Titelaufnahme

Titel
Der Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung im EU-Flüchtlingsrecht und seine Grenzen / vorgelegt von Lukas Fellinger
Weitere Titel
The principle of cross approval at the EU-refugee law and the limit
Verfasser/ VerfasserinFellinger, Lukas Peter
Begutachter / BegutachterinFolz, Hans-Peter
ErschienenGraz, 2016
UmfangVIII, 87 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Asylrecht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-101387 Persistent Identifier (URN)
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Der Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung im EU-Flüchtlingsrecht und seine Grenzen [0.82 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das europäische Asylzuständigkeitsverfahren findet sich heute in der geltenden Dublin III-Verordnung. Diese unionsrechtliche Norm regelt die Verteilung der Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten, für die Prüfung von Asylanträgen innerhalb der EU. Diese Verordnung eröffnet durch die Festlegung bestimmter Zuständigkeitskriterien die Möglichkeit, den für die Durchführung des Asylverfahrens zuständigen Mitgliedstaat zu ermitteln und in weiterer Folge, Asylsuchende in diesen zu überstellen. Im Zuge dieser Diplomarbeit wird daher auf Entwicklung, insbesondere die Notwendigkeit eines europäischen Asylzuständigkeitsverfahrens eingegangen. Weiters werden der dem Dublin-System zugrunde liegende Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung und das Prinzip des gegenseitigen Vertrauens dargestellt, die ein automatisiertes, effektives Asylzuständigkeitssystem ermöglichen. Aufgrund des Prinzips des gegenseitigen Vertrauens sollten sämtliche Mitgliedstaaten als sichere Staaten für Asylsuchende gelten. Hinsichtlich dieser Vermutung der Sicherheit für Asylsuchende erfolgten Überstellungen ohne vorangehende Prüfung der grundrechtlichen Sicherheit für Asylsuchende in andere Mitgliedstaaten. Dies brachte jedoch wesentliche Probleme mit sich. Dies zeigte sich insbesondere bei den Entscheidungen der europäischen Höchstgerichte (EGMR und EuGH), die derartige Überstellungen aufgrund Verletzungen der Grundrechte der Asylsuchenden nicht mehr tolerierten. In weiterer Folge wird auf die wichtigsten Funktionen und Aspekte der geltende Dublin III-Verordnung eingegangen. Hervorgehoben werden insbesondere die Neuerungen, Problemfelder der Verordnung und die maßgeblichen Einflüsse der Entscheidungen der europäischen Höchstgerichte. Abschließend wird auf die Grenzen der gegenseitigen Anerkennung in der Dublin III-Verordnung eingegangen. Aus diesen Grenzen ergibt sich, dass keine Überstellungen von Asylsuchenden in die zuständigen MS ohne vorangehender Prüfung der grundrechtlichen Sicherheit erfolgen darf.

Zusammenfassung (Englisch)

Today the European asylum competence procedure is found in valid recast of the Dublin Regulation. This legal act regulates the distribution of the competence of the member states, for the check of asylum applications within the EU. This Regulation makes it possible to identify the responsible member state for examining an asylum application because of establishing criteria for allocating the responsible member state. Therefore the responsible member state has to take charge or take back the asylum seekers. Therefore this thesis explains the development in particular the need of a European asylum competence procedure. The Dublin system underlies the principle of mutual recognition and the principle of mutual trust. These general principles make it possible to have an automatic, effective and quick allocation of responisbilities for asylum seekers. On account of the principle of the mutual trust all member states should be seen as safe countries for asylum-seekers. Such decisions, without carrying out preliminary check of the fundamental rights guarantees constitued and, nevertheless, still consititutes essential fundamental problems for the asylum seekers. This is also reflected in the decisions of the European supreme courts (ECtHR and ECJ). Subsequently the key features and aspects of the recast of the Dublin Regulation will be portrayed. The particular emphasis is placed on the innovations, problem areas of regulation and the significant influence of the decisions of the European supreme courts. Finally, this thesis belongs to the limits of mutual recognition in the Dublin III Regulation. When considering these limits it can be concluded that there is no automatic European asylum jurisdiction procedures allowed in the European area. The member states are not allowed to send an asylum seeker to the responsible member state without examining the compliance of the fundamental rights.