Titelaufnahme

Titel
Peer-Interaktionen zwischen hörenden und hörgeschädigten Kindern im Rahmen eines integrativen Kindergartens / vorgelegt von Eleni Deligianni
Weitere Titel
Peer interactions between Deaf and hearing children in an integrated kindergarten
Verfasser/ VerfasserinDeligianni, Eleni
Begutachter / BegutachterinWustmann, Cornelia
ErschienenGraz, 2016
Umfang114 Blätter : Zusammenfassungen in deutscher und englischer Sprache, 1 CD-ROM
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kind / Hörschädigung / Integrativer Kindergarten / Kind / Hörschädigung / Integrativer Kindergarten / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-101537 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Peer-Interaktionen zwischen hörenden und hörgeschädigten Kindern im Rahmen eines integrativen Kindergartens [0.72 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Integrative Konzepte bieten jene Bedingungen, die bereits im Kindergartenalter eine sozioemotionale und kognitive Entfaltung der Kinder mit Hörschädigung fördern. Diese Arbeit erforscht die in einem solchen integrativen Rahmen entstehenden Peer-Interaktionen zwischen hörenden und hörgeschädigten Kindern, in Hinsicht erstens auf ihre Art und Weise, zweitens auf die beeinflussenden Faktoren und drittens auf die Erfahrungen des pädagogischen Personals diesbezüglich. Das Hauptziel liegt in der Bestimmung der Charakteristika dieser Interaktionen sowie in der Darstellung eventueller Problem- bzw. Förderbereiche, deren Berücksichtigung zur Sicherstellung der Integration der hörgeschädigten Kinder beitragen kann. Dafür wurden sechs Interviews mit dem pädagogischen Personal geführt sowie elf Videoaufnahmen von insgesamt vier Kindern analysiert. Im Ergebnis stellte sich dar, dass Peer-Interaktionen zwischen hörenden und hörgeschädigten Kindern zwar sehr wohl stattfanden, aber einem eher nonverbalen Kommunikationskanal folgten und in Intimität und Dauer begrenzt waren. Längere, grundsätzlich dyadische Interaktionen wurden dort beobachtet, wo eine gemeinsame Sprachmodalität bzw. ein gemeinsamer Sprachentwicklungsstand gegeben war. Wegen dieser Tendenz wurde auch beobachtet, dass hörende mit hörenden und hörgeschädigte mit hörgeschädigten Kindern vermehrt interagierten. Diese Teilung wurde in drei Fällen überbrückt; im Fall der Abwesenheit des/der Spielpartners/in, im Fall guter Sprachkenntnisse (aller Kinder in beiden Systemen) sowie im Fall eines bestimmten Grades an Reziprozität zwischen den Kindern. Dagegen wurden aufgrund der kleinen Anzahl an hörgeschädigten Kindern und der großen Heterogenität je Integrationsgruppe die Kulturvermittlung sowie die Muttersprachförderung hörgeschädigter Kinder erschwert. Laut Angaben des pädagogischen Personals verhindere dies des Weiteren die Interaktionen mit den hörenden Peers und ihre Integration.

Zusammenfassung (Englisch)

Peer interactions are a crucial factor concerning the socio-emotional and cognitive child development. It is reviewed that deaf and hard of hearing children (D/HH) in integrated or inclusive educational settings deal with a number of challenges considering their hearing status and the different language modality. This study is conducted in order to research the peer interactions of D/HH children with their hearing peers, the factors impacting these interactions and the experience of the pedagogues in an integrated kindergarten. Six interviews with the pedagogues of two integrated groups were carried out and eleven Videos of three deaf children and one hard of hearing child were recorded. Both deaf and hearing children showed a tendency to form independent groups while interacting. Group or dyadic formations were built depending on partners language skills and language modality. Yet peer interactions between D/HH children and their hearing peers were observed on several occasions, mostly though non-verbal and short in duration. These interactions were mainly observed in case of partners absence, in case of good language skills (counts for both groups in both modalities) and in case of intimacy or familiarity between the children. On the other hand the observed factors, which inhibit peer interactions matched the challenges mentioned from the pedagogues concerning the first language acquisition of deaf children and the cultural mediation. This, according to pedagogues statements, was found to be connected with the small number of deaf children per integrated group and the big disability diversity within the group.