Titelaufnahme

Titel
Die medizinisch-pharmazeutischen Fachkräfte des Mittelalters und der frühen Neuzeit für die Bekämpfung der Pest / vorgelegt von Julia Neuburger
Weitere Titel
The medical and pharmaceutical professions in the Middle Age and the early Modern Age and the fight against the Black Death
Verfasser/ VerfasserinNeuburger, Julia
Begutachter / BegutachterinGößnitzer, Edith
ErschienenGraz, Juni 2016
UmfangV, 74 Blätter : Illustrationen, Karte
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
Zusammenfassung in englischer und deutscher Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Europa / Medizinische Ausbildung / Geschichte 500-1500 / Europa / Pest / Geschichte 1346-1353
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-102093 Persistent Identifier (URN)
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Die medizinisch-pharmazeutischen Fachkräfte des Mittelalters und der frühen Neuzeit für die Bekämpfung der Pest [10.11 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Medizin des Mittelalters wurzelt in der Heilkunde der Antike. In Europa und dem nahen Osten gab es nach dem Fall des römischen Reiches drei Zweige der Medizin, die nach und nach miteinander verschmolzen. Es handelte sich hierbei um die westeuropäische Medizin, die arabische Medizin und die Medizin im byzantinischen Reich. Die universitäre Ausbildung in Europa fand ihren Ursprung in der Schule von Salerno. Frauen und auch Männer konnten dort gleichgestellt studieren, doch diese Form der Gleichberechtigung verschwand in den folgenden Jahrhunderten. Frauen war es im Mittelalter nicht gestattet eine schulische beziehungsweise eine universitäre Ausbildung zu absolvieren. Die medizinisch-pharmazeutischen Berufe, wie Medicus, Bader und Apotheker waren Männern vorbehalten. Der einzig offiziell anerkannte Frauenberuf blieb lange Zeit das Hebammenwesen. Es gab im Mittelalter auch die heilkundigen Frauen. Es handelte sich hierbei um Nonnen, die im Schutz der Kirche ihrer Bestimmung nachgehen konnten. Es gab aber auch einfache Kräuterfrauen, die ihr Wissen mündlich weitergaben. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Ausbildung der einzelnen medizinisch-pharmazeutischen Berufsgruppen dieser Zeit und beleuchtet ihre Aufgaben und Pflichten. In Bezug auf die Krankheiten des Mittelalters und der frühen Neuzeit hat die Pest diese Zeit vermutlich am stärkten geprägt. In dieser Arbeit wird der Pathomechanismus der Krankheit beschrieben und welche Arten der Pest es gibt. Die Pestwelle, die in den Jahren von 1346 bis 1353 gewütet hatte, stellte die Wissenschaft dieser Zeit vor große Rätsel. Es gab viele Theorien, wie die Krankheit auf die Erde gekommen sei und natürlich gab es zahlreiche Heilmittel und spezielle Verhaltensweisen, mit denen man sich vor der Pest schützen konnte oder die eine Linderung bei erfolgter Erkrankung versprachen. Nach dem Ende dieser großen Pestwelle kam es allerdings zu einem großen Umdenken im medizinischen, wirtschaftlichen und sozialen Denken der Menschen.

Zusammenfassung (Englisch)

The medicine of the middle ages was rooted in the era of antiquity. After the end of the Roman Empire three kinds of medicine were developed in Europe and the Middle East. Which were the west European medicine, the Arabic medicine and the medicine in Byzantium. Little by little they merged together. The origin of university education in Europe was at the school of Salerno. Men and women had equal rights at this institution. This form of education was unique for the next few centuries. After Salerno lost its importance in European university education, women were not allowed to gain academic knowledge. Medical and pharmaceutically skilled professions, like medicus, bader and pharmacist were reserved for men only. A medical profession, a woman was allowed to exercise officially, was midwife. There also was a group of women, who worked in the medical and pharmaceutical area under the protection of the catholic church. Another group was female healers, which handed on their knowledge to the next generation orally. This thesis illuminates the duties and responsibilities of the medical and pharmaceutical skilled professions of the Middle Ages and the early Modern Age. Regarding diseases in the middle ages, nothing was as defining as the Black Death. This work describes the pathomechanism of the Black Death and which types were present in the Middle Ages. This plaque raged in Europe from 1346 until 1353 and confronted science with many problems. During the Middle Ages there were lots of theories on how the Black Death may have started. There were many remedies and special manners that were thought to protect people from the disease or offer reliefs. After this dramatic time of decay there was a great change of mindset in medical, economic and social thinking.