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Title
Karoline von Günderrode und Friedrich Creuzer : der Brief als Medium einer romantischen Liebe / vorgelegt von: Laura Maierhofer
Additional Titles
Karoline von Günderrode and Friedrich Creuzer : the letter as the medium of a romantic love
AuthorMaierhofer, Laura
CensorVellusig, Robert
PublishedGraz, 2016
Description86 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
KeywordsGünderode, Karoline von / Creuzer, Friedrich
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-101771 Persistent Identifier (URN)
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Karoline von Günderrode und Friedrich Creuzer [1.45 mb]
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Abstract (German)

Die Liebesgeschichte zwischen der Stiftsdame Karoline von Günderrode und dem Altertumsforscher Friedrich Creuzer wird durch das Medium Brief bedingt und geprägt. Nur innerhalb dieses Mediums können sich die beiden Liebenden verständigen, einander ihre Zuneigung zeigen, auf Themen eingehen, über die sie von Angesicht zu Angesicht niemals sprechen würden, und einander Sehnsüchte mitteilen, von denen sie vermutlich selbst wissen, dass sie nie erfüllt werden. Zudem sind die Briefe Orte für Idealisierungen, die die beiden weniger miteinander verbinden als voneinander entfernen. Die Arbeit stellt die Korrespondenz in den biographischen und lebensweltlichen Kontext Karoline von Günderrodes. Sie thematisiert ihre selbstständigen Bildungsbemühungen und ihr Wirken als Schriftstellerin und geht der Frage nach, mit welchen Vorurteilen und Einschränkungen gebildete Frauen im 18. Jahrhundert zu kämpfen hatten. Da der Brief als das zentrale Medium dieser Liebesbeziehung betrachtet werden kann, wird neben einigen brieftheoretischen Aspekten dargestellt, warum Frauen im 18. Jahrhundert die Rolle als ideale Briefschreiberinnen zukam. Weiters werden Vorsichtsmaßnahmen bei der Übermittlung der Briefe angeführt, mit denen Karoline von Günderrode und Friedrich Creuzer ihre Beziehung geheimzuhalten versuchten. Im Zentrum der Analyse des Briefwechsels stehen die Themen „Leiblichkeit und Sexualität“, „Brief und Alltag“, „Anredeformen“ und „Freundschaft auf Leben und Tod“. Den Abschluss der Arbeit bildet die Thematisierung von Karoline von Günderrodes Suizid nach Creuzers Aufkündigung der Beziehung.

Abstract (English)

For the canoness Karoline von Günderrode and her lover, the archaeologist Friedrich Creuzer, letters were the medium through which they transmitted their love and adoration for each other. Only in writing could they address issues they would have never discussed face to face and reveal their most secret desires to each other, whilst conscious of the unlikelihood of their fulfilment. This thesis seeks to place the two lovers correspondence into the biographical context of Karoline von Günderrodes life. In addition to theorising the letter as the central medium in their relationship, the paper highlights the prejudice and constraints with which educated women were confronted in the 18th century and attempts to answer the question why women were then regarded as the ‘ideal letter writers. While the analysis of the correspondence centres around the themes of “bodiliness and sexuality”, “letter and everyday life”, “forms of address” and “life-and-death friendship”, the paper also deals with the precautionary measures applied in order to keep their romance a secret as well as Karoline von Günderrodes suicide after Creuzer had ended the relationship.

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