian and Croatian at a time when these two languages were no longer part of one common language (Serbo-Croatian), and where more and more differences were starting to appear in these two newly formed languages. It could be said that it is a paradox that a Serbian native speaker, who didnt learn Serbo-Croatian at school, produced work, that is partly written in perfect Croatian.The aim of this paper is to identify the paradoxes in this collection of stories, and more importantly to answer the question: are these short stories understandable for both Serbian and Croatian readers. In these stories differences between Serbian and Croatian appear on a lexical, syntactic, morphological, and phonological level. Due to the fact that phonological differences for the most part refer to the reflex Jat, where it is not a parameter in which we distinguish between these two standards, the paper focuses on lexical and grammatical distinctions. The analysis has been done by consulting electronic corpus, the national Serbian corpus (Serb-Korpus), Croatian corpus (Kro-Korpus) and Gralis-Korpus, as well as dictionaries and the respective grammar systems of the Serbian and Croatian languages.In the lexis, the noted differences appear quite clearly, due to the fact, that in modern Croatian a lot of neologisms emerge. These new words are largely unknown to Serbian native speakers, and many of them have been used here e.g. osebujan, postrojba, razvojačeni branitelj etc. On the other hand, few Croatian readers can understand typical Serbian expressions, such as pirinačni, džigerica or nedelja - this last word meaning a period of seven days.Looking at the grammar, there are different rules concerning word formation and composition of tense (e.g. the future tense, indicated by verbs ending in -ti), thus it is paradoxical that the writer in one chapter uses rules found in the Serbian language (otvoriću) and in another chapter is led by the rules used in the Croatian language (bit ću). This might be quite confusing for someone who knows, or who has learnt just one of those two very similar languages. The particular intention of this paper therefore is to examine all these paradoxes and differences which combined form a unique mixture of standards relevant to both languages.