Titelaufnahme

Titel
Väterliteratur : eine Bestandsaufnahme in der deutschsprachigen österreichischen Gegenwartsprosa / vorgelegt von Maria Elena Steszgal
Weitere Titel
Väterliteratur : a survey on Austrian contemporary prose
Verfasser/ VerfasserinSteszgal, Maria Elena
Begutachter / BegutachterinHöfler, Günther
ErschienenGraz, 2016
Umfang94 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Prosa / Vater <Motiv>
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-101318 Persistent Identifier (URN)
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Väterliteratur [1.17 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Begriff 'Väterliteratur' fordert seit seiner Implementierung Missverständnisse heraus. Nimmt man die Benennung dieses Genres wörtlich, wird darunter all jene Literatur verstanden, die eine (problematische) Beziehung zwischen Vater und Sohn beziehungsweise Tochter zum Thema hat. Ein derartiger Themenkreis wäre für eine Diplomarbeit jedoch viel zu weit gesteckt. Im Zuge dieser Arbeit wird daher durch Begriffsklärung versucht derartigen Fehlzuordnungen entgegenzuwirken. Hier wird vom Genre Väterliteratur ausgegangen, das sich erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts etabliert hat. Es wird also eine Literatur betrachtet, die um den Generationenkonflikt kreist, der sich zwischen einer Elterngeneration, die eine nationalsozialistisch gefärbte Vergangenheit hat, und Täterkindern, die diese Vergangenheit anklagen, festgesetzt hat. Aus dieser Definition von Väterliteratur heraus ergeben sich einige Fragen, die im Zuge dieser Diplomarbeit behandelt werden: Wie wird eine solche Definition des Genres Väterliteratur begründet? Welche motiv-/sozialgeschichtlichen Wurzeln hat Väterliteratur? Wie viele Jahrzehnte umspannt dieses Genre? Können auch Werke der Gegenwartsliteratur noch als Väterliteratur gelten? Letzteren Aspekt fokussierend geht diese Arbeit der Fragestellung nach, ob im Zuge von fünf Textinterpretationen Paradigmen der Väterliteratur auch noch auf aktuelle österreichische Gegenwartsprosa angewendet werden können. Zudem wird untersucht, ob Interpretationen von österreichischer Väterliteratur andere Erkenntnisse zutage bringen als die von einschlägiger deutscher Literatur. Die Textinterpretationen machen den Praxisteil dieser Arbeit aus. Diesem ist ein Theorieteil vorangestellt, der vor allem Perspektiven aus der literaturwissenschaftlichen Motivgeschichte und der narratologischen Methodik diskutiert und auch auf Sichtweisen auf Väterliteratur seitens der Psychoanalyse und Gedächtnistheorie eingeht.

Zusammenfassung (Englisch)

It can easily be misunderstood what the term "Väterliteratur" exactly entails: literally speaking, "Väterliteratur" would include all literature that centres around the relationship between father and son/daughter.To escape this far too wide area of research, this thesis focuses on German "Väterliteratur" and how it was shaped in the second half of the 20th century. This kind of literature brings relationships between parents and children into focus that are heavily damaged by the Elders National Socialist past. But while the older generation mostly seems content to remain silent regarding this problematical subject, the younger generation does not stop asking and therefore starts the prototypical conflict in this genre.This thesis tries to analyse how this definition of "Väterliteratur" was established. It also asks after the origins of "Väterliteratur". The question whether "Väterliteratur" can still be found in contemporary literature, particularly in contemporary Austrian literature, is of special interest. To get answers the author tries to utilize theory and practice first by establishing not only a narratological view on "Väterliteratur", but also the psychoanalytical view on it and Aleida Assmanns theory regarding memory; then by putting theory into practice by interpreting examples of Austrian contemporary literature.