Titelaufnahme

Titel
Die Moralischen Wochenschriften in Frankreich : ʻLe Monde comme il estʼ von Jean-François de Bastide als Spiegel seiner Zeit / vorgelegt von Bakk. Bakk. phil. Veronika Mussner
Weitere Titel
The Spectators in France : ʻLe Monde comme il estʼ from Jean-François de Bastide as a mirror of its time
Verfasser/ VerfasserinMussner, Veronika
Begutachter / BegutachterinFischer, Michaela
ErschienenGraz, 2016
Umfang112 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter Le monde comme il est
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-101144 Persistent Identifier (URN)
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Die Moralischen Wochenschriften in Frankreich [0.96 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Nachgang der Glorious Revolution und der Verabschiedung der Bill of Rights entstand in England eine neue Textsorte, die Spectators. Aus Sicht einer fiktiven Verfasserfigur wurden den Lesern aktuelle Geschichten aus den Kaffeehäusern Englands aufbereitet und mit moralisch-philosophischen Überlegungen verbunden. Dieser neue Zeitschriftentyp fand zahlreiche Nachahmer und entwickelte sich auch in Frankreich zu einem Erfolgsmodell. Dies gilt auch für die Zeitschrift Le Monde comme il est von Jean-François de Bastide.In einem ersten Schritt wird zunächst auf die Entstehung der Gattung der Moralischen Wochenschriften zu Beginn des 18. Jahrhunderts zurückgeblickt und die Entwicklung der Gattung rekonstruiert. Im dritten Kapitel wird der Verfasser Jean-François de Bastide vorgestellt. Le Monde comme il est ist nach Le Nouveau Spectateur und vor Le Monde die zweite Moralische Wochenschrift des Autors und erscheint in den Jahren 1760 drei Mal pro Woche. Insgesamt besteht die Schrift aus 60 Ausgaben, die zu zwei Bänden zusammengefasst wurden. Die Kommunikationsstruktur in Le Monde comme il est bildet den vierten Teil vorliegender Untersuchung. In drei Unterabschnitten wird die Selbstdarstellung des fiktiven Autors, die Authentizität in Le Monde comme il est und die Kommunikation mit der Leserschaft beleuchtet. Auf der Grundlage dieser Vorarbeiten wird im fünften und sechsten Kapitel die formale und thematische Analyse von Le Monde comme il est geleistet. Zum einen werden die verschiedenen in der Schrift zum Einsatz kommenden Erzählformen herausgearbeitet. Dabei wird die Aufmerksamkeit speziell auf den (Leser-)Brief, den Dialog und das (Selbst-)Porträt gelegt. Zum anderen werden im sechsten Kapitel die zentralen Themen vorgestellt und diskutiert. Hier wird das Hauptaugenmerk auf die Erziehung und die Lehre vom tugendhaften Verhalten, das Frauenbild, und die Rolle der Literatur gerichtet, die ein wichtiges Medium zur Verbreitung aufklärerischer Werte war.

Zusammenfassung (Englisch)

In the period after the Glorious Revolution and the enacting of the Bill of Rights, a new genre of texts developed in England, called the Spectators. These texts offered readers current events from Englands coffeehouses through the eyes of a fictitious author, combining ethical and philosophical thoughts. This new type of periodical was copied numerous times and evolved into a recipe for success also in France the journal Le Monde comme il est from Jean-François de Bastide being one of them.The first two chapters of the study present a discussion of the origins and the development of the Spectator genre from the beginning of the 18th century onwards. The next chapter introduces the author Jean-François de Bastide and his Le Monde comme il est, which is, next to Le Nouveau Spectateur and Le Monde, the second ethical weekly magazine released by the author, and was published three times per week in the 1760s. All in all, the scripture was made of 60 issues, combined into two volumes. The fourth part of this research discusses the structure of communication. In three subsections, the self-portrayal of the fictitious author, the authenticity of Le Monde comme il est, and the communication between author and audience are emphasized. On this basis, the fifth and sixth chapter analyze Le Monde comme il est formally and thematically. On the one hand, the narrative forms are presented in detail, focusing on the letters to the editor, the dialogue, and the (self-)portrait. On the other hand, the main topics education, teaching of virtuous behavior, perception of women, and the role of literature (a major medium for the distribution of Enlightenment) are illustrated.