Titelaufnahme

Titel
Die Geopolitik Russlands seit 1980 und ihre geographischen Wirkungen / eingereicht von Marlene Fischer
Weitere Titel
The geopolitics of Russia since 1980 and the geographical effects
Verfasser/ VerfasserinFischer, Marlene
Begutachter / BegutachterinLieb, Gerhard
ErschienenGraz, Juni 2016
UmfangXI, 91 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Diagramme, Karten
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Russland / Geopolitik / Geschichte 1980-2015
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-101705 Persistent Identifier (URN)
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Die Geopolitik Russlands seit 1980 und ihre geographischen Wirkungen [1.38 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Spätestens seit der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine ist der Begriff der Geopolitik wieder modern geworden. Als ursprünglicher Antrieb des nationalsozialistischen Handelns unter Adolf Hitler galt der Begriff nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges als ein Tabuwort. Erst mit dem Zerfall der UdSSR findet er wieder verstärkt Verwendung und ist heute so aktuell wie nie. Die Arbeit behandelt nicht nur die geschichtliche Entwicklung des Begriffes, sondern auch dessen Definition, die sich aufgrund seines sehr breiten Verständnisses schwer erläutern lässt. Eine genauere Beschreibung des Beziehungsdreiecks Raum-Macht-Gesellschaft sorgt für ein besseres Verständnis der Grundlagen der geopolitischen Leitbilder.Die ehemalige sowjetische Großmacht zerfiel aufgrund ihrer inneren Instabilität 1991 in heute 15 souveräne Staaten, wobei Russland als Nachfolger der Union betrachtet werden kann. Die Weltordnung änderte sich kurzfristig in eine unipolare Ordnung zugunsten der USA, während Russland und die anderen postsowjetischen Länder mit dem Chaos der ökonomischen Umstrukturierungen kämpften. Der Schmerz über den Zerfall saß tief in den russischen Eliten. Denn Russland war seit dem 16. Jahrhundert als eine Großmacht zu bezeichnen, dessen Agieren die internationale Politik stets beeinflusste.Seit der Übernahme des Präsidentenamtes durch Vladimir Putin im Jahr 2000 bis heute unter Anbetracht des kollegialen Verhältnisses zu Dimitri Medwedew lassen sich deutliche Kennzeichen für das Streben nach einer Rückkehr der Sowjetunion erkennen. Allen voran die Beziehungen zu den umliegenden Nachbarländern, die zum Teil allein durch Erpressungen im Ressourcenhandel aufrechterhalten bleiben, und die Abkehr vom Westen, verdeutlichen die Instandhaltung alter geopolitischer Muster.Die Arbeit beschäftigt sich mit Ereignissen, die in ihrer Entwicklung noch nicht abgeschlossen sind. Sie berücksichtigt die Geschehnisse bis einschließlich Februar 2016.

Zusammenfassung (Englisch)

The term of geopolitics has returned as a modern term, ever since Russia's military intervention in the Ukraine. This word was originally the drive of the national-socialistic actions by Adolf Hitler and became taboo after the end of the second world war. It is used more frequently again, since the fall of the USSR and is more relevant now than it has ever been before. This work is not only dealing with the historic development of this term, but also the definition, which is more difficult to elucidate due to the very wide ranging understanding of this term. A more specific description of the triangular relationship of space-might-society provides a better understanding of the fundamentals of the geopolitical guiding principles.The former soviet superpower split due to their inner instabilities in 1991 into 15 sovereign nations while Russia can become known as its successor. The world order changed short-term into a unipolar order in favour of the USA while Russia and other post-soviet countries fought with the chaos of economic restructuring. The pain of the fall lay deep within the Russian elite, because Russia has been a superpower since the 16th century, whose actions have always influenced international politics.Since Vladimir Putin took the position as president in the year 2000 up to now considering the collegial relations with Dimitri Medwedew are clear signals for the motive of a return of the soviet union noticeable. Notably the relationship to the neighbouring countries, some of which are kept alive by extortion within trading of resources and the turning away from the west illustrate the upkeep of a geopolitical structure.This work deals with events which have not finished developing. It takes into account the events up to February 2016.