Titelaufnahme

Titel
Jüdisch-christliches Zusammenleben im Mittelalter : zwischen Akzeptanz und Vertreibung am Beispiel der Steiermark / vorgelegt von Anna Kretschmer
Weitere Titel
Christian and Jewish co-habitation in Medieval Times. Between acceptance and eviction: an analysis based on the case of Styria
Verfasser/ VerfasserinKretschmer, Anna Katharina
Begutachter / BegutachterinGiessauf, Johannes
ErschienenGraz, 2016
Umfang76 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titelzusatz laut Eingabe des Verfassers/der Verfasserin: zwischen Toleranz und Vertreibung am Beispiel der Steiermark
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Juden / Christ / Alltag / Geschichte 500-1500
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-102143 Persistent Identifier (URN)
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Jüdisch-christliches Zusammenleben im Mittelalter [0.83 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem jüdisch-christlichen Zusammenleben im Mittelalter. Anhand der Sekundärliteratur wird ein grundsätzlicher Rahmen zum jüdisch-christlichen Zusammenleben im Lateineuropa der Zeit geschaffen, in den schriftliche Zeugnisse des Spätmittelalters Aspekte jüdischen Lebens im zeitgenössischen Österreich, der Steiermark und in Graz einbetten sollen. Das Zusammenleben von Juden und Christen wurde im Mittelalter von verschiedenen Vorgaben und Einflüssen geprägt. Das Recht, dem die Juden unterstanden, fußte in Gesetzeswerken der Antike und wurde im Laufe der Jahrhunderte immer stärker von christlich-religiösen Interessen durchdrungen. Im Alltag unterstanden Juden den jeweiligen Herrschern und ihr Wohlergehen unterlag deren Gunst. Sobald die Lebensumstände der Menschen unsicherer, etwa im Falle von Naturkatastrophen oder dem Ausbruch von Seuchen, oder die politischen Verhältnisse instabil wurden, lehnten sich die Menschen gegen die Juden auf, da sie diese als Sündenböcke für das Unheil verantwortlich machten. Geschürt wurde diese antijüdische Haltung durch die Kirche, indem die mittelalterlichen Männer der Kirche den Juden die Schuld am Tod Jesu attestierten und die Ablehnung der jüdischen Mitmenschen propagierten. Diese Antipathien gipfelten am Ende des Mittelalters in vielen Städten in der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung. Jedoch gestalte sich die Ausgrenzung und Verfolgung der Juden nicht in allen Gebieten des alten Reiches in gleicher Intensität. Den Gründen dafür und den regionale Entwicklungen im formulierten Beobachtungsraum versucht die vorliegende Arbeit nachzugehen.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis is to portray the relationship between Jews and Christians during Europes Middle Ages. After an secondary-literature based introduction of facts of Jewish life in the Middle Ages the main focus turns to written sources of Jewish life in late Medieval Times in Austria, Styria and Graz. During the Middle Ages, Jewish life was governed by antique Roman law, as well as Christian believes and emperors secular interests. Jews were dependant on the sovereigns patronage to live a safe life. Whenever natural disasters occurred, however, Jews fell from grace and were accused of having caused these disasters. Moreover, Christian clerks promoted the idea of Jews being guilty of Jesus death and therefore having to be excluded from society as a punishment. Even though Christianity developed from Judaism, the relationship between these two religions has tensioned over the past thousand years. During the Middle Ages Christians tried to exclude Jews from their communities by blaming them for various religious incidents and natural disasters. In the last century of the Middle Ages, the Jewish- Christian relationship hit rock bottom and Jews were banished from Christian territories and cities. However, Jews were not treated and hunted down equally in all areas of the Holy Roman Empire. In some areas, Jews lived more peacefully than compared to other areas. The reasons for these circumstances and developments concerning Jewish lives in Austria, Styria and Graz will be examined in this thesis.