Titelaufnahme

Titel
Frauen vor dem Volksgericht Graz/Leoben nach 1945 : Strategien ihres Verhaltens als Angeklagte vor Gericht / vorgelegt von Melanie Schirnhofer
Weitere Titel
Women in the Austrian people‘s courts Graz/Leoben after 1945 : Strategies of their behaviour as defendants in court
Verfasser/ VerfasserinSchirnhofer, Melanie
Begutachter / BegutachterinStaudinger, Eduard
ErschienenGraz, 2016
Umfang100 : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-101461 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Frauen vor dem Volksgericht Graz/Leoben nach 1945 [1.29 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich im Wesentlichen mit Frauen, die am Volksgericht Graz beziehungsweise der Außenstelle Leoben aufgrund ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit angeklagt wurden. Es wird gezeigt, inwieweit auch Frauen am Nationalsozialismus beteiligt waren und wie sich diese schließlich mit ihren individuellen Einstellungen zu den Taten und Anklagen vor Gericht äußerten und verhielten. Der erste Teil dieser Arbeit gibt einen allgemeinen Überblick über die Forschung zur Frauen- und Geschlechtergeschichte zum Nationalsozialismus. Hier werden theoretische Grundlagen in Bezug auf die folgende Analyse und Interpretation der Gerichtsakte gegeben, um die Forschungsfragen schließlich beantworten zu können. Der zweite Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit den österreichischen Volksgerichten. Die einführende Thematisierung des Verbotsgesetzes und des Kriegsverbrechergesetzes geben einen ersten Überblick zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Österreich. Es folgen anschließend statistische Werte, die als Überblick für die Tätigkeit der österreichischen Volksgerichte dienen können. Als Hauptteil dieser Arbeit werden acht Fallbeispiele von Frauen, die am Volksgericht Graz beziehungsweise der Außenstelle Leoben angeklagt wurden, analysiert und interpretiert. Hier stehen zu Beginn vor allem Anklagen, Einvernehmungen und Urteilssprüche im Zentrum der Betrachtung, ehe auf das Verhalten der Frauen und ihre Strategien vor Gericht eingegangen wird. Mithilfe vorangegangener Ausführungen werden die einzelnen Fallbeispiele interpretiert, um so ein möglichst differenziertes Bild von steirischen Täterinnen im Nationalsozialismus und deren Verhalten vor den Volksgerichten geben zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis object of interest are women, who were accused of their Nazi record by the Austrian peoples courts in Graz and Leoben. Their involvement in National Socialism as well as their individual attitude in the court towards the actions and accusations will be discussed.Firstly, an overview on the development of women and gender studies on National Socialism is provided. Based on this, a theoretical framework is developed, which serves as the foundation for the subsequent analysis and eventually leads to an answer to the research question.Secondly, the Austrian peoples courts as well as the „Verbotsgesetz“ (Prohibition Act) and the „Kriegsverbrechergesetz“ (War Criminals Act) are investigated. This section includes data on the function and actions of the Austrian peoples courts.Proceeding the first two introductory sections, the main part consists of eight case studies of women, who were accused in the Austrian peoples courts Graz and Leoben. At first, the cases are analysed and interpreted with a focus on the accusations, interrogations and verdicts of the accused women. Following this, the behaviour of the women and their strategies in the court will be addressed. Based on the framework acquired in sections one and two, all eight case studies will be interpreted in order to deliver a nuanced analysis of female Styrian perpetrators in the National Socialism and their behaviour in the Austrian peoples court.