Titelaufnahme

Titel
Räumliche Disparitäten und Regionalentwicklung in Sachsen-Anhalt / vorgelegt von Willy Fedder
Weitere Titel
Spatial disparities and regional development in Saxony-Anhalt
Verfasser/ VerfasserinFedder, Willy
Begutachter / BegutachterinCede, Peter
ErschienenGraz, 2016
Umfang229 Seiten : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-101179 Persistent Identifier (URN)
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Räumliche Disparitäten und Regionalentwicklung in Sachsen-Anhalt [3.98 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel der vorliegenden Diplomarbeit mit dem Thema „Räumliche Disparitäten und Regionalentwicklung in Sachsen-Anhalt“ ist es, herauszufinden, wie stark räumliche Ungleichheiten innerhalb Sachsen-Anhalts ausgeprägt sind und welche regionalen Entwicklungsstrategien zum Abbau der Disparitäten verfolgt werden. Die Raumanalyse wurde dabei auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte durchgeführt und schließt mit einer SWOT-Betrachtung der jeweils beiden strukturstärksten und schwächsten Gebietseinheiten ab. Die Untersuchung und Bewertung der Kreise nach ausgewählten raumstrukturellen Kriterien ergaben, dass die größten Gegensätze zwischen den Oberzentren Magdeburg und Halle (Saale) auf der einen Seite und den Landkreisen Salzlandkreis und Mansfeld-Südharz auf der anderen Seite bestehen. Die beiden strukturschwächsten Landkreise weisen im Vergleich zu den strukturstärksten Städten einen stärkeren Rückgang der Bevölkerung, ein größeres Geburtendefizit, ein höheres Durchschnittsalter, eine geringfügig höhere Arbeitslosenquote (außer zwischen Halle (Saale) und dem Salzlandkreis), ein wesentlich niedrigeres BIP pro Kopf, eine größere Abnahme der Erwerbstätigkeit sowie einen negativen Wanderungs- und Pendlersaldo auf. Die Gründe für den Entwicklungsrückstand des Salzlandkreises und des Landkreises Mansfeld-Südharz liegen in der dirigistischen Wirtschaftspolitik der DDR-Regierung und im Deindustrialisierungsprozess in den frühen neunziger Jahren. Die Folgen der wirtschaftlichen und politischen Umstrukturierung haben die strukturschwachen Teilräume bis heute noch nicht überwunden. Am gravierendsten wirkt sich dabei der massive Bevölkerungsrückgang in den Problemregionen aus. Magdeburg und Halle (Saale) profitieren hingegen vom globalen Trend der steigenden Bedeutung von städtischen Ballungsräumen und von ihrer Funktion als Wirtschafts- und Verwaltungszentren.Im Bereich der Regionalentwicklung beschreitet Sachsen neue Wege. Die Lokalen Aktionsgruppen in Sachsen-Anhalt sind bundesweit die Einzigen, die den innovativen Multifondsansatz des LEADER-Förderprogrammes in ihren Strategiekonzepten umsetzten. Die zahlreichen Förderprojekte und maßnahmen im Land können, gestützt auf die Finanzkraft der europäischen Strukturfonds und dem Engagement der lokalen Bevölkerung, künftig ein Angleichen der Regionsstrukturen auf einem höheren Qualitätsniveau bewirken.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this diploma thesis titled “Spatial Disparities and Regional Development in Saxony-Anhalt” is to investigate how strongly spatial disparities in Saxony-Anhalt are present and which regional development strategies are pursued to deal with these inequalities. The spatial analysis was conducted on the level of the counties and independent cities and closes with a SWOT-observation of the two structural-strongest and weakest territorial units.The examination and evaluation of the counties by selected spatial structural criteria have shown that the strongest disparities exist between the regional centres Magdeburg and Halle (Saale) on the one side and the counties Salzlandkreis and Mansfeld-Südharz on the other side. Compared to the structural-strong cities the structural-weakest counties show a stronger decline in population, a higher deficit of births, a higher average age and a slight higher unemployment rate (except between Halle (Saale) and the Salzlandkreis) as well as a significantly lower gross domestic product per capita, a higher decline of occupation and a negative migration- and commuter balance. Responsible for the delayed development of the Salzlandkreis and the county Mansfeld-Südharz are the dirigiste economic policies of the GDR-government and the deindustrialisation in the early nineties. Up to the present day the structural weak counties have still not overcome the consequences of the economic and political reorganisation. The most crucial effect on this has had the massive decline in population in the problematic areas. Magdeburg and Halle (Saale), by contrast, have benefited from the global trend of the increasing importance of metropolises and their function as economic- and administration centres. In the field of regional development Saxony-Anhalt explores new avenues. The local campaign groups of Saxony-Anhalt are nationwide the only ones, who implement the innovative Multi-fund appropriation of the LEADER- development programme in their strategy concepts. The multiple development programmes and measures of the country could, supported by the financial clout of the European Structural Funds and the dedication of the local population, achieve the adjusting of the regional structures to a higher level of quality.